Schokoladenpreise, Weihnachtsgeschäft 2026

Schokoladenpreise: Weihnachtsproduktion in Bochum läuft auf Hochtouren

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 06:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Im Bochumer Schokoladenwerk Ruth läuft die Produktion für Nikolaus, Weihnachtsmann und Adventskalender bereits auf Hochtouren. Gleichzeitig dämpfen hohe Kakao- und Energiekosten die Nachfrage: Der Absatz von Weihnachtsschokolade sank 2025 um zwölf Prozent.

  • Die Weihnachtsproduktion beginnt schon im Sommer. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
    Die Weihnachtsproduktion beginnt schon im Sommer. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
  • Das Weihnachtsgeschäft ist für die Hersteller besonders wichtig. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
    Das Weihnachtsgeschäft ist für die Hersteller besonders wichtig. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
  • Die Preise für Schokolade sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen.  - Bild: Christoph Reichwein/dpa
    Die Preise für Schokolade sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
  • Im vergangenen Jahr kauften Verbraucher weniger Weihnachtsschokolade.  - Bild: Christoph Reichwein/dpa
    Im vergangenen Jahr kauften Verbraucher weniger Weihnachtsschokolade. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
  • Pralinen gibt es in allen Formen und Farben.  - Bild: Christoph Reichwein/dpa
    Pralinen gibt es in allen Formen und Farben. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
  • Die Schokoladenmasse wird in kleine Formen gegossen und gehärtet.  - Bild: Christoph Reichwein/dpa
    Die Schokoladenmasse wird in kleine Formen gegossen und gehärtet. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
  • Der größere Teil aus der Ruth-Produktion wird für andere Firmen unter deren Markennamen hergestellt. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
    Der größere Teil aus der Ruth-Produktion wird für andere Firmen unter deren Markennamen hergestellt. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
  • Viel Handarbeit ist gefragt.  - Bild: Christoph Reichwein/dpa
    Viel Handarbeit ist gefragt. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
  • Zu 70 Prozent läuft die Produktion händisch.  - Bild: Christoph Reichwein/dpa
    Zu 70 Prozent läuft die Produktion händisch. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
  • Schokobären-Karussell. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
    Schokobären-Karussell. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
Die Weihnachtsproduktion beginnt schon im Sommer. - Bild: Christoph Reichwein/dpa Das Weihnachtsgeschäft ist für die Hersteller besonders wichtig. - Bild: Christoph Reichwein/dpa Die Preise für Schokolade sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen.  - Bild: Christoph Reichwein/dpa Im vergangenen Jahr kauften Verbraucher weniger Weihnachtsschokolade.  - Bild: Christoph Reichwein/dpa Pralinen gibt es in allen Formen und Farben.  - Bild: Christoph Reichwein/dpa Die Schokoladenmasse wird in kleine Formen gegossen und gehärtet.  - Bild: Christoph Reichwein/dpa Der größere Teil aus der Ruth-Produktion wird für andere Firmen unter deren Markennamen hergestellt. - Bild: Christoph Reichwein/dpa Viel Handarbeit ist gefragt.  - Bild: Christoph Reichwein/dpa Zu 70 Prozent läuft die Produktion händisch.  - Bild: Christoph Reichwein/dpa Schokobären-Karussell. - Bild: Christoph Reichwein/dpa

Im Bochumer Schokoladenwerk Ruth läuft knapp drei Monate vor Heiligabend die Produktion von Nikoläusen, Adventskalendern und Weihnachtsfiguren für das Weihnachtsgeschäft.

Weihnachten beginnt in der Süßwarenbranche früh

Die Fertigung startet bereits im Frühsommer, weil der Lebensmittelhandel saisonale Produkte Monate im Voraus bestellt. Ab September steigt bei vielen Menschen traditionell die Nachfrage nach Weihnachtssüßwaren.

