Rostock: Investor plant 117-Meter-Turm am Werftdreieck – noch ohne Beschluss
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 22:55 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Hansestadt Rostock befasst sich verstärkt mit der städtebaulichen Nachverdichtung und hat dafür konkrete Areale im Stadtgebiet ausgewiesen. Im Fokus der aktuellen Debatte steht insbesondere das Werftdreieck, an dem die Verwaltung derzeit Gespräche führt.
Wie die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung am 04.11.2026 berichtete, gibt es dort Überlegungen für ein außergewöhnlich hohes Bauwerk: Der Investor Friedemann Kunz von ScanHaus Marlow plant demnach einen Turm mit einer Höhe von 117 Metern.
Ein Gebäude dieser Dimension würde die Rostocker Petrikirche überragen und die Stadtsilhouette weithin sichtbar verändern. Die Petrikirche gilt traditionell als eine der prägendsten Landmarken der Hansestadt. Das Vorhaben am Werftdreieck markiert damit eines der ambitioniertesten Hochbaukonzepte der jüngeren Rostocker Stadtgeschichte.
Rostocker Bausenatorin bestätigt Gespräche mit Entwicklern
Die Rostocker Stadtverwaltung reagiert zurückhaltend auf die Berichte über das Vorhaben. Bausenatorin Ute Fischer-Gäde bestätigte zwar, dass Gespräche über das Werftdreieck stattfinden.
Zugleich stellte die Senatorin klar, dass es gegenwärtig weder eine feste Höhenbegrenzung noch ein abgestimmtes oder beschlossenes Vorhaben gebe. Die Vorstellungen des Investors befinden sich somit in einer Vorprüfungs- und Diskussionsphase, ohne dass bereits baurechtliche Festlegungen getroffen worden wären.
Zehn Investorenanfragen hat die Rostocker Verwaltung seit Veröffentlichung des Hochhauskompasses bereits registriert — am Werftdreieck stehen die Gespräche noch am Anfang, eine feste Höhenbegrenzung gibt es nicht. Wer früh mit einer belastbaren Voranfrage aufschlägt, bestimmt die Diskussion mit, statt auf sie zu reagieren. Der kostenlose Leitfaden zeigt Ihnen die Potenzialräume, die Verfahrenslogik und die Argumente, die vor dem Bauamt tragen. Kostenlosen Praxis-Leitfaden Hochhauskompass anfordern
Hintergrund der Diskussionen ist der sogenannte Hochhauskompass der Hansestadt Rostock. Mit diesem Instrument möchte die Kommune die künftige Höhenentwicklung strukturieren und städtebaulich verträglich steuern. Das Konzept weist verschiedene Potenzialräume aus, an denen vertikale Verdichtung grundsätzlich vorstellbar ist.
Hochhauskompass benennt Potenzialräume und weckt Investoreninteresse
Zu den im Hochhauskompass ausgewiesenen Entwicklungsräumen gehört neben dem Werftdreieck auch das Areal Südring/Hauptbahnhof. Weitere Standorte mit Entwicklungspotenzial sind die Neptunwerft, das geplante Warnowquartier sowie der Pulverturm.
Ein 117-Meter-Turm am Werftdreieck würde die Petrikirche überragen — und die Stadt hat weder Höhenbegrenzung noch abgestimmtes Vorhaben beschlossen. Genau diese Offenheit ist Ihr Risiko: Wer die Vorprüfungsphase ohne belastbare Unterlagen betritt, verliert Monate. Die Checkliste Potenzialräume und Baurecht zeigt, welche Standorte der Hochhauskompass ausweist und welche Nachweise die Verwaltung von Ihnen erwartet. Checkliste jetzt kostenlos abrufen
Nach den bauordnungsrechtlichen Maßstäben werden Gebäude bereits ab einer Höhe von 22 Metern als Hochhäuser definiert. Das Interesse am vertikalen Bauen in Rostock beschränkt sich jedoch nicht auf das Areal am Werftdreieck: Seit der Veröffentlichung des Hochhauskompasses verzeichnet die Stadtverwaltung bereits zehn Investorenanfragen für entsprechende Projekte.
Der Vorstoß am Werftdreieck zeigt, dass die Richtlinie bei Entwicklern auf Resonanz stößt, auch wenn über die endgültige Bauhöhe im konkreten Einzelfall noch weiter verhandelt werden muss.
