Salzgitter: Angebotspreise für Wohnungen fallen um 5,4 Prozent
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 22:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Immobilienmarkt in bedeutenden deutschen Automobil- und Zuliefererstandorten zeigt erste Anzeichen einer Abkühlung, die mit den aktuellen Sparkursen großer Hersteller wie VW, Audi und BMW korreliert.
Während die Kaufpreise für Bestandswohnungen bundesweit im Durchschnitt um 3,4 Prozent und die Angebotsmieten um 2,5 Prozent zulegten, verzeichneten einzelne Werksstädte gegenläufige Entwicklungen. Dies geht aus einer aktuellen Auswertung der Plattform Immowelt hervor, die die Angebotsdaten an 50 Standorten der Branche analysierte.
Divergenz zwischen bundesweitem Trend und Werksstandorten
Die Untersuchung verdeutlicht eine wachsende Kluft zwischen dem allgemeinen Markttrend und der Lage in Städten mit hoher Abhängigkeit von der Automobilindustrie. An sechs der 50 untersuchten Standorte sanken die Kaufpreise für Bestandsimmobilien entgegen der nationalen Tendenz.
Besonders deutlich zeigte sich dieser Rückgang in Salzgitter, wo die Angebotspreise für Bestandswohnungen im Vorjahresvergleich um 5,4 Prozent auf 1.624 Euro pro Quadratmeter nachgaben. Auch in Braunschweig sank das Preisniveau für Wohneigentum um 1,0 Prozent auf durchschnittlich 3.100 Euro pro Quadratmeter.
In Ostdeutschland folgten Zwickau und Chemnitz diesem Trend mit leichten Rückgängen von 1,0 Prozent beziehungsweise 0,9 Prozent, wobei der Quadratmeterpreis in Zwickau bei 1.113 Euro und in Chemnitz bei 1.408 Euro lag.
Ein Immowelt-Vertreter wies darauf hin, dass die Daten ein zeitliches Zusammentreffen mit dem umfassenden Branchenumbau belegen, betonte jedoch, dass ein eindeutiger kausaler Nachweis allein durch die Angebotszahlen nicht geführt werden könne.
Gemischtes Bild an Standorten in Süddeutschland und Sachsen
Trotz der Krise in der Kernbranche blieb der Immobilienmarkt an anderen wichtigen Standorten stabil oder verzeichnete sogar deutliche Zuwächse. In Dresden stiegen sowohl die Kaufpreise mit einem Plus von 5,5 Prozent als auch die Mieten mit 4,2 Prozent kräftig an.
Die aktuelle Auswertung von 50 deutschen Auto- und Zuliefererstandorten zeigt: An sechs Standorten sinken die Kaufpreise für Bestandswohnungen — in Salzgitter um 5,4 Prozent auf 1.624 Euro pro Quadratmeter. Der kostenlose Report ordnet ein, welche Standorte betroffen sind und wie sich Kaufpreise und Mieten im Vorjahresvergleich entwickelt haben. Standort-Ranking und Preistrends jetzt anfordern
Ein ähnliches Bild zeigte sich in Ingolstadt, wo die Preise für Wohneigentum um 5,8 Prozent und die Mieten um 2,7 Prozent zulegten. Auch Sindelfingen verzeichnete mit Steigerungen von 5,1 Prozent bei Kaufpreisen und 4,8 Prozent bei Mieten eine weiterhin hohe Dynamik.
In Bayern stiegen die Preise an allen zwölf untersuchten Standorten der Automobilbranche. Den stärksten Mietanstieg verzeichnete Nürnberg mit einem Plus von 3,7 Prozent, gefolgt von Ingolstadt und Dingolfing-Landau mit einem Zuwachs von 1,0 Prozent.
Eine Sonderrolle nimmt Wolfsburg ein. Während die Kaufpreise am Stammsitz von Volkswagen um 4,8 Prozent auf .2664 Euro pro Quadratmeter stiegen, sanken die Angebotsmieten im gleichen Zeitraum leicht um 0,7 Prozent auf durchschnittlich 8,23 Euro pro Quadratmeter.
Preisentwicklung im Raum München
In der Landeshauptstadt München stiegen die Kosten für Wohnraum moderat weiter. Für eine typische Modellwohnung mit 75 Quadratmetern und drei Zimmern liegt der Angebotspreis bei rund 605.000 Euro, was einer Steigerung von 1,6 Prozent oder etwa 9.500 Euro im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Nicht jeder Werksstandort folgt dem Abwärtstrend: In Dresden stiegen Kaufpreise um 5,5 Prozent und Mieten um 4,2 Prozent, in Ingolstadt um 5,8 beziehungsweise 2,7 Prozent. Wer Rendite sucht, sollte die Spreizung kennen. Der kostenlose Report zeigt fünf Alternativ-Regionen mit stabilem Mietwachstum und eine Checkliste für Kauf oder Warten. Alternativ-Regionen und Mietrendite-Checkliste sichern
Die Kaltmiete bei Neuvermietung erhöhte sich im Durchschnitt um 55 Euro auf 1.615 Euro pro Monat, ein Plus von 3,5 Prozent. Vorläufige Zahlen des Münchner Gutachterausschusses bestätigen diesen Trend für das erste Halbjahr 2026, wonach die Preise für gebrauchte Wohnungen im Mittel um 1 Prozent zulegten.
Die zugrunde liegende Datenerhebung verglich die Angebotspreise für Bestandswohnungen mit Stand vom 1. September 2026 zum Vorjahreszeitpunkt, während bei den Mietpreisen die Daten vom 1. August 2026 als Basis dienten.
