Scholz, Nord-Süd-Kommission

Scholz: Nord-Süd-Kommission soll mutige Lösungen entwickeln

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 15:12 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Ex-Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will als Vorsitzender der Nord-Süd-Kommission die internationale Zusammenarbeit deutlich verstärken.

"Die Kommission wird gemeinsame Vorschläge für eine gute Zukunft unserer Welt entwickeln - über Grenzen, politische und gesellschaftliche Lager hinweg: Nicht im Geist des kleinsten gemeinsamen Nenners, sondern mutige und wegweisende Lösungen, die auch umgesetzt werden können", teilte er in Berlin mit.

Scholz stellte zusammen mit der Co-Vorsitzenden Laura Chinchilla, der ehemaligen Staatspräsidentin von Costa Rica, die Liste der 20 Kommissionsmitglieder vor. Darunter sind Weltbankpräsident Ajay Banga sowie Ngozi Okonjo-Iweala, Generaldirektorin der Welthandelsorganisation (WTO). Scholz sagte, das Gewicht der Kommission werde entscheidend von der Strahlkraft und dem Gewicht ihrer Mitglieder bestimmt sein.

Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) hatte die Kommission im Juni formal eingesetzt. Aufgabe ist es, Empfehlungen für eine neue entwicklungspolitische Kooperation zwischen globalem Norden und globalem Süden zu erarbeiten. Dazu zählen Vorschläge für neue Partnerschaftsmodelle und Impulse für die Zukunft der Entwicklungspolitik.

"Wir brauchen Partnerschaft statt Konflikt zwischen Süd und Nord - gegründet auf gemeinsamen Werten, sozialer Gerechtigkeit und friedlichem Zusammenleben", erklärte Laura Chinchilla. "Und wir wollen das Vertrauen in das internationale System erneuern, indem wir zeigen, dass multilaterale Entscheidungen das Leben von Menschen ganz konkret verbessern können."

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