Psychische Erkrankungen: +6,9 Prozent Anstieg bei Fehltagen
30.05.2026 - 16:48:52 | boerse-global.deDaten der DAK-Gesundheit von Anfang 2025 zeigen: Der Krankenstand stabilisierte sich bei 5,4 Prozent, das sind 19,5 Fehltage pro Kopf. Besonders alarmierend: Psychische Erkrankungen legten um 6,9 Prozent auf 366 Fehltage pro 100 Versicherte zu. Im Gesundheitswesen liegt die Ausfallquote mit 6,2 Prozent sogar über dem Durchschnitt. Die Krankenkasse brachte daher das Modell einer Teilkrankschreibung ins Gespräch.
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Das Arbeitsklima ist besser als sein Ruf
Doch der Blick aufs große Ganze überrascht. Laut IW-Arbeitsklima-Index vom Ende des ersten Quartals 2026 bewerten rund 70 Prozent der Beschäftigten die Zusammenarbeit mit Kollegen und Führungskräften als gut oder sehr gut. 66 Prozent lobten die Flexibilität an ihrem Arbeitsplatz. Allerdings zeigt sich ein klares Gefälle: Gesunde Firmen erreichen eine Durchschnittsnote von 2,6, Krisenbetriebe fallen auf 3,0 ab.
Kontrollverlust als Stressfaktor Nummer eins
Was macht Arbeit nun wirklich krank? Der Stressforscher Professor Adli gab Ende Mai 2026 eine klare Antwort: Nicht die bloße Dichte an Reizen oder das Leben in der Stadt sei das Problem. Entscheidend sei das Gefühl eines dauerhaften, unvorhersehbaren und unkontrollierbaren Kontrollverlusts.
In der Consulting-Branche verschärfen Generationenkonflikte die Situation. Eine Lünendonk-Studie aus dem Frühjahr 2026 zeigt: 49 Prozent der Beratungsunternehmen haben erhebliche Probleme mit Fluktuation. In rund 30 Prozent der Häuser liegt die Rate sogar über 15 Prozent. Die Lösung? Mehr Empathie in der Projektleitung und eine veränderte Führungshaltung.
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Lachen als Medizin – aber Vorsicht vor Hormon-Hype
Unkonventionelle Methoden halten Einzug in die Prävention. Die Neurowissenschaftlerin Jacqueline Harding zeigte 2026: Humor und gemeinsames Lachen senken die Ausschüttung von Cortisol und Adrenalin, während Glückshormone wie Dopamin und Serotonin steigen. Das stärkt langfristig Immunsystem und Gedächtnis.
Doch Vorsicht vor sozialen Medien: Ein verstärktes Suchinteresse an Hormonwerten führt zu einem Boom unbewiesener Nahrungsergänzungsmittel. Mediziner warnen: Echte hormonelle Erkrankungen sind selten. Selbstmedikation ohne gesicherte Diagnose kann gefährlich sein.
Internationale Standards und neue Weiterbildungen
Das Thema „Human Sustainability“ gewinnt global an Bedeutung. Beim Human Sustainability Summit in Neu-Delhi diskutierten Experten Ende Mai 2026 über Arbeitsplätze, die das Wohlbefinden nicht beeinträchtigen. In Brasilien wurden psychosoziale Risiken per Richtlinie NR-1 zum festen Bestandteil des Pflichtmanagements. Kostenlose Online-Kurse zu Burnout-Prävention boomen.
Auch in Deutschland reagieren Kammern und Bildungsinstitute. Die Handwerkskammer Mannheim bietet ein Web-Seminar für Führungskräfte im Handwerk, die IHK Osnabrück stellt Gesundheit als Wirtschaftsfaktor in den Fokus. Beispiele aus der Praxis: Immer mehr Mittelständler führen Leasing-Programme für Fahrräder ein. Hinzu kommen Formate zur Entscheidungsfindung in unsicheren Zeiten und Netzwerkevents für Frauen in Führungspositionen.
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