GEA DairyRobot R9500, Melkroboter Landwirtschaft

GEA DairyRobot R9500 Edition 2021 Melkroboter für mittelgroße und große Herden

Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 07:28 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Der GEA DairyRobot R9500 Edition 2021 Melkroboter schafft bei rund 60 Kühen bis zu 10 % mehr Melkungen pro Tag und senkt die Betriebskosten um bis zu 35 %. Damit zielt das System auf professionelle Milchviehbetriebe mit hohem Automatisierungsgrad.

Isometrischer 3D-Render einer Miniatur-Lebensmittelfabrik mit Tanks und Förderbändern
Isometrische 3D-Render-Illustration einer Miniatur-Lebensmittelfabrik mit Edelstahltanks, Förderbändern, Abfüllstationen und Robotern im Schnittmodell – verdeutlicht die Komplexität vollintegrierter Produktionsanlagen, wie sie die GEA Group AG (ISIN DE0006602006) konzipiert, Illustration mit AI erstellt.

Der GEA DairyRobot R9500 Edition 2021 Melkroboter ist ein automatisches Box?Melksystem für Milchviehbetriebe, das laut Hersteller und unabhängigen Tests bis zu 10 % mehr Melkungen pro Tag bei rund 60 Kühen ermöglicht und die Betriebskosten um bis zu 35 % reduziert. In der getesteten Konfiguration liegt der Investitionspreis bei rund 100?000 Euro netto ohne Montage und Milchtank, Stand 2023.

Automatisches Melken in der Einzelbox

Beim DairyRobot R9500 Edition 2021 handelt es sich um einen Einzelbox?Melkroboter mit zentraler Versorgungseinheit, die bis zu vier Melkboxen gleichzeitig mit Strom, Druckluft, Vakuum, Wasser, Reinigungs? und Dippmitteln versorgt. Die kompakte Box bietet eine Standfläche von 5,3 m² und gehört damit laut GEA zu den platzsparenden Systemen im Markt. Kühe betreten die Box seitlich und können sie je nach Layout entweder geradeaus (J?Flow) oder seitlich (K?Flow) wieder verlassen.

Ein zentrales technisches Merkmal ist das sogenannte In?Liner?Everything?Konzept, bei dem Zitzenreinigung, Vordippen, Vormelken und Nachdippen in einem Arbeitsgang im Melkbecher erfolgen. Dies reduziert die Anzahl der Arbeitsschritte pro Melkung und unterstützt einen ruhigen Melkablauf, da das MilkRack mechanisch der Bewegung der Kuh folgt, ohne dass die Melkbecher bei normalen Bewegungen auf den Boden fallen.

Edition 2021 mit Effizienz?Update

Die Edition 2021 des DairyRobot R9500 bringt laut Fachbericht ein spürbares Update gegenüber der Vorgängerversion, unter anderem mit beschleunigtem Tierwechsel, verlängerten Wartungsintervallen und geringeren Servicekosten. Der Tierwechsel zwischen zwei Kühen verkürzt sich um rund 26 Sekunden, was bei einem Beispiel mit 60 Kühen einen Zeitgewinn von über einer Stunde täglich ermöglicht. Gleichzeitig müssen bestimmte Dichtungen statt alle drei nun nur noch alle sechs Monate gewechselt werden, was die Servicekosten laut Bericht um bis zu 20 % senkt.

Im optimierten AMS?Betrieb mit einer Melkbox benötigt der DairyRobot R9500 Edition 2021 bezogen auf 100 l Tankmilch nur 1,4 kWh Strom und 35,1 l Wasser, was gegenüber der älteren Version eine Stromreduktion um bis zu 37 % und einen Wasserverbrauchsrückgang um rund 12 % bedeutet. Der tägliche Stromverbrauch im Beispielbetrieb mit einer Box liegt bei etwa 25,2 kWh.

Für anspruchsvolle Betriebe relevant ist zudem die Option, auf Peressigsäure in der Reinigung zu verzichten und stattdessen ein auf Milchsäure basierendes, für Biobetriebe zugelassenes Dippmittel zu nutzen, das bereits beim Dippen eine Zwischendesinfektion der Melkbecher ermöglicht. Laut GEA können bestehende Monobox?, DairyRobot R9500? und DairyProQ?Systeme auf die Edition 2021 hochgerüstet werden.

