Rückenschmerzen: 61,3 Prozent der Deutschen betroffen pro Jahr
03.06.2026 - 21:30:53 | boerse-global.deRegelmäßige Bewegung ist der beste Garant für ein langes Leben – das zeigt ein aktueller Ratgeber von Harvard Health Publishing. Der am 3. Juni veröffentlichte Bericht „Pathways to Longevity“ stellt klar: Die kardiorespiratorische Fitness ist der beste Einzelprädiktor für die Lebenserwartung.
Empfohlen werden mindestens 7.000 Schritte täglich sowie ein Mix aus Kraft-, Ausdauer- und Gleichgewichtstraining. Interessant: Für vermeintliche Wundermittel wie Omega-3, Kreatin oder Kältetherapie fanden die Forscher keine Belege für eine lebensverlängernde Wirkung.
Rückenschmerzen: Die Volkskrankheit im Büro
Anzeige: Stundenlanges Sitzen begünstigt Rückenschmerzen – 80% der Bevölkerung zeigen Anzeichen eines Hohlkreuzes. Mit den richtigen Mobilisationsübungen und der 50/10-Regel beugen Sie aktiv vor. Ratgeber: Rückenfit im Büro jetzt sichern
Die Zahlen sind alarmierend: 61,3 Prozent der Erwachsenen in Deutschland leiden innerhalb eines Jahres an Rückenschmerzen. Über die Hälfte der Beschwerden betrifft den unteren Rücken. Rund 80 Prozent der Bevölkerung zeigen Anzeichen eines Hohlkreuzes – begünstigt durch Bewegungsmangel und stundenlanges Sitzen.
Fitnesstrainerin Sabine Schön empfiehlt die richtige Bildschirmhöhe und Sitzposition. Mobilisationsübungen für Nacken, Schultern und Rücken seien im Arbeitsalltag essenziell. Gymnastikbälle können helfen, starres Sitzen aufzubrechen – aber nur für 15 bis 30 Minuten am Stück. Ein dauerhafter Ersatz für ergonomische Bürostühle sind sie nicht.
Unternehmen setzen auf zertifizierte Gesundheit
Immer mehr Firmen investieren in professionelles Gesundheitsmanagement. Der Dienstleister mac brand spaces aus Langenlonsheim erhielt am 2. Juni ein TÜV-Siegel in Gold für sein betriebliches Gesundheitsmanagement. Die Auszeichnung, unterstützt durch die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, würdigt Angebote wie Massagen, Yoga und digitale Bewegungspausen für die rund 285 Mitarbeitenden.
Auch die Signal Iduna in Westfalen setzt auf regelmäßige Einheiten gegen Verspannungen. Das „Heartbeatoffice“-Konzept setzt auf ein dynamisches Wechselspiel zwischen Anspannung und Entspannung – etwa mit der 50/10-Regel: 50 Minuten Fokusarbeit, dann zehn Minuten Pause. Oder Microbreaks von zwei bis fünf Minuten.
Technische Helfer wie die Amazfit Balance 3 unterstützen Beschäftigte zudem beim Tracking von Herzfrequenz und Stress.
Haustiere im Büro: Der neue Wohlfühlfaktor
Nicht nur Bewegung hält gesund – auch die richtige Atmosphäre zählt. Eine Studie von Mars, Incorporated zeigt: Zwei von drei Arbeitnehmenden in der Schweiz würden für ein haustierfreundliches Büro den Job wechseln. Die Präsenz von Tieren gilt offenbar als entscheidendes Merkmal für die Attraktivität eines modernen Arbeitgebers.
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Stille Stunde bei Ikea: Weniger Reize für mehr Inklusion
Ikea geht einen anderen Weg: Seit dem 2. Juni führt der Möbelriese bundesweit eine „Stille Stunde“ ein. Jeden Mittwoch zwischen 17 und 19 Uhr verzichtet das Unternehmen auf Hintergrundmusik, reduziert visuelle Reize und dimmt die Beleuchtung. Die Maßnahme richtet sich gezielt an neurodivergente Menschen, etwa mit Autismus oder ADHS.
Fürs Homeoffice empfehlen Experten derweil eine strikte Trennung von Berufs- und Privatleben. Feste Arbeitszeiten und räumliche Grenzen helfen, die mentale Balance langfristig zu sichern.
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