Russland-Reisewarnung, Auswärtiges

Russland-Reisewarnung: Auswärtiges Amt warnt vor Drohnenangriffen

02.07.2026 - 18:35:19 | boerse-global.de

Deutschland stuft Sicherheitsrisiko für ganz Russland hoch. Grund sind Drohnenangriffe und die Gefahr willkürlicher Festnahmen.

Auswärtiges Amt weitet Russland-Reisewarnung auf gesamtes Staatsgebiet aus
Russland-Reisewarnung - Eine stilisierte Karte Russlands mit einem deutlichen Warnsymbol oder einer roten Überlagerung, die Reisebeschränkungen und Gefahren darstellt. 02.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die bisherige Warnung für die Grenzgebiete zur Ukraine wurde auf das gesamte russische Staatsgebiet ausgeweitet. Die Bundesregierung reagiert damit auf eine signifikant veränderte Sicherheitslage.

Drohnenangriffe und Infrastrukturengpässe

Als wesentlichen Grund nennt das Auswärtige Amt eine erhebliche Gefährdung durch Drohnenangriffe und herabstürzende Trümmerteile. Diese Gefahrenlage resultiere aus ukrainischen Drohnenangriffen, die nicht mehr nur auf grenznahe Regionen beschränkt seien.

Die Behörden verweisen zudem auf massive Beeinträchtigungen der Infrastruktur. Zahlreiche Flughäfen im Land sind gesperrt, zudem kommt es vermehrt zu Engpässen bei der Kraftstoffversorgung. Auch der Zugverkehr ist betroffen – hier müsse mit möglichen Angriffen gerechnet werden. Der direkte Flugverkehr zwischen Deutschland und Russland bleibt weiterhin eingestellt.

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Warnung vor willkürlichen Festnahmen

Ein weiterer Schwerpunkt der verschärften Warnung liegt auf den rechtlichen Risiken für Reisende. Die Bundesregierung warnt explizit vor der Gefahr willkürlicher Festnahmen. Besonders bedroht seien deutsche Staatsangehörige sowie Personen mit deutsch-russischer Doppelstaatsbürgerschaft.

Das Auswärtige Amt betont, dass im aktuellen Umfeld eine erhöhte Gefahr politisch motivierter Inhaftierungen bestehe. In Kombination mit den logistischen Einschränkungen rät die Bundesregierung nun grundsätzlich von Reisen in die gesamte Russische Föderation ab. Bisher galt für weite Teile des Landes lediglich eine Teilreisewarnung, nun findet die höchste Warnstufe auf nationaler Ebene Anwendung.

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