Kapazität, Wasser? und Energiebedarf

GEA positioniert den DairyRobot R9500 als Box?System für mittelgroße und große Herden, bei denen die Kühe eigenständig zum Roboter laufen. In der Praxis kann eine einzelne Box je nach Herdenmanagement und Laufwegen typischerweise bis zu etwa 120 Kühe bedienen. Die zentrale Service?Unit kann bis zu vier Boxen versorgen, wodurch die spezifischen Energie? und Wasserverbräuche pro Box weiter sinken.

Ein technisches Datenblatt der Quick Reference Guide weist für den CE?Modelltyp einen geschätzten Wasserverbrauch von etwa 325 l pro Tag pro Box bei 60 Kühen und dreimaligem Melken aus, während die FDA?Variante rund 450 l pro Tag benötigt. Bezogen auf Energie zeigt der DLG?Praxis?Test, dass die Edition 2021 im Durchschnittsbetrieb 2,1 kWh Strom und 37,6 l Wasser je 100 l Tankmilch braucht; im optimierten Betrieb sind es nur 1,4 kWh je 100 l Tankmilch.

Der Melkbox?Anschlusswert liegt bei 2,5 kW bei 16 A, während die zentrale Milchpumpe als frequenzgeregeltes Aggregat mit 1,1 kW Leistung ausgelegt ist. Für die Druckluftversorgung kommt im DLG?Test ein ölfreier Scroll?Kompressor mit 4,2 l/s bei 8 bar und 2,2 kW Anschlussleistung zum Einsatz. Die elektrische Versorgung des Boilers mit 120 l Volumen ist in der Testanlage mit 6 kW bei 32 A angegeben.

Preisniveau und Investitionsrahmen

GEA veröffentlicht keinen einheitlichen Listenpreis für den DairyRobot R9500, da die Gesamtkosten stark von Stalllayout, regionalen Bedingungen und gewählten Optionen abhängen. Ein Praxisbericht aus den Niederlanden nennt für eine einzelne Box einen Listenpreis von 95?000 Euro, während zwei Boxen auf derselben Versorgungseinheit mit insgesamt 165?000 Euro veranschlagt werden, jeweils ohne Mehrwertsteuer. Der DLG?Testbericht für eine Edition?2021?Einzelbox mit 60 Halsbändern, ohne Montage, weist einen Preis von rund 100?000 Euro netto aus.

Für Investitionsentscheidungen bedeuten diese Angaben, dass sich der Gesamtaufwand inklusive Montage, baulicher Anpassungen, Milchtank und Zusatzausstattung im mittleren bis oberen sechsstelligen Eurobereich bewegen kann. Da die Systeme jedoch auf Energie? und Wasserersparnis sowie geringere Wartungskosten ausgelegt sind, kann die langfristige Kostenbilanz für professionelle Betriebe positiv ausfallen, insbesondere wenn arbeitswirtschaftliche Effekte eingerechnet werden.

Hersteller und Vertrieb in Deutschland

Hersteller und zentrale Vertriebseinheit des DairyRobot R9500 im deutschen Markt ist die GEA Farm Technologies GmbH mit Sitz in der Siemensstraße 25–27 in 59199 Bönen. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt unter anderem Komponenten und Anlagen für die Milchproduktion, das Milchmanagement und die Stalltechnik, wie ein Firmenprofil aus dem Handelsregister belegt. Die GEA Farm Technologies GmbH fungiert innerhalb des Konzerns als spezialisierte Einheit für landwirtschaftliche Lösungen, insbesondere Melk? und Stalltechnik.

Produktbroschüren und Testberichte nennen übereinstimmend die Adresse in Bönen als Kontakt für den DairyRobot R9500, einschließlich der Telefonnummern des deutschen Vertriebs. Für Projektierung und Installation arbeitet GEA mit regionalen Fachhändlern und Systempartnern zusammen, die die Melkroboter planen, montieren und in den laufenden Betrieb integrieren.

Technische Ausstattung und Sensorik

Der DairyRobot R9500 Edition 2021 setzt auf eine Kombination aus Laser? und 3D?Kameratechnik zur Zitzenerkennung, um jede Zitze einzeln sicher zu lokalisieren. Dies unterstützt eine präzise Ansetzung des MilkRack, reduziert Fehlansetzungen und trägt zur Melkqualität bei. Die Sensorik überwacht während des Melkvorgangs Parameter wie Milchfluss, Milchmenge, Temperatur und Leitwert; optional kann der Zellzahlgehalt über einen Online?Sensor gesteuert werden.