Bei Ruth entstehen rund 70 Prozent der Produkte in Handarbeit und 30 Prozent mit maschineller Unterstützung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen Farben und Muster mit Pinseln auf, füllen anschließend flüssige Schokolade in Formen und lassen die Figuren aushärten.

Mehr als 600 Produkte im Sortiment

Das Unternehmen stellt unter anderem Schokobären, Schneemänner, Tannenbäume und Nikolausköpfe her. Auch Pralinen werden per Hand verziert. Mehr als 600 Produkte verlassen das Werk, 60 bis 70 Prozent davon werden für andere Marken gefertigt.

Zum Sortiment gehören außerdem Adventskalender und Sonderanfertigungen für Unternehmen. Ruth verkauft seine Erzeugnisse über Fachhandelsketten, Supermärkte, Feinkostläden, ein eigenes Geschäft mit Café und den Onlinehandel.

Hohe Preise bremsen die Nachfrage

Eine belastbare Prognose für die Verbraucherpreise in der Vorweihnachtszeit 2026 gibt es nach Angaben der Branche noch nicht. Einzelne Markenhersteller haben jedoch Preissenkungen angekündigt; bei manchen Weihnachtsmann-Sorten sollen sie mehr als 20 Prozent betragen.

Im Ostergeschäft war die Nachfrage nach Markenartikeln wegen hoher Preise bereits geschwächt. Der Absatz von Weihnachtsschokolade sank 2025 nach Angaben des Marktforschungsunternehmens NIQ insgesamt um zwölf Prozent.

Schokolade braucht stabile Temperaturen

Schokolade war im April 2026 knapp zehn Prozent teurer als ein Jahr zuvor, im Januar hatte der Anstieg im Jahresvergleich 21 Prozent erreicht. Neben Kakao belasten die Hersteller Energie- und weitere Rohstoffkosten.

Auch die sommerliche Hitze stellt die Produktion vor Probleme. Bei Temperaturen über 23 Grad verarbeite sich Schokolade nicht mehr zuverlässig, weshalb Ruth zwei neue Klimaanlagen einbaut und nach weniger hitzeempfindlichen Sommerprodukten sucht.

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Hohe Rohstoffkosten prägen den Markt

Schokolade bleibt 2026 ein besonders preissensibles Lebensmittel. Der dpa-Meldung zufolge war Schokolade im April knapp zehn Prozent teurer als ein Jahr zuvor; im Januar hatte der Abstand sogar 21 Prozent betragen. Ursache sind vor allem die stark gestiegenen Kakaokosten, hinzu kommen Energie- und weitere Rohstoffpreise.

Für das Weihnachtsgeschäft bedeutet das einen Spagat: Hersteller müssen saisonale Ware Monate vor dem Verkauf planen, während Verbraucher auf höhere Preise mit Zurückhaltung reagieren. Der bereits 2025 um zwölf Prozent gesunkene Absatz von Weihnachtsschokolade zeigt, dass Preissteigerungen die Nachfrage unmittelbar beeinflussen können. Rabatte und günstigere Eigenmarken dürften deshalb für viele Haushalte an Bedeutung gewinnen.

Weihnachtsgeschäft als Belastungsprobe

Die angekündigten Preissenkungen einzelner Marken können den Wettbewerb im Handel verschärfen, ändern aber nichts an den strukturellen Kostenrisiken. Besonders kleinere und handwerklich arbeitende Produzenten müssen steigende Energie-, Kühl- und Lagerkosten auffangen. In Bochum wird zudem sichtbar, wie stark die Produktion vom Klima abhängt: Temperaturen über 23 Grad erschweren die Verarbeitung und können zusätzliche Investitionen in die Kühlung erforderlich machen.

Für Verbraucher heißt das: Die Preise einzelner Nikoläuse, Adventskalender und Pralinen werden sich stärker unterscheiden als früher. Wer vergleicht, kann von Aktionen profitieren; zugleich bleibt offen, wie weit Hersteller die Rohstoff- und Energiekosten im weiteren Jahresverlauf weitergeben müssen.

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