MAGNETOM Sola 1,5 Tesla MRT von Siemens Healthineers - 70 cm Open Bore und 4,2 Tonnen Systemgewicht
Veröffentlicht am: 12.09.2026 um 11:37 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
MAGNETOM Sola 1,5 Tesla von Siemens Healthineers richtet sich an radiologische Abteilungen und Kliniken, die ein leistungsfähiges Ganzkörper-MRT mit moderner Bildgebung und effizientem Energie- und Helium-Management suchen. Das System kombiniert eine Feldstärke von 1,5 Tesla mit einer 70 cm Open-Bore-Gantry, um Patienten mit unterschiedlicher Statur und ausgeprägter Platzangst aufnehmen zu können. Mit einem Betriebsgewicht von etwa 4,2 Tonnen und einer empfohlenen Mindestraumgröße von rund 28 m² gehört der Scanner klar in den professionellen Krankenhausbau.
Technische Basis mit 1,5 Tesla und 70 cm Open Bore
Im Zentrum von MAGNETOM Sola steht ein supraleitender Magnet mit einer Feldstärke von 1,5 Tesla, der ein breites Spektrum klinischer Anwendungen von der Neuro- bis zur muskuloskelettalen Diagnostik abdeckt. Die Gantryöffnung ist als 70 cm Open-Bore-Design ausgeführt, was die Lagerung kräftiger Patienten und Untersuchungen mit zusätzlicher Ausrüstung wie Spulen oder Monitoring erleichtert. Laut den technischen Spezifikationen beträgt die Länge der Gantry inklusive Gehäuse etwa 157 cm, sodass sich der Einbau in typische MRT-Räume mit begrenzter Tiefe planen lässt.
Das System nutzt Zero-Helium-Boil-off-Technologie, wodurch der Heliumverbrauch im Normalbetrieb praktisch entfällt und kostenintensive Nachfüllungen deutlich reduziert werden. Die empfohlene Mindestinstallationsfläche liegt bei rund 28 m², womit Planer eine klare Orientierung für den baulichen Aufwand erhalten. Healthcare-Fachmedien heben im Zusammenhang mit MAGNETOM Sola zudem ein Field-of-View von bis zu 50 x 50 x 50 cm³ hervor, das für vielfältige Ganzkörper- und Spezialuntersuchungen ausgelegt ist.
Gradienten, Kanäle und BioMatrix-Funktionen
Auf der Gradientenseite unterstützt MAGNETOM Sola XQ-Gradienten mit einer maximalen Gradientenstärke von 45 mT/m und einer Slew-Rate von 200 T/m/s, die in den technischen Tabellen des Herstellers ausgewiesen sind. Alternativ werden Konfigurationen mit geringerer Gradientenleistung angeboten, die sich etwa durch 33 mT/m bei 125 T/m/s auszeichnen. Diese Werte orientieren sich am gängigen Leistungsniveau moderner 1,5-Tesla-Systeme und ermöglichen schnelle Sequenzen mit feiner räumlicher Auflösung.
Die maximale Anzahl der Kanäle liegt bei bis zu 204 angeschlossenen Spulenkanälen, während je nach Konfiguration 32, 48 oder 64 unabhängige Empfangskanäle gleichzeitig für eine Messung und ein Field-of-View genutzt werden können. Ein Bericht von ad-hoc-news.de nennt diese Kanalzahlen explizit und ordnet sie in die Oberklasse der 1,5-Tesla-MRTs ein. Die Kombination aus vielen Kanälen und modernen Spulenkonzepten erlaubt es, komplexe Untersuchungsprotokolle mit hoher Parallelisierungsrate zu fahren.
Siemens Healthineers stattet MAGNETOM Sola mit der eigenen BioMatrix-Technologie aus, die patientenindividuelle Unterschiede etwa in Anatomie oder Atmung adressieren soll. Ergänzend kommt Eco-Power-Technologie zum Einsatz, die auf einen energieeffizienten Betrieb zielt. Beide Konzepte sind aus anderen Systemen des Herstellers bekannt, etwa aus dem 3-Tesla-Scanner MAGNETOM Vida, der mit 3 Tesla Feldstärke, 70 cm Bohrungsdurchmesser und einem Betriebsgewicht von rund 7,35 Tonnen eine höhere Feldstärke, aber einen deutlich größeren System-Footprint mit mindestens 31 m² Raumgröße erfordert, wie die technischen Details auf der internationalen MAGNETOM-Vida-Seite zeigen.
Vergleich zu 3-Tesla-Systemen und Raumplanung
Im Vergleich zu 3-Tesla-Systemen wie MAGNETOM Vida positioniert sich MAGNETOM Sola mit 1,5 Tesla Feldstärke etwas niedriger in Bezug auf Signal-zu-Rausch-Verhältnis und Potenzial für sehr hochauflösende Spezialanwendungen. Dafür liegt der bauliche und energetische Aufwand spürbar niedriger: Das Betriebsgewicht von etwa 4,2 Tonnen bleibt deutlich unter den rund 7,35 Tonnen eines MAGNETOM Vida, und die empfohlene Mindestraumgröße von etwa 28 m² unterschreitet die 31 m², die für den 3-Tesla-Scanner angegeben werden. Für viele Kliniken mit begrenztem Platzangebot und typischen Routineuntersuchungen kann dieser Kompromiss zwischen Leistungsfähigkeit und Infrastrukturbedarf sinnvoll sein.
