Investments, Fonds

Rentieren sich grüne Investments?

14.08.2017 - 11:06:34

Geht es um die Rendite, so interessieren sich die Anleger kaum noch für die Umwelt. Aktuelle Zahlen zeigen, dass die Deutschen nicht auf die Amerikaner zeigen sollten - auch in Deutschland gibt es nur wenige Anleger, die ihr Geld in "grüne Anlagen" investieren. Wer zudem sicher ist, dass sein Fonds der Atmosphäre hilft, kann sich im Internet die Richtigkeit seiner Vermutung bestätigen lassen.

Windkraft als grünes Investment
Windkraft als grünes Investment
Quelle: https://pixabay.com/de/windr%C3%A4der-windkraft-fichtelberg-1048981/

Sorgt die Nachhaltigkeit für mehr Rendite?

Doch in vielen Fällen werden die Anleger auf den Boden der Tatsachen geholt - ein neues Ranking zeigt nämlich, dass die "grünen Fonds" oftmals gar nicht so umweltfreundlich sind.

Wie kann der Klimawandel positiv beeinflusst werden? Kleinere und größere Umweltverschmutzer, das können Länder oder auch einzelne Unternehmen sein, bekommen von den Investoren kein Geld mehr. In weiterer Folge müssten die Geschäftsmodelle verändert oder zur Gänze aufgegeben werden. Das mag zwar einfach klingen, ist es aber nicht. Anleger achten nämlich auf die Rendite und keinesfalls auf ökologische Kriterien - auch die Deutschen, die sich selbst als "umweltbewusst" sehen, ignorieren die "grünen Anlagen". Folgt man nämlich den Zahlen des "Forums Nachhaltige Geldanlage" (kurz: FNG), so stecken in den "grünen Vermögensanlagen" gerade einmal 70,8 Milliarden Euro - das entspricht einem Marktanteil von 2,8 Prozent. Im Gesamtmarkt aller Vermögensverwaltungsmandate und Fonds befinden sich 2800 Milliarden Euro. Auch wenn die 2,8 Prozent ein Rekordwert sind, so müssen sich die Anbieter der nachhaltigen Geldanlagen bewusst sein, dass sie noch lange nicht vor einem Durchbruch stehen. 10 Prozent des "grünen Geldes" kommt von den Privatanlegern, 90 Prozent werden von den professionellen Investoren beigesteuert. Im Jahr 2015 lag das Verhältnis bei 15 Prozent zu 85 Prozent - nun bei 10 Prozent zu 90 Prozent. Während die Deutschen auf "grüne Anlagen" verzichten, sind die Österreicher deutlich mutiger - hier beträgt das Verhältnis 25 Prozent zu 75 Prozent. Aber nicht nur der Anteil der Privatinvestoren ist gesunken - auch das investierte Geld wird weniger. So reduzierte sich die Summe von 9,3 auf 7,5 Milliarden Euro. Problematisch ist auch der Umstand, dass noch gar nicht belegt werden konnte, ob die Nachhaltigkeit auch tatsächlich mehr Rendite bringt. Am Ende zeigen nämlich die Zahlen, dass der Fonds, der sich an ethische, ökologische oder soziale Kriterien orientiert, deutlich weniger Rendite als eine klassische Anlage mit sich bringt. Das würde auch erklären, warum sich die Privatanleger auch oftmals gegen "grüne Anlagen" entscheiden. Schlussendlich interessieren sie sich kaum für ethische, soziale oder ökologische Kriterien - sie wollen am Ende hohe Gewinne verbuchen. Doch es sind nicht nur die fehlenden Gewinne, die viele Privatanleger abhalten - oftmals werden die "grünen Fonds" nämlich gar nicht von Finanzexperten empfohlen. Verbraucherschützer kritisieren auch den fehlenden Durchblick. Einerseits sei der Markt unübersichtlich, andererseits würden noch immer Mindeststandards fehlen, sodass die Privatanleger auch keine klaren Orientierungshilfen bekommen. Kommt es zu keinen kundenfreundlichen Veränderungen, so werden die "grünen Fonds" auch in den kommenden Jahren keine tragende Rolle spielen.

 

Nicht alle "grünen Fonds" sind automatisch umweltfreundlich

Hat sich der Anleger dann für einen "grünen Fonds" entschieden, so erlebt er am Ende mitunter auch eine Überraschung - nicht immer sind die "grünen Anlagen" auch tatsächlich umweltfreundlich. Stichproben haben nämlich gezeigt, dass es einige Fonds gibt, bei denen ein "Not disclosed" vorzufinden ist. So etwa bei den Fonds "UniGlobal", "DWS Top Dividende" oder auch dem "DekaFonds CF". Selbst Fonds, die durch ihre Namen die "grünen Anleger" ansprechen sollen, können nicht immer zu 100 Prozent überzeugen. Dazu gehören etwa auch "Deka Umwelt Invest", "DWS-Zukunftsressourcen" oder auch "Deka-Nachhaltigkeit Aktien". Die Gründe, warum diese Fonds nicht vier oder gar fünf Blätter bekommen, konnte von den Notengebern aber nicht beantwortet werden. Sie würden jedoch auf die "Klimafaktoren" und ganz besonders auf den "Co2-Abdruck" achten. Die anderen Kriterien, die bei "grünen Fonds" eine wesentliche Rolle spielen sollten, wie etwa Umweltstandards, eine gute Unternehmensführung, gute Arbeitsbedingungen, werden jedoch immer wieder vernachlässigt.

 

In der Datenbank finden sich 2400 Aktienfonds

Die Datenbank, die in den letzten drei Jahren von Climetrics aufgebaut wurde und zeigen soll, ob es sich um richtig "grüne Anlagen" handelt oder nicht, enthält 2400 Aktienfonds. Dieses Projekt wurde von der Europäischen Union, also dem Steuerzahler, finanziert. Schlussendlich befindet sich hinter Climetrics nämlich Climate-KIC, ein öffentlich-privates Netzwerk für "klimafreundliche Innovationen". Für das Ranking waren die Klimadatenanbieter "Carbon Disclosure Project" (kurz: CDP) und die Klima-Experten des amerikanischen Stimmrechtsberaters ISS verantwortlich. CDP, eine Non-Profit-Organisation, befasst sich schon seit Jahren mit derartigen Ranglisten und will Regierungen und auch Unternehmen dazu bringen, dass sie ihre Klimaziele definieren und die Umweltdaten offenlegen.

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