Schülertransporte Duisburg: Fünf Rollstühle nicht ordnungsgemäß gesichert
Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 19:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine gezielte Überprüfung des Schülerspezialverkehrs an der Förderschule Kalthoffstraße im Duisburger Stadtteil Hamborn hat Mitte September gravierende Sicherheitsdefizite zutage gefördert. Wie aus einem behördlichen Bericht vom 18. September 2026 hervorgeht, stellte die Polizei Duisburg bei den Kontrollen am 15. September 2026 mehrere Verstöße fest, die unmittelbare Konsequenzen für die Betreiber der Fahrdienste nach sich ziehen.
Mangelhafte Sicherung und technische Ausfälle in Duisburg
Im Mittelpunkt der Duisburger Beanstandungen stand die unzureichende Sicherung der beförderten Schülerinnen und Schüler. In fünf Fällen waren Rollstühle in den Fahrzeugen nicht ordnungsgemäß befestigt, was die Beamten mit Verwarngeldern ahndeten.
Darüber hinaus wiesen die eingesetzten Fahrzeuge deutliche technische Mängel auf: An zwei Fahrzeugen wurden defekte elektronische Trittstufen beanstandet.
An einem weiteren Transporter stellten die Polizisten fest, dass die Hebebühne über mehrere Jahre hinweg ohne die gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsprüfung betrieben worden war. Wegen der festgestellten Verstöße übermittelte die Polizei Duisburg drei Berichte an die Berufsgenossenschaft Verkehr.
Umfassende Kontrollen im gewerblichen Schwerlastverkehr
Parallel zu den Prüfungen von Spezialtransporten im Personenverkehr führten Kontrollbehörden in Hessen und Nordrhein-Westfalen Schwerpunktaktionen im gewerblichen Güterverkehr durch, bei denen ebenfalls erhebliche Missstände registriert wurden.
Bei einer gemeinsamen Kontrolle am 15. September 2026 in Brilon verzeichneten die Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis, die Bezirksregierung Arnsberg, das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) sowie der Hochsauerlandkreis zahlreiche Verstöße:
- 8 Verstöße gegen die ordnungsgemäße Ladungssicherung
- 3 Ordnungswidrigkeiten aufgrund technischer Verstöße bei Lkw
- 1 Geschwindigkeitsverstoß, ermittelt über das EG-Kontrollgerät
- 1 Verstoß gegen die geltenden Sozialvorschriften
- 1 Gewinnabschöpfung sowie je eine Strafanzeige nach dem Pflichtversicherungsgesetz und wegen eines Umweltdelikts
Bei einer Großkontrolle an der A7 hatten 32 von 34 Fahrzeugen Mängel, gegen 18 davon ergingen Weiterfahrtsverbote — die häufigsten Beanstandungen: Ladungssicherung und Lenk- und Ruhezeiten. Wer vorbereitet ist, verliert an der Kontrollstelle keine Zeit und keine Ladung. Der kostenlose Praxisleitfaden zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ladung, Technik und Kontrollgerät vorher prüfen. Praxisleitfaden Kontrollen bestehen jetzt anfordern
Hohe Mängelquoten und Weiterfahrtsverbote in Nordhessen
Ebenfalls am 15. September 2026 führte das Polizeipräsidium Nordhessen zwischen 18:00 und 02:00 Uhr an der Tank- und Rastanlage Kassel-Ost eine Großkontrolle auf der Autobahn 7 durch. Die Beamten überprüften 34 Fahrzeuge aus acht Nationen und stellten bei 32 Fahrzeugen – was fast 95 Prozent entspricht – Mängel fest.
Gegen 18 Fahrzeuge sprachen die Behörden Weiterfahrtsverbote aus. Das Polizeipräsidium registrierte 16 Fälle unzureichender Ladungssicherung, 16 Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten, sieben Geschwindigkeitsverstöße sowie sechs Gefahrgutverstöße.
Die Kontrollen mündeten in Bußgeldern von rund 7.400 Euro, zwei Strafanzeigen wegen illegaler Beschäftigung und der Fälschung beweiserheblicher Daten sowie einer Sicherheitsleistung von 3.650 Euro bei einem ungenehmigten türkischen Großraumtransport mit Überbreite.
Am darauffolgenden 16. September 2026 setzte die Polizei Hessen am SVG-Autohof Kirchheim im Rahmen eines Sicherheitstags für den Schwerlastverkehr die Überprüfungen fort.
Bußgelder, Sicherheitsleistungen und Gewinnabschöpfung treffen Fuhrparkleiter härter als ein einzelnes Weiterfahrtsverbot — bei Kontrollen in Hessen und NRW wurden allein an einem Abend rund 7.400 Euro fällig. Der kostenlose Leitfaden zeigt, welche Dokumente und Nachweise Kontrolleure zuerst verlangen und wie Sie Ihre Fahrer darauf einstellen. Leitfaden für die nächste Kontrolle sichern
Bei 26 überprüften Fahrzeugen und Personen verhängten die Einsatzkräfte sechs Weiterfahrtsverbote und fertigten 23 Anzeigen aus. Unter anderem stoppten die Beamten einen moldawischen Lkw-Fahrer mit einem französischen Sattelzug, der mit 122 km/h bei erlaubten 80 km/h unterwegs war.
Bei einem Reifentransport mit ungeeigneter Fahrzeugkombination leitete die hessische Polizei eine Anzeige zur Vermögensabschöpfung in mittlerer vierstelliger Höhe ein; insgesamt wurden an dem Kontrolltag Sicherheitsleistungen im höheren vierstelligen Bereich erhoben.
