Forvia smart sliding center console von Forvia - variable Mittelkonsole für flexible Innenräume
Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 10:26 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Forvia smart sliding center console knarzt leise, als eine Ingenieurin den Einsatz nach vorne schiebt und ihre Hand kurz an der strukturierten Oberfläche verharren lässt. Ein Griff, und aus der Ablage wird ein Arbeitsplatz zwischen Fahrer- und Beifahrersitz. Was auf den ersten Blick wie eine gewöhnliche Mittelkonsole wirkt, verwandelt den Innenraum mit wenigen Zentimetern Weg.
Verschiebbare Konsole als Raumbaukasten
Die smart sliding center console von Forvia ist eine elektrisch oder manuell verschiebbare Mittelkonsole, die sich entlang einer Schiene im Fahrzeugboden vor- und zurückfahren lässt. So kann der Raum zwischen den Vordersitzen wahlweise als Stauraum, Durchgang oder Arbeitsfläche genutzt werden, je nach Konfiguration des Fahrzeugs und der jeweiligen Nutzungssituation im Alltag.
Das Konzept zielt auf Mehrzweckfahrzeuge, Vans, Shuttles und künftige autonome Modelle, in denen Sitzreihen und Nutzflächen immer häufiger variabel ausgelegt werden. Forvia spricht im Kontext der Konsole von einem „reconfigurable interior“, also Innenräumen, die sich ohne großen Aufwand an verschiedene Lebens- und Arbeitssituationen anpassen lassen und damit zusätzliche Funktionen erschließen sollen.
Technik unter der beweglichen Abdeckung
Unter der beweglichen Abdeckung sitzt ein modularer Aufbau aus Rahmen, Schlitten und Verkleidungselementen, der vom Automobilhersteller auf die eigene Designsprache angepasst werden kann. Die Konsole selbst kann verschiedene Einsätze aufnehmen, etwa Becherhalter, induktive Ladeschalen, verschließbare Fächer oder ausklappbare Tische für mobile Arbeit oder Entertainment im Fahrzeug. Damit versteht Forvia die Konsole als Plattform und nicht als starres Einzelteil.
Je nach Anforderung ermöglicht der Zulieferer eine elektrische Verstellung mit Motor und Bedienelementen oder eine Lösung mit mechanischer Arretierung, bei der der Nutzer die Konsole von Hand verschiebt. Für beide Varianten spielt der Crashschutz eine Rolle, denn die Mittelkonsole muss im Ernstfall an ihrem Platz bleiben und definierte Kräfte aufnehmen, was zusätzliche Verstärkungen und geprüfte Verriegelungen notwendig macht.
Forvia und der Markt für flexible Fahrzeug-Innenräume
Welche Rolle die smart sliding center console im Konzern-Portfolio spielt und wie wichtig Innenraumlösungen für das Wachstum von Forvia sind, erschließen zusätzliche Daten und Investor-Informationen.
Innenraumstrategie von Forvia
Forvia bündelt seit der Integration von Faurecia und Hella ein großes Geschäft mit Fahrzeuginnenräumen, Sitzsystemen und Cockpit-Modulen. Die smart sliding center console reiht sich in eine Strategie ein, bei der der Innenraum als „dritte Lebensumgebung“ neben Wohnung und Büro verstanden wird, ergänzt um vernetzte Dienste, Beleuchtung und Elektronik. Diese Sichtweise unterstreicht der Konzern in mehreren Präsentationen und Produktankündigungen zu modularem Interieur.
Der zuständige Forvia-Manager Guillaume Devauchelle hat in früheren Auftritten betont, dass Innenraumlösungen für Shared-Mobility-Fahrzeuge und Robotaxis besonders flexibel sein müssen. In solchen Fahrzeugen wechseln Fahrgäste, Gepäck und Nutzungsszenarien rasch, was variable Elemente wie verschiebbare Konsolen und umklappbare Sitze attraktiv macht. Die Konsole wird so zum Baustein einer größeren Architektur aus Schienen, Drehpunkten und modularen Bauteilen.
OEM-Anpassung und Designfreiheit
Automobilhersteller haben die Möglichkeit, die smart sliding center console optisch und funktional stark zu differenzieren, obwohl die technische Grundstruktur gleich bleibt. Verkleidungsmaterialien, Farben, Dekorleisten und Beleuchtung lassen sich je nach Marke und Modell variieren. Dadurch kann ein Premium-SUV eine andere Anmutung erhalten als ein elektrischer Shuttlebus, obwohl der technische Unterbau ähnlich ist.
Auf der technischen Seite kann Forvia zusätzliche Features integrieren, etwa Ambientebeleuchtung entlang der Schiene oder sensorbasierte Erkennung von Händen und Objekten auf der Konsole. Kombiniert mit Infotainment-Systemen erlaubt dies etwa die automatische Aktivierung bestimmter Funktionen, sobald ein Nutzer einen Tisch oder eine Ladeschale ausklappt. Solche Szenarien erscheinen vor allem dann interessant, wenn autonomes Fahren mehr Zeit für Arbeit und Unterhaltung im Fahrzeug schafft.
