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Safe Sport: Bund und Länder gründen Zentrum gegen Gewalt

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 06:56 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Simbabwe bringt Whistleblower-Gesetz auf den Weg. Kanada lobt den Schritt. In Deutschland startet ein Zentrum für Safe Sport, während die IFG-Reform auf Kritik stößt.

Simbabwe: Whistleblower-Gesetz als Signal gegen Korruption
Eine stilisierte Silhouette einer Person, die für Transparenz und Schutz von Hinweisgebern steht, vor einem abstrakten Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Whistleblower Protection Bill liegt derzeit im Parlament. Sie soll Hinweisgeber rechtlich absichern und sichere Meldewege schaffen.

Kanada würdigte den Schritt als wichtigen Fortschritt. Botschafter Adler Aristilde betonte die Bedeutung des Gesetzentwurfs bei einem Gipfeltreffen in Harare. Die Initiative sieht vor, Personen, die Unregelmäßigkeiten melden, vor Repressalien zu schützen. Internationale Beobachter sehen darin ein starkes Signal für mehr Rechenschaftspflicht in der Region.

Deutschland gründet Zentrum für Safe Sport

Auch in Deutschland tut sich etwas – im Leistungssport. Am 9. Juli 2026 gründeten Bund und Länder das Zentrum für Safe Sport mit Sitz in Kassel. Die Einrichtung soll künftig Fälle von physischer, psychischer und sexualisierter Gewalt untersuchen und sanktionieren.

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Der Aufbau beginnt in den kommenden Monaten. Den regulären Betrieb nimmt das Zentrum im Frühjahr 2027 auf. Erste konkrete Falluntersuchungen werden in etwa einem Jahr erwartet.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und Athletenvertretungen begrüßten die Gründung. Allerdings bleibt die Zuständigkeit zunächst auf den Leistungssport beschränkt. Die Beteiligung der Verbände erfolgt freiwillig – ein Kritikpunkt von Betroffenenvertretern, die eine vollständig unabhängige Stelle fordern.

Streit um Informationsfreiheit in Deutschland

Während neue Meldewege entstehen, formiert sich in Deutschland Widerstand gegen geplante Einschränkungen beim Informationsfreiheitsgesetz (IFG). Die Reform sieht vor: Auskünfte künftig nur noch bei berechtigtem Interesse, Beschränkung des Antragsberechtigtenkreises auf Deutsche und EU-Bürger, höhere Gebühren und generelle Schwärzung von Mitarbeiternamen.

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Kritik kommt unter anderem von Ex-Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Sie bezeichnete die Reform als überflüssig. Bestehende Sicherheitsausnahmen reichten aus, argumentierte sie. Transparenz sei eine demokratische Notwendigkeit.

Mehrere hundert Organisationen forderten in einem offenen Brief den Stopp der Reform. Sie befürchten eine Schwächung der Pressefreiheit. Befürworter verweisen dagegen auf eine massive Zunahme von Anfragen, Kosten in Millionenhöhe und notwendige Sicherheitsaspekte.

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