Radonschutz, DINTS

Radonschutz: DIN/ TS 18117 regelt Abdichtung in Neubauten

Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 16:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de

DIN/TS 18117 bündelt Vorgaben für Radonschutz. Sika bietet geprüfte Abdichtungen, während Aktivkohlefilter und Ozonlösungen ergänzend diskutiert werden.

Radonschutz im Gebäude: DIN/TS 18117 und zertifizierte Systeme
Betonfundament eines Rohbaus mit Bewehrungsstahl in natürlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

In aktuellen Fachbeiträgen wird verstärkt auf die Bedeutung zertifizierter Abdichtungssysteme hingewiesen, um den Eintritt des radioaktiven Gases Radon in Gebäude zu verhindern. Diese Schutzmaßnahmen betreffen sowohl Neubauprojekte als auch die Sanierung bestehender Bausubstanz.

Die technischen Anforderungen für den Schutz von Arbeits- und Aufenthaltsräumen sind dabei maßgeblich in der technischen Spezifikation DIN/TS 18117 geregelt, um einheitliche Standards für die Bauausführung zu gewährleisten.

Normative Vorgaben und präventive Bauplanung

Der Schutz vor Radon hat in der Bauplanung erheblich an Bedeutung gewonnen. Experten weisen darauf hin, dass die Berücksichtigung von Radonschutzmaßnahmen bereits in der frühen Planungsphase eines Gebäudes signifikante Kostenvorteile bietet.

Durch die frühzeitige Integration zertifizierter Systeme lassen sich aufwendige und teure Nachbesserungen vermeiden, die oft notwendig werden, wenn die Radonkonzentration erst nach Fertigstellung des Gebäudes gemessen wird.

Im Zentrum der baulichen Umsetzung steht die DIN/TS 18117. Sie definiert den Einsatz von Abdichtungen, die eine Barriere gegen das aus dem Erdreich diffundierende Gas bilden. Radon gilt als radioaktives Gas und wird als eine der Hauptursachen für Lungenkrebserkrankungen identifiziert. Da es farb- und geruchlos ist, bleibt es ohne entsprechende Messtechnik und bauliche Vorsorge oft unbemerkt.

Zertifizierte Systemlösungen für Neubau und Sanierung

Der Spezialchemie-Hersteller Sika stellt für diese Anforderungen eine Reihe von Radonschutzsystemen bereit, die für unterschiedliche Einsatzbereiche konzipiert sind. Für die Beschichtung von Bodenflächen bietet das Unternehmen Produkte wie Sikafloor-264 Plus an, das eine IAF-Prüfung vorweist. Weitere verfügbare Systeme für die Oberflächenabdichtung sind Sikafloor-392 und Sikafloor-2640.

Anzeige

Radon ist unsichtbar und geruchlos – doch die Folgen sind gravierend. Wer bereits in der Planungsphase die richtigen Abdichtungen vorsieht, spart später teure Nachbesserungen. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie die DIN/TS 18117 Schritt für Schritt umsetzen. Jetzt kostenlosen Radonschutz-Leitfaden anfordern

Für die Abdichtung von Fugen und Übergängen, die oft kritische Schwachstellen für den Gaseintritt darstellen, wird das System Sikadur-Combiflex TF eingesetzt. Im Bereich der erdberührten Bauteile kommen zudem die Produkte SikaProof A+ und SikaProof P 12 zur Anwendung.

Für spezifische Instandsetzungsarbeiten wird SikaTop-126 Pro angeführt, welches über eine entsprechende CE-Kennzeichnung verfügt. Diese zertifizierten Systeme ermöglichen es, die Gebäudehülle dauerhaft gegen das Eindringen von Bodenluft abzudichten.

Technische Ansätze zur Reduzierung der Radonbelastung

Ergänzend zu baulichen Abdichtungsmaßnahmen werden technische Lösungen zur Luftreinigung diskutiert. Informationen von Tianwang Solar Technology verdeutlichen jedoch, dass herkömmliche Luftreiniger, die lediglich mit HEPA-Filtern ausgestattet sind, Radon nicht aus der Raumluft entfernen können.

Das Gas ist zu feinteilig für diese Filtermechanismen. Stattdessen seien spezielle Luftreiniger mit Aktivkohlefiltern in der Lage, Radon durch Adsorption zu binden.

Anzeige

Bei der Sanierung bestehender Gebäude ist der nachträgliche Radonschutz oft aufwendig und teuer. Mit der richtigen Systemauswahl und fachgerechten Ausführung dichten Sie Fugen und erdberührte Bauteile dauerhaft ab. Erfahren Sie, welche zertifizierten Abdichtungssysteme sich für die Sanierung eignen. Radonschutz-Sanierungsleitfaden jetzt sichern

Ein weiterer technologischer Ansatz zur Senkung der Radonbelastung ist der Einsatz von Ozongeneratoren. Laut Angaben von Tianwang Solar Technology können Geräte mit einer Leistung von 5g, 10g oder 20g Radon abbauen. Allerdings wird hierbei zur Vorsicht gemahnt, da Ozon in hohen Konzentrationen gesundheitsschädlich wirkt.

Bei der Auswahl solcher technischen Geräte sollte zudem die Clean Air Delivery Rate (CADR) beachtet werden. Grundsätzlich empfehlen Fachleute, die Radonwerte in betroffenen Räumen regelmäßig zu testen, um die Wirksamkeit der getroffenen Schutzmaßnahmen zu überprüfen.

Disclaimer...

de | wirtschaft | 70064129 |