Psychische, Erkrankungen

Psychische Erkrankungen: 20% in OECD-Staaten, zwei Drittel ohne Hilfe

Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 10:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Hohe Krankheitsraten und Versorgungslücken prägen den Arbeitsmarkt. Neue Angebote und Vorschriften zielen auf digitale Gesundheitsförderung.

Psychische Erkrankungen: Prävention und digitale Lösungen am Arbeitsplatz
Ein aufgeräumter, moderner Arbeitsplatz mit Laptop in einem hellen, ruhigen Büro, der eine Atmosphäre von Fokus und Balance vermittelt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

20 Prozent der Menschen in OECD- und EU-Staaten leiden an psychischen Erkrankungen. Besonders junge Erwachsene sind betroffen. Der Arbeitsplatz rückt damit in den Fokus von Präventionsstrategien.

Versorgungslücke: Zwei Drittel ohne Hilfe

Der Befund ist alarmierend: Fast zwei Drittel der EU-Bevölkerung mit Behandlungsbedarf erhalten keinen ausreichenden Zugang zu professioneller Unterstützung. Das zeigt ein Bericht der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages vom Juli 2026.

Besonders hoch ist der Anteil psychisch erkrankter Menschen bei den 15- bis 24-Jährigen: Rund 25 Prozent in dieser Altersgruppe sind betroffen. Präventive Ansätze im beruflichen Umfeld gewinnen daher zunehmend an Bedeutung.

Steuerberater rüsten sich gegen den Stress

Berufsgruppen mit hohem Digitalisierungsgrad reagieren auf die wachsenden Belastungen. Die Akademie des Steuerberaterverbandes Düsseldorf bietet im Herbst gleich mehrere Formate an.

Im September startet ein Online-Workshop zum Thema Stressmanagement für Kanzleimitarbeiter unter der Leitung von Hannelore Fritz. Eine kostenfreie Informationsveranstaltung folgt im November: Svenja Hebinck erläutert dann Ursachen und Auswirkungen von digitalem Stress – inklusive konkreter Bewältigungsstrategien für das digitale Zeitalter.

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Die Zahlen sind alarmierend: Rund 20 Prozent der Menschen in OECD-Staaten leiden an psychischen Erkrankungen – und fast zwei Drittel erhalten keine ausreichende Hilfe. Für Führungskräfte heißt das: Handeln Sie jetzt, bevor Ihr Team leidet. Unser kostenloser Leitfaden zeigt Ihnen konkrete Schritte, um Stress zu reduzieren und die digitale Gesundheitskompetenz Ihrer Mitarbeiter zu stärken. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern

Neue Regeln: Digitale Betreuung wird erlaubt

Auch regulatorisch passt sich die Arbeitswelt an. Seit Anfang Juni gilt eine überarbeitete Unfallverhütungsvorschrift für Zahnarztpraxen. Die neue DGUV-Vorschrift 2 hebt die Grenze für die vereinfachte sicherheitstechnische und betriebsärztliche Betreuung von 10 auf 20 Beschäftigte an.

Entscheidende Neuerung: Bis zu ein Drittel dieser Betreuung darf künftig digital erfolgen. Parallel fördert das Bundesministerium für Gesundheit Projekte zur Stärkung der digitalen Gesundheitskompetenz. Antragsberechtigt sind Unternehmen, Hochschulen und gemeinnützige Organisationen.

Digitale Teilhabe gegen Einsamkeit

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Besonders junge Erwachsene sind betroffen: 25 Prozent der 15- bis 24-Jährigen kämpfen mit psychischen Erkrankungen. Als HR-Verantwortlicher können Sie gegensteuern – mit den richtigen Präventionsstrategien. Unser Leitfaden liefert Ihnen eine Übersicht zur neuen DGUV-Vorschrift 2 und praktische Tipps für ein gesundes Arbeitsumfeld. Leitfaden zu psychischer Gesundheit jetzt sichern

Niederschwellige Angebote sollen zudem psychischen Folgen wie Einsamkeit vorbeugen. Anfang August war das Projekt „Digitaler Engel“ im Saarland aktiv: Berater unterstützten Interessierte auf öffentlichen Marktplätzen bei der Anwendung digitaler Dienste.

Die kv.digital GmbH treibt derweil die technische Interoperabilität im Gesundheitswesen voran. Ein Workshop im September soll die elektronische Kommunikation zwischen den Akteuren optimieren und technische Barrieren abbauen.

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