Mehrere offene Trades brauchen eine gemeinsame Risikogrenze
Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 11:43 Uhr | trading-house.net, AD HOC NEWSOffene Trades gemeinsam rechnen
- Die Positionsgröße richtet sich nach Risikobetrag und Stop-Loss-Abstand, nicht nach dem verfügbaren Platz.
- Ein Beispiel mit drei Positionen zeigt, wie Einzelrisiken zum Gesamtrisiko addiert werden.
- Korrelation, Hebel, Margin und Verlustlimits gehören in die Prüfung vor jedem neuen Trade.
- Im 1:1-Coaching arbeiten Kunden zwei Stunden per Videochat für 169 Euro am eigenen Regelwerk.
Drei offene Trades, drei Stop-Loss-Marken und doch nur ein Risikobudget: Genau an dieser Stelle wird aus einer Einzelrechnung eine Kontorechnung. Dieses Rechenstück zeigt Tradern mit Grundkenntnissen, wie sich die Positionsgröße bei mehreren offenen Trades ableitet. Risikomanagement bedeutet dabei nicht nur, jeden Trade korrekt zu planen, sondern auch die Summe aller möglichen Verluste im Blick zu behalten.
Die Rechnung beginnt pro Position
Die Grundformel bleibt einfach: Risikobetrag geteilt durch das Risiko je Einheit ergibt die Positionsgröße. Der Risikobetrag entsteht aus dem festgelegten Anteil des Kapitals. Das Risiko je Einheit ist der Abstand zwischen Einstieg und Stop-Loss, multipliziert mit dem Wert einer Einheit, eines Kontrakts oder eines Punkts in der Kontowährung.
Beispiel: Angenommen, das festgelegte Gesamtkapital beträgt 10.000 Euro und das Risiko je Trade 1 Prozent. Damit stehen pro Position 100 Euro zur Verfügung. Bei einem Stop-Abstand von 2 Euro pro Einheit ergibt sich eine Positionsgröße von 50 Einheiten. Ein weiter entfernter Stop-Loss führt bei gleichem Risikobetrag zu einer kleineren Position; ein engerer Stop kann eine größere Position erlauben, sofern der Stop fachlich sinnvoll liegt.
Drei Trades, ein Risikolimit
Beispiel mit drei Positionen: Position A wird auf 100 Euro Risiko bis zum Stop kalkuliert, Position B auf 80 Euro und Position C auf 60 Euro. Das geplante Gesamtrisiko beträgt 240 Euro, also 2,4 Prozent des angenommenen Kapitals. Ein persönliches Gesamtlimit von beispielsweise 250 Euro wäre damit fast ausgeschöpft. Ein weiterer Trade darf dann nicht automatisch wieder mit 100 Euro kalkuliert werden, sondern nur mit dem verbleibenden Budget oder gar nicht.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen geplantem Risiko und tatsächlich ausgeführtem Verlust. Slippage, Kurslücken und eine verzögerte Ausführung können dazu führen, dass ein Stop nicht exakt zum vorgesehenen Preis greift. CFDs, Futures, Forex und Kryptowerte sind risikoreiche Instrumente; Risikobegrenzung und das Arbeiten im Demokonto gehören deshalb zum Lernprozess.
Gemeinsame Treiber erkennen
Die Addition der Stop-Risiken ist der erste Schritt. Danach folgt die Frage, ob die drei Positionen wirklich unterschiedliche Risiken darstellen. Bewegen sie sich wegen desselben Indexfaktors, derselben Währung, desselben Sektors oder derselben Marktidee in eine ähnliche Richtung, entsteht ein Klumpenrisiko. Drei jeweils kleine Positionen können dann wie eine einzige größere Wette wirken.
Ein praktikabler Kontrollablauf besteht aus vier Zahlen: dem Risiko jeder offenen Position, dem addierten offenen Risiko, dem noch freien Tages- oder Wochenlimit und dem Anteil, der auf einen gemeinsamen Treiber entfällt. Hebel und Margin verändern nicht die Logik der Risikorechnung, können aber die gebundene Sicherheitsleistung und die Empfindlichkeit des Kontos deutlich beeinflussen. Take-Profit und Gewinnmitnahme ersetzen keine Verlustgrenze, und ein Journal hält fest, ob die geplante Größe tatsächlich eingehalten wurde.
Positionsgröße im Coaching prüfen
Das Coaching zum Risikomanagement der trading-house.net AG setzt bei diesem Rechenproblem am eigenen Regelwerk an. Im Block Grundlagen des Risikomanagements im CFD-Trading wird gemeinsam geprüft, ob Einzelrisiko, Gesamtrisiko und ein Limit für gleichzeitig offene Trades klar definiert sind. Stop-Loss und Take-Profit behandeln Verlustbegrenzung und Gewinnmitnahme; Hebel und Margin werden realistisch eingeordnet und bewusst eingesetzt.
Das persönliche 1:1-Coaching dauert zwei Stunden und findet per Videochat mit einem Experten der trading-house.net AG statt. Es richtet sich an Kunden der trading-house.net AG, Einsteiger wie erfahrene Trader, und wird individuell abgestimmt. Die fünf Inhaltsblöcke umfassen Grundlagen, Stop-Loss und Take-Profit, Hebel und Margin, Trading-Psychologie sowie Diversifikation und Absicherung. Eigene Fragen, Live-Beispiele und das eigene Konto- und Regelwerk können dabei den Schwerpunkt bilden. Die vollständige Inhaltsübersicht steht als PDF auf der Coaching-Seite zum Risikomanagement. Der Preis beträgt 169 Euro; die Buchung erfolgt über die Coaching-Seite, danach folgt eine kurzfristige individuelle Terminvereinbarung. Fragen vorab können telefonisch unter +49 30 5900 9110 geklärt werden.
Eine Grenze für alle offenen Trades
Die Positionsgröße ist bei mehreren offenen Trades erst dann sauber bestimmt, wenn auch das verbleibende Gesamtrisiko berücksichtigt wird. Ein zweistündiges 1:1-Coaching kann sinnvoll sein, wenn einzelne Formeln bekannt sind, aber die Übertragung auf mehrere Positionen, Korrelationen und persönliche Verlustlimits noch nicht im Regelwerk steht. Die Umsetzung danach bleibt eigene Aufgabe: Kein Coaching ersetzt Disziplin, Journalführung oder die eigenständige Handelsentscheidung.
Persönliches 1:1-Coaching für gemeinsame Risikorechnung buchen
Hinweis: Das Coaching zum Risikomanagement ist ein kostenpflichtiges Angebot der trading-house.net AG für ihre Kunden. AD HOC NEWS ist eine Tochtergesellschaft des trading-house.net Konzerns. Dieser Beitrag dient der Information und Bildung, ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Handel mit Finanzinstrumenten. Der Handel mit Hebelprodukten, CFDs und Kryptowerten ist mit hohen Risiken verbunden und kann zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen.
