Trefferquote und Chance-Risiko-Verhältnis richtig verrechnen
Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 08:36 Uhr | trading-house.net, AD HOC NEWSTrefferquote trifft auf Erwartungswert
- Das Chance-Risiko-Verhältnis beschreibt, wie möglicher Gewinn und geplanter Verlust zueinander stehen.
- Die Trefferquote allein sagt wenig aus, weil auch die durchschnittliche Größe von Gewinnen und Verlusten zählt.
- Ein gekennzeichnetes Beispiel zeigt, wie der Erwartungswert aus beiden Größen berechnet wird.
- Das Einsteiger-Seminar in Berlin vermittelt diese Rechnung über zwei Tage für einmalig 20 Euro.
Eine Trefferquote von 40 Prozent klingt zunächst nach vielen Fehlversuchen, kann rechnerisch aber dennoch zu einem tragfähigen Handelsansatz passen. Entscheidend ist, wie groß ein durchschnittlicher Gewinn im Verhältnis zum durchschnittlichen Verlust ausfällt. Ein Seminar macht diese Verbindung mit Formeln, Beispielen und Übungen greifbar, statt einzelne Kennzahlen isoliert zu betrachten.
Zwei Zahlen, eine Aussage
Das Chance-Risiko-Verhältnis, kurz CRV, vergleicht den geplanten möglichen Gewinn mit dem Betrag, der bis zum Stop-Loss riskiert wird. Bei einem Verhältnis von 1:2 soll der mögliche Gewinn doppelt so groß sein wie der geplante Verlust; die erste Zahl steht dabei für eine Risikoeinheit, die zweite für den möglichen Ertrag. Das CRV beschreibt zunächst nur ein einzelnes Setup und ist keine Aussage darüber, wie oft das Ziel tatsächlich erreicht wird.
Die Trefferquote misst dagegen den Anteil der Trades, die mit einem Gewinn enden: 4 von 10 abgeschlossenen Trades entsprechen beispielsweise 40 Prozent. Sie sagt nichts über die Größe der Gewinner und Verlierer aus. Ein Ansatz mit vielen kleinen Gewinnen und wenigen großen Verlusten kann deshalb schwächer abschneiden als ein Ansatz mit weniger Treffern, aber größeren durchschnittlichen Gewinnern.
Der Erwartungswert im Beispiel
Der Erwartungswert verbindet beide Seiten. Vereinfacht lautet die Rechnung: Trefferquote mal durchschnittlicher Gewinn minus Verlustquote mal durchschnittlicher Verlust. In Risikoeinheiten kann ein geplanter Verlust von 1R als Vergleichsgröße dienen, wobei R den vorher festgelegten Betrag des jeweiligen Risikos bezeichnet.
Beispiel: Angenommen, ein Lernansatz erreicht 40 Prozent Trefferquote. Bei jedem Gewinn entstehen durchschnittlich 200 Euro, bei jedem Verlust 100 Euro. Dann ergibt sich: 0,40 mal 200 Euro minus 0,60 mal 100 Euro = 80 Euro minus 60 Euro = 20 Euro durchschnittliches Ergebnis pro Trade vor Kosten. Das ist eine Rechenübung und kein Erfolgsversprechen; einzelne Ergebnisse können deutlich abweichen.
Für den rechnerischen Ausgleich ohne Kosten gilt bei einem CRV von 1:2 die Formel 1 geteilt durch 1 plus 2, also rund 33 Prozent notwendige Trefferquote. Gebühren, Spreads, Ausführungsabweichungen und vorzeitige Ausstiege können die tatsächliche Rechnung verändern. CFDs, Futures, Forex und Kryptowerte sind risikoreich; Risikobegrenzung und das Üben am Demokonto gehören deshalb zu einer verantwortungsvollen Lernpraxis.
Was die Kennzahlen verschleiern
Ein häufiger Denkfehler besteht darin, eine hohe Trefferquote mit Qualität gleichzusetzen. Ebenso kann ein scheinbar großes CRV künstlich entstehen, wenn das Kursziel unrealistisch weit entfernt liegt oder der Stop-Loss zu eng gewählt wird. Sinnvoller ist, vor dem Trade die Ungültigkeit der Idee, den Stop, das Ziel und die Positionsgröße festzuhalten und später die tatsächlichen Durchschnittswerte in einem Handelsjournal zu prüfen.
Rechnen im Berliner Einsteiger-Seminar
Im Einsteiger-Seminar in Berlin wird das Thema vor allem im Block Risiko- und Positionsmanagement behandelt. Teilnehmer erarbeiten, wie Positionsgrößen aus Stop-Abstand und festgelegtem Risiko abgeleitet werden, wie CRV und Trefferquote zusammenwirken und warum ein Ergebnis aus wenigen Trades keine belastbare Bewertung erlaubt. Die Grundlagen und ersten Schritte mit gehebeltem Handel, Demokonto und Risikobegrenzung werden mit Charttechnik, Handelsstrategien, Praxis an Aktien, Forex und Krypto sowie einem Einblick in automatisierte Handelssysteme verbunden.
Das zweitägige Intensiv-Seminar richtet sich ausschließlich an Trading-Einsteiger ohne Vorwissen. Theorie und Praxisbeispiele bauen logisch aufeinander auf und werden im Schulungsraum der trading-house.net AG, Lietzenburger Straße 107, 10707 Berlin, bearbeitet. Tag eins läuft von 10.00 bis 18.00 Uhr, Tag zwei von 10.00 bis 14.00 Uhr. Der einmalige Zugangsbeitrag für beide Tage beträgt 20 Euro; pro Person ist die Teilnahme einmalig möglich. Der vollständige Ablauf steht als PDF bereit, und aktuelle Termine enthält das Einsteiger-Seminar in Berlin der trading-house Börsenakademie.
Rechnen ersetzt keine Nachbereitung
Das Zusammenspiel von Trefferquote, CRV und Erwartungswert hilft allen Lernenden, Handelsideen nüchterner zu beurteilen. Ein zweitägiges Präsenzseminar bietet dafür konzentrierte Erklärungen, Rückfragen, Demokonto-Übungen und Austausch in einer festen Gruppe. Es ersetzt jedoch weder wochenlanges eigenes Üben noch die Prüfung eines Ansatzes über ausreichend viele dokumentierte Trades; Vorbereitung, Mitarbeit und Nachbereitung bleiben entscheidend.
Termine und Ablauf des Berliner Einsteiger-Seminars prüfen
Hinweis: Das Einsteiger-Seminar in Berlin ist ein Angebot der trading-house Börsenakademie der trading-house.net AG. AD HOC NEWS ist eine Tochtergesellschaft des trading-house.net Konzerns. Dieser Beitrag dient der Information und Bildung, ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Handel mit Finanzinstrumenten. Der Handel mit Hebelprodukten, CFDs und Kryptowerten ist mit hohen Risiken verbunden und kann zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen.
