Deutschland, Finanzen

Bundesregierung reduziert Silbergehalt in Sammlermünzen

30.03.2026 - 11:22:07 | dpa.de

Schluss mit Sterling- oder Feinsilber. Die Regierung will verhindern, dass Sammlermünzen Spekulationsobjekte werden.

Die Bundesregierung gibt regelmäßig neue Sammlermünzen aus. (Archivbild) - Bild: Annette Riedl/dpa
Die Bundesregierung gibt regelmäßig neue Sammlermünzen aus. (Archivbild) - Bild: Annette Riedl/dpa

Um Spekulationen vorzubeugen, enthalten deutsche Euro-Sammlermünzen künftig weniger Silber. Der Anteil werde wegen stark schwankender Preise für das Edelmetall reduziert, teilte das Finanzministerium mit. Die Änderung gelte für alle ab diesem Jahr herausgegebenen Münzen. «Sie soll verhindern, dass die Münzen zum Gegenstand von Spekulationen auf die Edelmetall­preisentwicklung werden oder ihre Ausgabe aus haushaltsrechtlichen Gründen unzulässig würde», erklärte das Ministerium.

Konkret werde die Legierung der 35-Euro-Sammlermünze von Sterlingsilber (925 Tausendteilen Silber und 75 Tausendteilen Kupfer) auf 500 Tausendteile Silber und 500 Tausendteile Kupfer verändert. Die Legierung der 50-Euro-Sammlermünze werde von Feinsilber mit 999 Tausendteilen Silber auf 625 Tausendteile Silber reduziert. Beide Münzen werden damit ein Gramm leichter. 

Die Bundesregierung will in diesem Jahr fünf 35-Euro-Sammlermünzen und zwei 50-Euro-Sammlermünzen ausgeben, unter anderem zu Ehren von Margot Friedländer, zu 125 Jahren Wuppertaler Schwebebahn oder zu Weihnachten mit den Heiligen Drei Königen.

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