Nachhaltigkeit und Materialien
Forvia verweist in seinen Unterlagen regelmäßig auf den Einsatz von recycelten und biobasierten Materialien für Innenraumkomponenten, um die CO?-Bilanz der Fahrzeuge zu verbessern. Für Verkleidungsteile der smart sliding center console kommen je nach Kundenprojekt etwa Kunststoffe mit Rezyklatanteil oder Oberflächen aus nachhaltigen Fasern infrage. Diese Materialien sollen gleichzeitig den haptischen Eindruck und die Geräuschentwicklung beim Verschieben positiv beeinflussen.
Eine weitere Rolle spielt die Demontierbarkeit der Konsole am Ende des Fahrzeuglebens. Konstruktionsprinzipien mit weniger Materialmix und gut zugänglichen Verbindungspunkten sind darauf ausgelegt, Bauteile leichter zu trennen und wiederzuverwerten. Damit folgt Forvia dem wachsenden Druck der Automobilkunden, kreislauffähige Bauteile zu liefern, die in Nachhaltigkeitsberichten klar ausgewiesen werden können.
Integration in Sitz- und Innenraumsysteme
Die smart sliding center console steht selten allein, sondern ist Teil kompletter Innenraumsysteme, die Forvia als Tier-1-Zulieferer an Fahrzeughersteller liefert. In Präsentationen werden häufig Kombinationen gezeigt, bei denen Sitzschienen, Bodenmodule und Konsole aufeinander abgestimmt sind. So lassen sich beispielsweise Sitze drehen oder nach hinten schieben, während die Konsole als gemeinsamer Tisch dient.
In einem typischen Setup für einen elektrischen Van könnte die Konsole bei Bedarf nach hinten fahren, um die zweite Reihe mit Ablagen oder einer Workstation zu versorgen. Wird der Innenraum als Laderaum benötigt, fährt die Konsole nach vorne oder wird mit einem glatten Einsatz abgedeckt. Diese Flexibilität schafft Nutzungsmöglichkeiten, die mit fest verschraubten Konsolen nur schwer erreichbar wären und macht die Konsole für Flottenbetreiber interessant.
Konkurrenz und Differenzierung
Auch andere Zulieferer arbeiten an variablen Innenraumkonzepten, etwa verschiebbaren Mittelkonsolen oder drehbaren Armlehnen. Forvia versucht sich mit der smart sliding center console unter anderem über die Tiefe der Systemintegration zu unterscheiden. Als Anbieter von Sitzen, Cockpit-Strukturen und Elektronik kann der Konzern Innenraumfunktionen stärker aus einer Hand anbieten als mancher Spezialist, der nur einzelne Baugruppen liefert.
Für Automobilhersteller bedeutet dies, dass sich Schnittstellen vereinfachen und Entwicklungszeiten verkürzen lassen, wenn größere Funktionsblöcke gemeinsam entwickelt werden. Forvia positioniert die Konsole deshalb als Teil eines abgestimmten Baukastens, der von den frühen Konzeptphasen bis zur Serienproduktion begleitet wird. Diese Rolle als Systempartner betont der Konzern regelmäßig in seinen öffentlichen Auftritten.
Bedeutung für Elektro- und Shared-Mobility-Fahrzeuge
Elektrische Plattformen mit flachem Batterieboden bieten mehr Freiheit im Innenraum, weil der klassische Mitteltunnel entfällt. In diesem Umfeld kann eine verschiebbare Mittelkonsole besonders sinnvoll sein, da sie keinen festen Tunnel kaschieren muss, sondern als frei positionierbares Element fungiert. Forvia adressiert damit vor allem neue Elektroplattformen von Volumen- und Premiumherstellern.
Im Shared-Mobility-Bereich erwarten Betreiber robuste Lösungen mit einfacher Reinigung und klarer Bedienung. Die smart sliding center console lässt sich mit glatten Oberflächen und robusten Mechaniken ausführen, um den täglichen Einsatz in Carsharing-Flotten oder Shuttles zu bewältigen. Gleichzeitig können eingebaute Ladestationen und Ablagen den Komfort für wechselnde Nutzer erhöhen, was in Mobilitätskonzepten ein wichtiger Faktor ist.
Steuerung, Sicherheit und Ergonomie
Die elektrische Variante der Konsole benötigt Bedienelemente, Sensorik und eine Logik, die Bewegungen begrenzt und Kollisionen vermeidet. Denkbar sind zum Beispiel Taster mit klarer Haptik, die nur beim Stillstand des Fahrzeugs eine Verstellung erlauben. Zusätzlich können Kraftsensoren oder Blockierer verhindern, dass die Konsole auf Knie oder Gegenstände nach vorne fährt, wenn sie bewegt wird.
