Reisepass-Urteil, Gemeinden

Reisepass-Urteil: Gemeinden haften für Fahndungsfehler

12.06.2026 - 18:49:43 | boerse-global.de

Bundesgerichtshof spricht Urlauber Schadenersatz zu, weil Behörde Fahndungsmeldung nicht löschte. Kommunen müssen nun für Passfehler geradestehen.

BGH-Urteil: Gemeinden haften für fehlerhafte Pass-Einträge
Reisepass-Urteil - Eine Person mit zerknittertem Reisepass und Smartphone vor einer Anzeigetafel am Flughafen, die einen gestrichenen Flug zeigt. 12.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Reisende bekommen mehr Rechte: Der Bundesgerichtshof verurteilte eine Gemeinde zu Schadenersatz, weil sie eine Fahndungsmeldung nicht gelöscht hatte. Einem Urlauber wurde daraufhin die Einreise nach Neuseeland verweigert.

Das Urteil vom 11. Juni (III ZR 179/25) hat weitreichende Folgen für Kommunen. Sie haften nun für Fehler bei Pass-Einträgen. Konkret ging es um einen als verloren gemeldeten Reisepass, den die Behörde nach dem Wiederauffinden nicht aus den Fahndungssystemen INPOL und SIS entfernte. Der Schaden: 12.714 Euro Reisepreis plus 1.600 Euro Umbuchungskosten.

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Steuerfallen bei Workation und digitalem Nomadentum

Wer Arbeit und Urlaub kombiniert, sollte vorsichtig sein. Steuerfachleute warnen vor rechtlichen Fallstricken bei hybriden Arbeitsmodellen. Die Verbindung von Dienstreise mit privatem Urlaub oder das Arbeiten am Strand erfordert frühzeitige Beratung – sonst drohen steuerliche Nachteile.

Die Digitalisierung der Steuerverwaltung kommt nur langsam voran. Während Estland mit radikalen Rechtsvereinfachungen schnelle Steuererklärungen ermöglicht, bleibt Deutschland auf Steuerberater angewiesen. Selbst Pilotprojekte wie „AMSEL“ stoßen an Grenzen: Kontobuchungen allein liefern keine ausreichende steuerliche Einordnung für eine automatisierte Abwicklung.

Immer mehr Berufstätige wählen das Modell des digitalen Nomadentums. Alicante in Spanien lockt mit niedrigeren Mieten und geringeren Versicherungskosten. Doch die Anpassung an lokale Lebensrhythmen und die rechtliche Absicherung im Ausland bleiben Herausforderungen.

KI übernimmt Reisekosten-Verwaltung

Unternehmen setzen zunehmend auf Künstliche Intelligenz für das Ausgabenmanagement. Der Finanzdienstleister Pleo startet im Juli eine Beta-Phase für KI-Agenten, die Rechnungsprüfung, Treasury und Buchhaltung automatisieren.

73 Prozent der Finanzteams sehen laut einer Umfrage ihre Zukunft in der KI. Gleichzeitig klafft eine Qualifizierungslücke: 63 Prozent der Befragten geben an, dass es in ihren Abteilungen an den nötigen Kenntnissen fehlt.

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Weniger Reisen, mehr Kosten

Die Deutschen geben mehr für Urlaub aus – aber reisen seltener. 2025 lagen die Ausgaben bei 92 Milliarden Euro. Die absolute Zahl der Reisen bleibt jedoch unter dem Niveau vor der Pandemie.

59 Prozent der Reisenden haben ihre Gewohnheiten angepasst. Statt einer großen Jahresreise gibt es häufiger kürzere Trips. Last-Minute-Angebote gewinnen für 21 Prozent an Bedeutung.

Bei Gruppenreisen droht Streit: Eine Umfrage des Anbieters Tricount zeigt, dass es bei über 30 Prozent der gemeinsamen Urlaube zu Konflikten über die Kostenverteilung kommt. Tourismusexperten raten zu Abrechnungs-Apps und klaren Budgetabsprachen im Vorfeld.

Börse im Sommer: Sell in May war 2026 ein Fehler

Anleger sollten auch im Urlaub wachsam bleiben. Die alte Börsenweisheit „Sell in May“ wäre in diesem Jahr ein Verlustgeschäft gewesen – der DAX verzeichnete im Mai ein Plus von vier Prozent.

Finanzexperten empfehlen, Stop-Loss-Orders anzupassen und Kursalarme zu aktivieren. Depots einfach unkontrolliert zu lassen, kann teuer werden.

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