Deutschland, International

Deutsche Exporte sinken im Januar deutlich

10.03.2026 - 08:25:38 | dpa.de

Rückschlag für die exportstarke deutsche Wirtschaft: Zum Jahresbeginn schrumpfen die Ausfuhren deutlich, vor allem nach China. Und mit dem Iran-Krieg sind neue Sorgen hinzugekommen.

  • Die Exporte stehen auf den Weltmärkten unter Druck. (Archivbild) - Foto: Daniel Reinhardt/dpa
    Die Exporte stehen auf den Weltmärkten unter Druck. (Archivbild) - Foto: Daniel Reinhardt/dpa
  • Die USA sind das wichtigste Exportland für die deutsche Wirtschaft. (Symbolbild) - Foto: Damian Dovarganes/AP/dpa
    Die USA sind das wichtigste Exportland für die deutsche Wirtschaft. (Symbolbild) - Foto: Damian Dovarganes/AP/dpa
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Die deutschen Exporteure sind mit einem Dämpfer ins Jahr 2026 gestartet. Im Januar wurden Waren im Wert von 130,5 Milliarden Euro in alle Welt verkauft, ein Minus von 2,3 Prozent zum starken Vormonat Dezember, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten die Exporte um 0,6 Prozent zu. 

Deutliche Rückgänge gab es im Geschäft mit Europa: Die Ausfuhren in die EU-Staaten schrumpften um 4,8 Prozent zum Vormonat Dezember auf 71,6 Milliarden Euro. Zudem brachen die Exporte nach China um gut 13 Prozent ein auf 6,3 Milliarden Euro. Zuwächse erzielten die deutschen Unternehmen dagegen in ihrem wichtigsten Exportland, den USA. Dorthin stiegen die Ausfuhren kräftig um 11,7 Prozent auf 13,2 Milliarden Euro

Nach Deutschland importiert wurden im Januar Waren im Wert von 109,2 Milliarden Euro. Das waren 5,9 Prozent weniger als im Vormonat Dezember und 4,0 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. 

Unsicherheit mit Iran-Krieg

2025 waren die deutschen Exporte dank eines starken Dezembers erstmals seit zwei Jahren wieder leicht gewachsen - trotz des Zollstreits mit den USA unter Präsident Donald Trump. Zwar brachen die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten ebenso ein wie nach China, doch das Europa-Geschäft wuchs kräftig. Für dieses Jahr erwartet der Außenhandelsverband BGA ein Plus von 0,6 Prozent.

Zuletzt hatte sich die Stimmung der Branche verbessert. Die Ifo-Exporterwartungen stiegen im Februar in den positiven Bereich. Von einer breiten Erholung könne jedoch noch keine Rede sein, hieß es zu den Daten, die noch vor Beginn des Iran-Kriegs veröffentlicht wurden. Mit der Eskalation im Nahen Osten wachsen die Sorgen um die deutsche Wirtschaft, unter anderem, weil die gestiegenen Ölpreise den Transport von Waren verteuern. Das trifft die Exportnation Deutschland besonders.

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