Run Germany: 16.000 Läufer, 260 Unternehmen, 2 Millionen Kilometer
Veröffentlicht: 15.07.2026 um 16:03 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Die Deutsche Post rollt ihr Ergonomie-Programm bundesweit aus, während digitale Lauf-Challenges boomen. Ziel: körperliche Belastung senken, psychische Widerstandsfähigkeit stärken.
Deutsche Post startet „Ergo²“ an 150 Standorten
Die Deutsche Post hat ihr Gesundheitsprogramm „Ergo²“ nach erfolgreicher Pilotphase bundesweit eingeführt. Die Initiative richtet sich gezielt an Zusteller und wird an rund 150 Standorten umgesetzt. Das Programm umfasst spezielle Übungen, ergonomische Schulungen und Trainings zur Sturzvermeidung. Physiotherapeuten und Sportwissenschaftler begleiten die Umsetzung.
Das Unternehmen bekräftigte zudem die Forderung nach einer gesetzlichen Begrenzung des Paketgewichts auf 23 Kilogramm. Damit will die Post die physische Belastung in der Logistikbranche nachhaltig reduzieren.
„Run Germany“ geht in die zweite Runde
Neben klassischen Trainingsprogrammen gewinnen wettbewerbsorientierte Sport-Events an Bedeutung. Die digitale Challenge „Run Germany“ startet im Spätsommer in ihre zweite Runde. An der Premiere nahmen rund 16.000 Personen aus über 260 Unternehmen teil. Sie legten dabei mehr als zwei Millionen Kilometer zurück.
Die Anmeldung für die neue, fänfwöchige Phase ist seit dem 10. Juli möglich. Los geht es am 1. September 2026.
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Versicherungen kombinieren Sport mit sozialem Engagement
Auch im Versicherungssektor nutzen Unternehmen sportliche Aktivitäten zur Mitarbeiterbindung. Die Waldenburger Versicherung bereitet sich auf den Heilbronner Firmenlauf am 30. Juli vor. Das Unternehmen nimmt seit 2018 regelmäßig teil – und verknüpft die sportliche Leistung mit einem wohltätigen Zweck.
Der Vorstand kündigte an: Für jeden gelaufenen Kilometer spendet das Unternehmen zehn Euro an ein regionales Moor-Projekt.
Sportartikelhersteller erweitern digitale Angebote
Sportartikelhersteller wie Hoka bauen ihre digitalen Angebote aus. Seit dem 13. Juli bietet das Unternehmen ein neues Membership-Programm an. Es umfasst unter anderem Zugang zu exklusiven Herausforderungen auf Sport-Plattformen.
Solche App-basierten Lösungen werden zunehmend in betriebliche Gesundheitskonzepte integriert. Sie sollen die Motivation der Mitarbeiter auch außerhalb der Arbeitszeit fördern.
Ganzheitliche Prävention mit steuerlichen Vorteilen
Brauereien wie Veltins setzen unter dem Label „Veltins Vital“ bereits seit 2017 auf ein breites Präventionsangebot. Es reicht von Ernährungskursen und Grippeschutzimpfungen bis zu spezialisierten Vorsorgeuntersuchungen. Auch Azubis profitieren von Modulen zu Stressmanagement und Bewegung.
Für Unternehmen bieten diese Maßnahmen nicht nur gesundheitliche, sondern auch ökonomische Vorteile. Nach § 3 Nr. 34 EStG können Arbeitgeber bis zu 600 Euro pro Mitarbeiter und Jahr steuerfrei für Gesundheitsförderung aufwenden. Dienstleister wie das Heidelberger BRIKS Studio oder EGYM Wellpass nutzen diese Rahmenbedingungen. Sie ermöglichen Firmen Zugang zu Netzwerken aus Sporteinrichtungen und Ergonomie-Beratungen.
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Hoher Stresspegel erhöht Handlungsdruck
Der Ausbau der betrieblichen Programme erfolgt vor dem Hintergrund einer angespannten gesundheitlichen Lage. Eine Studie aus dem Jahr 2025 zeigte das Ausmaß der Belastung: Rund 70 Prozent der Befragten fühlten sich häufig gestresst. Hauptursache: die Arbeit.
Anbieter von Gesundheitsmanagement-Systemen wie die SWICA beobachten eine hohe Akzeptanz ihrer Präventionspakete. Laut internen Erhebungen empfehlen fast alle Teilnehmer die angebotenen Kurse und Beratungen weiter.
Regionale Anbieter wie f+p Gesund Bewegen im Allgäu ergänzen das Spektrum durch stationäre Angebote in Physiotherapie und Rehabilitation. Auch diese werden verstärkt von Unternehmen für die Prävention ihrer Belegschaft nachgefragt.
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