Mittelstand, Produktionsverlagerung

Produktionsverlagerung: 31 Prozent großer Firmen planen Schritt

Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 12:29 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Eine Forsa-Umfrage im Auftrag von FTI Andersch zeigt wachsenden Druck auf industrielle Produktionsstandorte in Deutschland. Gleichzeitig wollen viele Unternehmen weiter investieren und neue Technologien einsetzen.

Investitionspläne und Produktionsstandorte

  • 15 Prozent der befragten Industrieunternehmen verlagern Produktionsstätten oder planen eine Verlagerung.
  • Bei Unternehmen mit mehr als 100 Millionen Euro Umsatz liegt der Anteil bei 31 Prozent.
  • 21 Prozent bauen Kapazitäten in Deutschland ab, elf Prozent ganze Produktionsstätten.
Glasfassade an einem Bürohaus (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Industrieunternehmen planen Verlagerung von Produktion

15 Prozent der deutschen Industrieunternehmen verlagern Produktionsstätten oder planen eine solche Verlagerung. Bei Unternehmen mit mehr als 100 Millionen Euro Umsatz beträgt der Anteil 31 Prozent.

Umfrage erfasst zentrale Industriebranchen

Das geht aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag von FTI Andersch hervor, über die das Handelsblatt berichtet. Befragt wurden 150 Geschäftsführer aus der Automobilindustrie, dem Maschinenbau und energieintensiven Branchen wie der Chemieindustrie.

Unternehmen investieren trotz schwieriger Lage

Zwei Drittel der befragten Unternehmen wollen ihre Produktionskapazitäten ausbauen. Jedes zweite Unternehmen plant Investitionen in industrielle Künstliche Intelligenz, wobei offen bleibt, ob diese Investitionen in Deutschland umgesetzt werden.

Kapazitätsabbau in Deutschland

Der Umfrage zufolge bauen 21 Prozent der befragten Unternehmen Kapazitäten in Deutschland ab. Elf Prozent wollen ganze Produktionsstätten im Inland abbauen.

Geschäftserwartungen haben sich eingetrübt

Im Vorjahr hatten 63 Prozent der Befragten Investitionen wegen geopolitischer Unsicherheit und schwieriger Rahmenbedingungen zurückgestellt. Damals erwarteten noch rund 50 Prozent eine bessere Geschäftslage, aktuell sind es 26 Prozent.

65 Prozent rechnen derzeit mit einer annähernd gleichbleibenden Geschäftslage und investieren dennoch.

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