Qiagen, EQT

Qiagen: EQT bietet 46,50 Euro je Aktie für Dax-Konzern

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 06:53 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der schwedische Finanzinvestor EQT bietet gemeinsam mit Partnern 46,50 Euro je Qiagen-Aktie in bar. Die Gremien des Diagnostikkonzerns unterstützen die Vereinbarung, für den Abschluss gilt eine Mindestannahmeschwelle.

Qiagen-Angebot erreicht entscheidende Verfahrensphase

  • EQT will Qiagen über ein Übernahmevehikel gemeinsam mit weiteren Investoren erwerben.
  • Qiagen hat seinen Deutschlandsitz in Hilden bei Düsseldorf.
  • Das Angebot setzt eine Mindestannahme von 50 Prozent des Kapitals plus einer Aktie voraus.
Der Finanzinvestor EGT hat ein Angebot für den Diagnostikkonzern Qiagen vorgelegt (Archivbild) - Bild: Fabian Strauch/dpa

EQT legt Angebot für Qiagen vor

Der schwedische Finanzinvestor EQT will den Labordienstleister und Diagnostikkonzern Qiagen übernehmen. Über ein Übernahmevehikel sollen je Aktie 46,50 Euro in bar gezahlt werden.

Qiagen-Gremien unterstützen Vereinbarung

An dem Übernahmevehikel sollen auch der Staatsfonds von Abu Dhabi und der kanadische Pensionsfonds CPP Investment Board beteiligt sein. Die Beteiligten schlossen eine Vereinbarung über einen Unternehmenszusammenschluss, und die Qiagen-Gremien verpflichteten sich, das Angebot zu unterstützen.

Das Angebot soll eine Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent des Kapitals plus einer Aktie vorsehen. Damit wäre eine Mehrheit der Anteilseigner erforderlich, bevor der Zusammenschluss vollzogen werden kann.

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Qiagen mit 10,8 Milliarden Euro bewertet

Qiagen wird in dem Gebot mit einem Unternehmenswert inklusive Schulden von rund 10,8 Milliarden Euro bewertet. Der Deutschlandsitz des Dax-Konzerns liegt in Hilden bei Düsseldorf.

Über einen Verkauf des Dienstleisters für die Pharmaindustrie war bereits längere Zeit spekuliert worden. Zuletzt hatten sich die Anzeichen für einen Deal verdichtet, bevor nun die Vereinbarung über den Unternehmenszusammenschluss bekannt wurde.

Strategische Optionen seit dem Frühjahr

Qiagen hatte im Frühjahr bestätigt, mithilfe von Banken strategische Optionen auszuloten. Diese Suche sollte unter dem neuen Konzernchef Jonathan Pratt weitergeführt werden, der sein Amt Anfang September angetreten hatte.

Die Spekulationen über einen Verkauf beflügelten seit einiger Zeit auch den Aktienkurs von Qiagen. Mit dem EQT-Angebot beginnt nun das formelle Verfahren, in dem die Anteilseigner über die Annahme des Angebots entscheiden.

Das Übernahmeangebot markiert einen wichtigen Schritt in einem Verkaufsprozess, den Qiagen bereits im Frühjahr vorbereitet hatte. Der Diagnostikkonzern hatte damals bestätigt, mithilfe von Banken strategische Optionen zu prüfen; mit der nun geschlossenen Vereinbarung liegt erstmals ein konkretes öffentliches Angebot vor.

Der gebotene Preis bewertet Qiagen einschließlich Schulden mit rund 10,8 Milliarden Euro. Für die Aktionäre ist entscheidend, ob die Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent des Kapitals plus einer Aktie erreicht wird. Die Unterstützung der Qiagen-Gremien kann die Annahme erleichtern, ersetzt aber nicht die Zustimmung der Anteilseigner.

Finanzinvestor setzt auf Gesundheitsdiagnostik

EQT würde Qiagen gemeinsam mit langfristig orientierten Kapitalgebern übernehmen. Die Beteiligung des Staatsfonds von Abu Dhabi und des kanadischen Pensionsfonds CPP Investment Board deutet auf eine Finanzierung mit mehreren großen institutionellen Partnern hin. Für Qiagen steht dabei nicht nur der Eigentümerwechsel im Mittelpunkt, sondern auch die künftige strategische Ausrichtung unter dem neuen Konzernchef Jonathan Pratt.

Was Aktionäre nun beachten

Das Angebot von 46,50 Euro je Aktie schafft einen klaren Referenzpreis für die weitere Bewertung des Unternehmens. Aktionäre müssen im weiteren Verfahren insbesondere die Angebotsunterlagen, die Annahmefrist und mögliche behördliche Bedingungen beachten. Ob der Deal zustande kommt, hängt neben der Mindestannahmeschwelle vom vollständigen Ablauf des Übernahmeverfahrens ab.

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