Ergonomisch spielt die Position der Konsole eine Rolle für Armauflage, Ablagenutzung und Zugänglichkeit zu Bedienelementen. Forvia entwickelt Innenräume in der Regel gemeinsam mit den OEMs anhand von Körperdaten und Nutzungsszenarien, um Reichweiten und Blickachsen zu optimieren. Damit soll die Konsole unabhängig von der Sitzposition eine sinnvolle Ergänzung bleiben und nicht als Fremdkörper im Innenraum wirken.
Digitalisierung und Softwareanbindung
Die smart sliding center console selbst ist zunächst ein mechanisches Bauteil, kann aber mit Softwarefunktionen gekoppelt werden. In Verbindung mit Innenraumkameras und vernetzten Steuergeräten wären Szenarien denkbar, in denen die Konsole automatisch in eine definierte Position fährt, sobald ein bestimmter Fahrmodus aktiviert wird. Beispielsweise könnte ein „Work“-Modus im Stand die Konsole ausfahren und gleichzeitig Beleuchtung und Steckdosen aktivieren.
Forvia arbeitet an übergreifenden Innenraumplattformen, bei denen Software, Licht und HMI-Komponenten zusammenlaufen. In solchen Systemen wird die Konsole zu einem physischen Endpunkt einer digitalen Erfahrung, statt nur ein Stück Plastik mit Ablagefunktion zu sein. Für Autobauer eröffnet das die Möglichkeit, neue Nutzungspakete zu gestalten, die sich über Software-Updates erweitern lassen.
Kosten, Varianten und Industrialisierung
Für die Beschaffungsabteilungen der OEMs sind neben den Funktionen auch Kosten und Variantenvielfalt entscheidend. Eine modulare Konsole erlaubt es, mehrere Fahrzeuglinien auf derselben technischen Basis auszurüsten und nur sichtbare Teile auszutauschen. Dadurch lassen sich Skaleneffekte erzielen, während die Kunden dennoch unterschiedliche Innenräume wahrnehmen. Forvia positioniert das System genau in dieser Lücke zwischen Standardisierung und Individualisierung.
Aus Industrialisierungssicht benötigt eine verschiebbare Konsole präzise Fertigung, damit Schienen, Verriegelungen und Verkleidungen sauber ineinandergreifen. Toleranzen müssen eng geführt werden, damit die Konsole nicht klappert oder klemmt, gleichzeitig aber auch nach Jahren noch leicht zu bewegen ist. Solche Anforderungen kennt Forvia aus anderen Innenraumprojekten und kann auf bestehende Fertigungsstrukturen zurückgreifen.
Markteinführung und Kundenbasis
Forvia präsentiert die smart sliding center console auf Messen und Technologietagen, um sie potenziellen Kunden zu demonstrieren. Diese Veranstaltungen dienen oft als Türöffner, bevor die Lösung in konkrete Fahrzeugprogramme einfließt. Typischerweise vergehen zwischen einer Konzeptpräsentation und der Serienreife mehrere Jahre, die für Tests, Anpassungen und Abstimmungen mit den Herstellern genutzt werden.
Welche OEM-Modelle die Konsole bereits einsetzen oder konkret geplant haben, kommunizieren Zulieferer in der Regel erst, wenn die Autobauer selbst entsprechende Angaben machen. Deshalb stehen im Vordergrund derzeit eher generische Anwendungsbeispiele und Funktionsbeschreibungen, die zeigen sollen, wie sich der Innenraum durch variable Komponenten in verschiedenen Fahrzeugklassen nutzen lässt.
Einordnung für Forvia und die Aktie
Für Forvia ist die smart sliding center console ein Baustein in einer größeren Innenraumstrategie, die auf flexible, vernetzte und zunehmend nachhaltige Fahrzeugkabinen zielt. Mit solchen Bauteilen versucht der Konzern, sich im Wettbewerb um Aufträge für neue Elektroplattformen und Mobilitätskonzepte zu positionieren und zugleich bestehende Kompetenzen im Interieurgeschäft auszuweiten.
Die Forvia Aktie (ISIN FR0000121147) ist an der Euronext in Paris notiert, und Produkte wie die smart sliding center console gehören zu den Innenraumlösungen, mit denen der Konzern seine Rolle als globaler Tier-1-Zulieferer untermauern will.
Kernauskunft zur Forvia smart sliding center console
- Produkt: Forvia smart sliding center console
- Hersteller: Forvia SE (vormals Faurecia SE)
- Kategorie: Fahrzeug-Innenraumsystem / B2B-Komponente
- Markteinführung: im Rahmen von Forvia-Innenraumkonzepten vorgestellt, Einsatz in künftigen Serienprogrammen
- UVP / Preis: keine Endkundenpreisangabe (B2B-Modul für Automobilhersteller)
- Verfügbarkeit: für OEM-Projekte nach Spezifikation, primär für neue Fahrzeugplattformen
- Zielgruppe: Automobilhersteller von Vans, Shuttles, Elektrofahrzeugen und zukünftigen Mobilitätskonzepten
- Besonderheit / USP: verschiebbare Mittelkonsole als modulares Plattformbauteil für flexible Innenräume
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