Ein optionaler Sensor namens DairyMilk M6850 kann jede Viertel der Kuh für jede Melkung hinsichtlich Zellzahlklassen überwachen, ohne chemische Reagenzien zu nutzen. Dadurch lässt sich das Eutergesundheitsmanagement stärker automatisieren und auf kritische Veränderungen reagieren, etwa durch Selektion betroffener Tiere. Ergänzend wird Kraftfutter über einen integrierten Hanskamp PipeFeeder in der Box bereitgestellt, sodass Fütterung und Melken eng gekoppelt sind.

Die Reinigung der Anlage erfolgt über Zirkulationsreinigung mit mehreren Phasen, mindestens 45 °C Rücklauftemperatur und spezifizierten Programmen für Systemreinigung, Box?Reinigung, Box?Spülung, Intervall?Spülung sowie das Einweichen von Boden und Rahmen. Die CE?Version arbeitet in den Standardprogrammen mit separaten Säure? und Detergentien?Schritten, während die FDA?Version beide in einem Zyklus kombiniert.

Einordnung und Zielgruppe

Der GEA DairyRobot R9500 Edition 2021 richtet sich vorrangig an professionelle Milchviehbetriebe mit mittleren bis großen Herden, die einen hohen Automatisierungsgrad im Melkprozess anstreben. Durch die Möglichkeit, bis zu vier Boxen an eine Versorgungseinheit anzuschließen, eignet sich das System sowohl für Betriebe mit rund 60 Kühen als auch für deutlich größere Bestände im dreistelligen Bereich.

Besonders interessant ist der Melkroboter für Betriebe, die neben Arbeitsersparnis Wert auf dokumentierte Energie? und Wasserersparnis legen, da der Edition?2021?Test nachweislich geringere Verbrauchswerte je 100 l Tankmilch ausweist. Die Option, biotaugliche Dippmittel und erweiterte Sensorik für Zellzahlmessung zu integrieren, spricht zudem qualitätsorientierte und tiergesundheitsfokussierte Betriebe an.

Für reine Hobbytierhaltung oder sehr kleine Milchviehbestände ist die Investitionssumme in der beschriebenen Größenordnung wenig passend. Für landwirtschaftliche Unternehmen mit professioneller Milchproduktion kann der DairyRobot R9500 Edition 2021 dagegen ein zentrales Element eines automatisierten Melk? und Datenmanagementsystems sein, das auf Skalierbarkeit und Effizienz ausgelegt ist.

GEA DairyRobot R9500 Edition 2021 im Überblick

  • Produkt: GEA DairyRobot R9500 Edition 2021 Einzelbox?Melkroboter
  • Hersteller: GEA Farm Technologies GmbH, Bönen
  • Kategorie: Melkroboter für Milchviehbetriebe
  • Melkbox?Anschlusswert: 2,5 kW bei 16 A je Box
  • Energieverbrauch: 1,4–2,1 kWh je 100 l Tankmilch, abhängig vom Betriebsszenario
  • Wasserverbrauch: etwa 35,1–37,6 l je 100 l Tankmilch bzw. ca. 325 l pro Box und Tag bei 60 Kühen (CE?Modell)
  • Preis: ca. 100?000 Euro netto für eine Edition?2021?Einzelbox mit 60 Halsbändern ohne Montage, Stand 2023
  • Zielgruppe: professionelle Milchviehbetriebe mit mittleren bis großen Herden und Fokus auf automatisiertes Melken und Effizienz

Weitere technische Details zum DairyRobot R9500 Edition 2021 finden sich in einer deutschsprachigen Produktbroschüre von GEA Farm Technologies, die den Aufbau der Box, das In?Liner?Everything?System und die Versorgungs?Unit beschreibt. GEA?Broschüre DairyRobot R9500 Edition 2021 Ein detaillierter Praxistest mit Energie? und Wasserkennzahlen sowie Preisangaben wurde von der DLG in einem Datenkompass veröffentlicht. DLG?Test DairyRobot R9500 Edition 2021 Ergänzende Preisinformationen und Praxisbeispiele zur Investitionshöhe liegen in einem niederländischen Bericht vor. WUR?Bericht DairyRobot R9500 Preisangaben

Ein englischsprachiger Produktsteckbrief eines internationalen Fachhändlers beschreibt zusätzlich die Verbindung von bis zu vier Boxen an eine zentrale Versorgungseinheit und hebt die Rolle des In?Liner?Everything?Konzepts für den automatisierten Melkprozess hervor. Produktbeschreibung DairyRobot R9500 bei McKnight Dairy Services

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