Die Gantrylänge von rund 1,57 m erleichtert zudem den Einbau in Bestandsgebäude, in denen nur kurze Technikräume zur Verfügung stehen. Gleichzeitig behält das System mit 70 cm Open-Bore-Design denselben Komfortvorteil wie viele 3-Tesla-Scanner der jüngeren Generation. Der Unterschied in der Feldstärke macht sich vor allem in spezialisierten Anwendungen bemerkbar, während Standardprotokolle in Bereichen wie muskuloskelettaler Bildgebung, Abdomen oder Neurodiagnostik weiterhin zuverlässig bedient werden.
Hersteller und Vertrieb in Deutschland
Für den deutschen Markt tritt die Siemens Healthcare GmbH mit Sitz in Erlangen als verantwortliche Einheit für MAGNETOM Sola auf, wie das Impressum und Produktangaben zeigen. Unter dem Markennamen Siemens Healthineers wird das System weltweit vermarktet, wobei die deutsche Einheit für Vertrieb, Installation und Serviceangebot im hiesigen Markt steht. Der Scanner ist Teil des 1,5-Tesla-Portfolios, das neben der Standardausführung auch spezielle Konfigurationen wie die Cardiovascular Edition anbietet, die sich gezielt auf Herz-Kreislauf-Untersuchungen fokussiert und dieselbe technische Basis mit 1,5 Tesla Feldstärke, 70 cm Open-Bore-Gantry und 4,2 Tonnen Betriebsgewicht nutzt.
MAGNETOM-Sola-Portfolio von Siemens Healthineers
Auf der MRT-Übersichtsseite von Siemens Healthineers finden sich weitere Informationen zu technischen Optionen und Anwendungen von MAGNETOM Sola im 1,5-Tesla-Portfolio.
Preisrahmen und wirtschaftliche Einordnung
Konkrete Listenpreise für MAGNETOM Sola werden von Siemens Healthineers in der Regel individuell nach Ausstattung, Spulenset, Softwarepaketen und Infrastrukturprojekten kalkuliert und nicht öffentlich in Euro ausgewiesen. Branchenübliche Angebote für neue 1,5-Tesla-Ganzkörper-MRT-Systeme mit 70 cm Bohrung, leistungsfähigen Gradienten und mehrkanaligen Spulensystemen bewegen sich nach Angaben europäischer Fachhändler typischerweise im hohen sechs- bis niedrigen siebenstelligen Eurobereich, inklusive Bau- und Installationsleistungen. Für die Budgetplanung von Kliniken und Radiologiezentren spielen neben dem Anschaffungspreis vor allem Serviceverträge, Software-Optionen, Downtime-Risiken und Energieverbrauch eine zentrale Rolle.
Im Vergleich zu 3-Tesla-Systemen wie MAGNETOM Vida, die mit höherer Feldstärke und entsprechend anspruchsvollerer Infrastruktur meist teurer angeboten werden, kann ein 1,5-Tesla-System wie MAGNETOM Sola wirtschaftlich attraktiver sein, wenn der Schwerpunkt auf Routineuntersuchungen liegt. Gleichzeitig profitieren Betreiber von der Zero-Helium-Boil-off-Technologie, die langfristige Betriebskosten für Kryogene begrenzen soll.
Einordnung im MRT-Markt
Im aktuellen MRT-Markt reiht sich MAGNETOM Sola als 1,5-Tesla-System mit 70 cm Open Bore, bis zu 204 Kanälen, 45 mT/m Gradientensystem und rund 4,2 Tonnen Betriebsgewicht in die Spitzengruppe der klinischen Standardscanner ein. Für Häuser mit Fokus auf Routine- und Notfallversorgung, die dennoch anspruchsvolle Sequenzen in der Neuro-, Kardio- und Ganzkörperdiagnostik abdecken müssen, stellt dieses Profil einen bewährten Kompromiss zwischen technischer Leistungsfähigkeit und baulichem Aufwand dar. Einrichtungen mit starker Spezialisierung auf hochauflösende neuroradiologische oder onkologische Forschung greifen dagegen eher zu 3-Tesla-Systemen, nehmen dafür aber höhere Systemgewichte, größere Raumgrößen und in der Regel höhere Investitionssummen in Kauf.
Technische Eckdaten von MAGNETOM Sola
- Produkt: MAGNETOM Sola 1,5-Tesla-MRT-System
- Hersteller: Siemens Healthcare GmbH, Erlangen
- Kategorie: Magnetresonanztomograph 1,5 Tesla
- Feldstärke: 1,5 Tesla
- Gantryöffnung: 70 cm Open Bore
- Systemlänge: ca. 1,57 m Gehäuselänge
- Systemgewicht: ca. 4,2 Tonnen im Betrieb
- Gradientenleistung: bis 45 mT/m bei 200 T/m/s (XQ)
- Maximale Kanalzahl: bis zu 204 angeschlossene Kanäle
- Mindestinstallationsfläche: ca. 28 m²
- Zielgruppe: Kliniken und radiologische Zentren mit Routine- und Spezialdiagnostik
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