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Red Storm Charlie: 60 Institutionen üben gemeinsam mit der Bundeswehr

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 04:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bundeswehr und zivile Partner trainieren in Hamburg Truppenverlegung, Drohnenabwehr und Notfallversorgung; eine Protestdemo ist für Samstag angekündigt.

Red Storm Charlie: Bundeswehr übt mit 60 Organisationen in Hamburg
Ein industrieller Containerterminal im Hamburger Hafen bei Dämmerung mit Kränen und gestapelten Containern. Illustration mit AI erstellt.

In Hamburg hat am 24. September 2026 die dreitägige zivil-militärische Großübung „Red Storm Charlie“ begonnen. Bis zum 26. September 2026 trainieren die Bundeswehr und zivile Stellen die logistische Verlegung von NATO-Truppen und Material über den Hamburger Hafen an die Ostflanke des Bündnisses.

Als Hintergrund dient ein Szenario mit verschärften Spannungen im Baltikum mit Russland. Nach Angaben der Bundeswehr fällt das Vorhaben größer aus als die vorangegangenen Übungen „Red Storm Alpha“ und „Red Storm Bravo“.

Umfassendes Szenario mit Drohnenabwehr und Notfallversorgung

Rund 500 Soldatinnen und Soldaten nehmen an den Manövern teil. Insgesamt wirken nach Bundeswehrangaben deutlich mehr als 1.500 Personen mit, während andere Berichte von mehr als 1.700 Teilnehmenden sprechen.

Zu den praktischen Einsatzszenarien zählt ein Training am Terminal O’Swaldkai der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), bei dem Bundeswehr und Polizei gemeinsam das Abfangen von zwei feindlichen Drohnen sowie das Unschädlichmachen des Drohnenpiloten üben.

Darüber hinaus umfasst der Übungsplan der Bundeswehr weitere Notfalllagen. Trainiert werden die Bewältigung eines Chemieunfalls, Sabotageakte gegen einen Zug mit Militärgütern sowie die Versorgung zahlreicher verletzter Soldaten in einem Ersatzkrankenhaus, das in einer Tiefgarage eingerichtet wird.

Für die Verlegungen ist ein Stadtkonvoi mit bis zu 70 Militärfahrzeugen vorgesehen, wobei die Fahrzeugbewegungen überwiegend nachts stattfinden sollen.

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Beteiligung von Behörden, Rettungsdiensten und Privatwirtschaft

Am 24. September 2026 teilte die Bundeswehr mit, dass sich insgesamt 60 Institutionen, Behörden und Unternehmen an der Übung beteiligen. Zu den mitwirkenden Organisationen gehören unter anderem die Polizei, die Feuerwehr, das Technische Hilfswerk (THW) und das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Aus der Wirtschaft sind neben der HHLA auch die Hamburg Port Authority (HPA) sowie Airbus eingebunden.

Erstmals nimmt zudem die Schwarz Gruppe an „Red Storm Charlie“ teil. Dabei proben die Schwarz Unternehmenssicherheit, Lidl Deutschland und Kaufland interne Krisenstabsabläufe. Lidl übernimmt Aufgaben der Notfalllogistik und die Bereitstellung von Trinkwasser, welches von der Schwarz Produktion hergestellt wird.

Das Unternehmen PreZero verantwortet das Wertstoffmanagement an den Versorgungsstützpunkten. Ein Bundeswehrvertreter empfahl Haushalten im Zusammenhang mit der Übung, Vorräte an Trinkwasser und Lebensmitteln für einen Zeitraum von drei bis zehn Tagen vorzuhalten.

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Wahrnehmbarkeit im Stadtgebiet und angekündigte Proteste

Die Bundeswehr wies am 24. September 2026 darauf hin, dass Militärkolonnen sowie Hubschraubereinsätze im Hamburger Stadtgebiet wahrnehmbar sein und zu Verkehrseinschränkungen sowie Lärm führen können. Neben den militärischen und zivilen Abläufen formiert sich auch Widerspruch gegen das Manöver: Für Samstag, den 26. September 2026, ist ab 14 Uhr eine Protestdemonstration angekündigt, die vom Jungfernstieg zu den Landungsbrücken führen soll.

Mehr zum Thema bei n-tv: „Militärübung Red Storm Charlie: Bundeswehr trainiert in Hamburg die Bekämpfung von Drohnen - n“

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