Rückenschmerzen am Arbeitsplatz: BR zeigt Übungen ab 4. September
Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 15:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Bayerische Rundfunk (BR) setzt seine Reihe zur Gesundheitsförderung fort und adressiert mit einer neuen Folge der Sendung Tele-Gym die weitverbreitete Problematik des Bewegungsmangels am Arbeitsplatz.
Am 04.09.2026 wird um 07:20 Uhr die Episode „Stabil im Sitzen“ ausgestrahlt. In der von Johanna Fellner geleiteten Einheit stehen Übungen zur Vorbeugung von Rückenschmerzen im Vordergrund, die für alle Alters- und Leistungsstufen konzipiert sind.
Das Programm ist nach der Ausstrahlung auch über die ARD Mediathek abrufbar. Die Experten weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Übungen der Prävention dienen; bei bereits bestehenden akuten Beschwerden wird die Konsultation eines Arztes empfohlen.
Ganzheitliche Trainingsansätze für den Alltag
Die neue Folge gliedert sich in eine Reihe von thematisch verwandten Sendungen ein, die in den vergangenen Wochen und Monaten ausgestrahlt wurden oder für die nahe Zukunft geplant sind.
Bereits am 27.08.2026 thematisierte Johanna Fellner in der Folge „Locker auf dem Hocker – mehr als nur Sitzen“ ein sanftes Ganzkörpertraining für die Faszien. Dieses Programm zielt darauf ab, den Körper zu mobilisieren, zu stärken und zu entspannen, während gleichzeitig Koordination, Gleichgewicht und der Kreislauf gefördert werden sollen.
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Ein ähnlicher Schwerpunkt wird in der für den 03.09.2026 angekündigten Folge „Nachgespürt – aktive Körperwahrnehmung“ gesetzt, die ebenfalls Aspekte des Faszientrainings zur Entlastung von Gelenken und Rücken aufgreift.
Diese Einheiten ergänzen frühere Ausstrahlungen, wie etwa das „Dynamische Faszientraining“ mit Christiane Reiter vom 10.08.2026, welches neben der allgemeinen Fitness auch den Stoffwechsel und die Abwehrkräfte unterstützen soll. Weitere Sendungen im Juli widmeten sich der Wirbelsäule als zentralem Stützelement sowie gezielten Übungen gegen Stress und Anspannung im Rückenbereich.
Ergonomie und Bewegungspausen im Arbeitsumfeld
Die Relevanz solcher Trainingsprogramme wird durch Empfehlungen zur Arbeitsplatzgestaltung unterstrichen. Fachportale wie in-sicherheit-leben.de betonen die Bedeutung ergonomischer Maßnahmen: Hierzu zählen die Ausrichtung des Monitors auf Augenhöhe sowie die korrekte Einstellung von Tastatur und Bürostuhl, wobei insbesondere auf einen 90-Grad-Winkel der Knie zu achten ist. Häufig benötigte Gegenstände sollten zudem in einer Reichweite von 38 bis 50 Zentimetern positioniert werden.
Ergänzend dazu wird geraten, alle 20 bis 30 Minuten kurze Bewegungspausen einzulegen. Dies deckt sich mit Ansätzen, wie sie auch im MDR in der Sendung „Fit am Arbeitsplatz“ von Sabine Schön Anfang Juni vorgestellt wurden. Dort erhielten Zuschauer praktische Tipps für den Büroalltag, um die negativen Folgen langen Sitzens zu minimieren.
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Markt für spezialisierte Trainingskonzepte und Büromöbel
Neben den öffentlich-rechtlichen Angeboten halten auch private Anbieter spezifische Lösungen bereit. Der Trainingsdienstleister Gymondo bewirbt beispielsweise ein 15-minütiges Programm gegen Rückenschmerzen, das aus einem zweiminütigen Warm-up, zehn Minuten gezielten Übungen wie „Vogel-Hund“ oder der „Brücke“ sowie einem dreiminütigen Cool-down besteht.
Für fortgeschrittene Anwender werden zudem Routinen mit Kurzhanteln empfohlen, etwa einarmiges Rudern oder Shrugs, die idealerweise zweimal pro Woche in drei Sätzen durchgeführt werden sollten.
Im Bereich der Arbeitsmittelausstattung finden sich zudem innovative Ansätze zur Bewegungsförderung während der Arbeitszeit. Die Entwicklerin Gabriele Wander stellte in diesem Zusammenhang den sogenannten MiShu-Stuhl vor.
Das Möbelstück verfügt über eine rotierende Sitzfläche und drei Gelenke, wodurch der Körper zu einer ständigen Ausgleichsarbeit angeregt wird. Die Kosten für ein solches System bewegen sich zwischen 500 und 1000 Euro. Flankierend dazu werden Online-Coachings angeboten, um Nutzer bei der aktiven Rückenarbeit im Sitzen zu unterstützen.
