Renten, Millionen

Renten: 21 Millionen Rentner erhalten 4,24-Prozent-Plus ab Juli

01.07.2026 - 03:49:14 | boerse-global.de

Rentner erhalten 4,24 Prozent mehr, das Bürgergeld wird durch eine schärfere Grundsicherung ersetzt und die Luftverkehrsteuer sinkt.

Rentenplus, neue Grundsicherung & günstigeres Fliegen ab Juli 2026
Renten - Hände halten Euro-Banknoten, mit einem Taschenrechner und Rentenpapieren im Hintergrund. Symbolisiert Renten- und Lohnanpassungen. 01.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Rund 21 Millionen Rentner bekommen mehr Geld, Pflegekräfte verdienen besser, und das Bürgergeld wird durch eine schärfere Grundsicherung ersetzt. Auch für Online-Shopper und Flugreisende ändert sich einiges.

Renten steigen um 4,24 Prozent

Die größte finanzielle Entlastung betrifft die Rentner. Zum 1. Juli erhöhen sich die Bezüge um brutto 4,24 Prozent. Der aktuelle Rentenwert steigt damit auf einheitlich 42,52 Euro.

Konkret bedeutet das: Ein Standardrentner mit 45 Beitragsjahren bekommt monatlich 77,85 Euro mehr. Nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung bleiben netto rund 3,7 Prozent übrig. Bei einer Rente von 1.000 Euro sind das etwa 37 Euro mehr, bei 2.000 Euro knapp 74 Euro.

Die Auszahlung erfolgt je nach Rentenbeginn entweder Ende Juni oder Ende Juli.

Steuerlast steigt – Grundfreibetrag auch

Wer 2026 in Rente geht, muss 84 Prozent seiner Bezüge versteuern. Der steuerliche Grundfreibetrag liegt in diesem Jahr bei 12.348 Euro für Alleinstehende und 24.696 Euro für Verheiratete. Der Freibetrag für Hinterbliebenenrenten wurde auf 1.122,53 Euro netto angehoben.

Pflegekräfte verdienen deutlich mehr

Im Pflegesektor steigen die Mindestlöhne. Pflegehilfskräfte erhalten ab Juli 16,52 Euro pro Stunde, qualifizierte Hilfskräfte 17,80 Euro. Pflegefachkräfte verdienen mindestens 21,03 Euro. Eine weitere Anpassung ist für Mitte 2027 geplant.

Aus für Bürgergeld – Grundsicherung mit schärferen Regeln

Das bisherige Bürgergeld wird durch eine Grundsicherung ersetzt. Die Karenzzeit fällt weg, Sanktionen bei Pflichtverletzungen werden verschärft. Das Schonvermögen wird altersabhängig gestaffelt: Bis 30 Jahre liegt die Grenze bei 5.000 Euro, für Über-50-Jährige bei bis zu 20.000 Euro. Die Pfändungsfreigrenze für Alleinstehende steigt auf rund 1.590 Euro netto.

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Steuerfrist endet – App soll helfen

Die Abgabefrist für die Steuererklärung 2025 endet am 31. Juli 2026. Wer Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein einschaltet, hat bis Frühjahr 2027 Zeit. Rund 11,5 Millionen Menschen – vor allem ledige Arbeitnehmer ohne Kinder und Rentner – können ab Juli die App „MeinElster+“ nutzen. Sie soll die Abgabe vereinfachen.

Fliegen wird günstiger

Die Luftverkehrsteuer sinkt. Je nach Distanz sparen Reisende zwischen 2,50 und 11,40 Euro pro Ticket. Kurzstreckenflüge kosten nun 13,03 Euro Steuer, Mittelstrecken 33,01 Euro, Langstrecken 59,43 Euro.

Online-Handel: Pauschalzoll für Importe

Wer Waren aus Nicht-EU-Staaten bestellt, muss neue Zollregeln beachten. Für Importe unter 150 Euro Wert wird ein Pauschalzoll von 3 Euro pro Warenkategorie fällig. Gleichzeitig endet der Tankrabatt.

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Punktehandel verboten – Bußgeld bis 30.000 Euro

Der gewerbliche Handel mit Flensburger Punkten ist ab sofort untersagt. Verstöße können mit Bußgeldern von bis zu 30.000 Euro geahndet werden.

Weitere Änderungen

Der Eintritt für den Kölner Dom wurde auf 12 Euro festgesetzt. Der Abschuss von Wölfen wird erleichtert – die Jagdzeit läuft vom 1. Juli bis 31. Oktober. E-Zigaretten müssen künftig zurückgenommen werden. Im Einzelhandel gelten bis Ende Juli neue Kennzeichnungspflichten für Duftstoffe sowie das Recht auf Reparatur.

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