Schienengüterverkehr: DAK-Demonstrator zeigt Modernisierungserfolg
04.06.2026 - 22:48:44 | boerse-global.de
In Lippstadt endete das Forschungsprojekt „DAK-Demonstrator“ zur Digitalen Automatischen Kupplung (DAK) mit einer Abschlussveranstaltung.
Automatische Kupplung für Europas Züge
Das Konsortium DAC4EU – mit Deutscher Bahn, DB Cargo, SBB Cargo und Rail Cargo Austria – testete seit 2020 verschiedene DAK-Systeme. Die Technik soll die manuelle Schraubenkupplung ersetzen und gilt als Schlüssel zur Modernisierung des Schienengüterverkehrs.
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Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder präsentierte die Ergebnisse auf dem Gelände der Westfälischen Landes-Eisenbahn. Der Bund förderte das Projekt mit rund 30 Millionen Euro. Die automatisierte Verbindung von Güterwagen soll den Bahnbetrieb künftig deutlich effizienter machen.
KI im Lager: Saubere Daten als Basis
Während die Schiene an ihrer Infrastruktur arbeitet, treiben Unternehmen die Digitalisierung der letzten Meter voran. Die COSYS Ident GmbH stellte spezialisierte Software für verschiedene Branchen vor.
In Salzburg digitalisiert die Firma die Paketannahme für Getränkehersteller per Barcode-Scan und Smart Locker. Für Mode- und Konsumgüterkonzerne in Düsseldorf gibt es Systeme zur Verfolgung von Produktmustern und Kampagnenmaterialien.
Der Treiber dahinter: Unternehmen brauchen saubere Bestandsdaten. Nur so lässt sich KI im Lager sinnvoll einsetzen. Moderne Systeme zählen Behälter automatisch und erkennen Schäden. Das wird besonders vor dem Hintergrund der PPWR-Verordnung wichtig – Firmen müssen Nachweise über ihre Mehrwegkreisläufe liefern.
Wo KI-Systeme zur Datenanalyse und Automatisierung eingesetzt werden, greift bereits die neue EU-KI-Verordnung mit strengen Dokumentationspflichten. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden bietet Ihrer IT- und Rechtsabteilung den nötigen Überblick zu Risikoklassen und Fristen. Kostenlosen Leitfaden zum EU AI Act herunterladen
Die Plöckl Media Group setzt auf RFID-Labels für die Automobilindustrie. Die berührungslose Identifikation von Mehrwegbehältern soll Materialflüsse in Echtzeit erfassen und Schwund reduzieren. Laut Analysen spart die Automatisierung von Wareneingängen pro Lkw 15 bis 20 Minuten.
Digitaler Sarg mit Tracker
Selbst Nischenmärkte werden digital. Auf der Bestattungsmesse BEFA Forum in Düsseldorf präsentierte RIP Solutions Anfang Juni einen digitalen Sarg mit integriertem Tracker. Hinterbliebene können den Standort per NFC, Bluetooth und GPS über eine App verfolgen.
Weitere Messe-Highlights: biologisch abbaubare Pilz-Särge und spezialisierte Elektro-Leichenwagen.
Cloud-Lösungen sparen Kosten und CO?
Die Plattform clickApoint der GPSoverIP GmbH wurde Ende Mai als bestes Online-Portal in der Kategorie Transportbörsen ausgezeichnet. Grundlage war eine Kundenbefragung.
Immer mehr Unternehmen setzen auf Cloud-Lösungen zur Tourenoptimierung. Partnerschaften zwischen mobit und PTV Logistics sollen Transportkosten um bis zu 30 Prozent senken – und gleichzeitig die CO?-Emissionen reduzieren.
Rheinmetall verkauft Automotive-Sparte
Die Konzentration auf Kernkompetenzen führt zu Umstrukturierungen. Rheinmetall verkauft seine Automotive-Sparte für 350 Millionen Euro an die Industrieholding Aequita. Der Vollzug ist für das vierte Quartal 2026 geplant.
Der Rüstungskonzern richtet seinen Fokus künftig verstärkt auf die Rüstungssparte. Das bisherige Werk in Neuss soll für die Satellitenproduktion genutzt werden.
Mobile Notaufnahme für Pflegeheime
Die Universität des Saarlandes stellte im Juni einen Lkw vor, der als mobile Notaufnahme für Pflegeheime dient. Das Fahrzeug ist mit CT-, Röntgen- und Ultraschallgeräten ausgestattet und soll medizinische Versorgung auf klinischem Niveau direkt vor Ort bieten.
Wal-Opfer im Livestream
Auch Umweltbehörden nutzen digitale Übertragungswege. Auf der dänischen Insel Anholt begann am 4. Juni die Obduktion eines Buckelwals. Fachleute und Umweltorganisationen verfolgten den Eingriff per Livestream – um die Todesursache des Tieres zu klären.
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