Equinor Erdgas von Equinor - 30 TWh pro Jahr ab 2027
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 06:03 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Equinor Erdgas steht für die B2B-Lieferung von Pipelinegas und LNG an Energieversorger, Industrieunternehmen und weitere Großkunden. Für Deutschland vereinbarten Equinor und Uniper mehr als 30 TWh Erdgas pro Jahr ab dem 1. Januar 2027 bis zum 31. Dezember 2041.
Pipelinegas für deutsche Abnehmer
Die deutsche Versorgung erfolgt über norwegisches Erdgas, das durch Norpipe, Europipe I und Europipe II nach Ostfriesland gelangt. Von dort ist das System mit deutschen und niederländischen Fernleitungsnetzen verbunden. Die drei Leitungen und die Verteilung nach Deutschland bilden den direkten Transportweg für angeschlossene Abnehmer.
Equinor nennt mehr als 80 Gasfelder auf dem norwegischen Kontinentalschelf. Zusammen mit Mengen aus dem direkten Engagement des norwegischen Staates deckt das Unternehmen über 20 Prozent des europäischen Gasmarktes ab. Rund 70 Prozent des auf dem norwegischen Kontinentalschelf geförderten Gases werden von Equinor vermarktet und verkauft.
Lieferung über Pipeline und LNG
Equinor nutzt zwei Transportwege: Pipelines für angeschlossene europäische Märkte und LNG für Schiffstransporte in Regionen ohne direkte Leitungsverbindung. Das norwegische Offshore-Pipelinesystem erstreckt sich über rund 8.800 Kilometer und kann laut Equinor etwa 120 Milliarden Standardkubikmeter Gas pro Jahr transportieren. Pipeline- und LNG-Transportwege ergänzen sich damit bei der Belieferung unterschiedlicher Märkte.
Für LNG wird Erdgas auf etwa minus 162 Grad Celsius gekühlt. Dadurch wird es flüssig und lässt sich per Schiff über lange Strecken transportieren. Equinor exportiert LNG aus Hammerfest LNG auf Melkøya im Norden Norwegens. Die Anlage verarbeitet Gas aus dem Snøhvit-Feld und ist laut Equinor die einzige LNG-Exportanlage in Nordeuropa.
Verträge statt Endkundentarif
Das Angebot richtet sich nicht an private Haushalte mit einem frei wählbaren Gastarif. Vertragspartner sind Versorger, Stadtwerke, Industrieunternehmen und Energiehändler, die größere Mengen für Stromerzeugung, Prozesswärme, Weiterverteilung oder chemische Rohstoffe benötigen.
Der Vertrag mit Uniper umfasst mehr als 30 TWh pro Jahr und entspricht rund 2,8 Milliarden Kubikmetern Erdgas pro Jahr. Die Lieferung erfolgt ab 2027 am Trading Hub Europe. Die Preisgestaltung soll sich an Marktbedingungen orientieren, während weitere kaufmännische Details vertraulich bleiben. Der Liefervertrag mit Uniper läuft über 15 Jahre bis Ende 2041.
Einordnung für Industrie und Versorger
Equinor Erdgas ist eine B2B-Erdgaslieferung mit Pipeline- und LNG-Anbindung. Der messbare Unterschied zu einem klassischen Endkundentarif liegt in der Liefermenge: Mehr als 30 TWh jährlich entsprechen einem großvolumigen Vertrag für einen Energieversorger und nicht einer einzelnen Verbrauchsstelle.
Für deutsche Abnehmer spricht die bestehende Verbindung über das europäische Fernleitungsnetz. LNG erweitert den Zugang auf Kunden ohne direkte Pipelineanbindung. Gleichzeitig bleibt Erdgas ein fossiler Energieträger: Bei der Verbrennung entsteht CO2, außerdem sind Methanemissionen entlang der Lieferkette relevant. Für die Nutzung in Industrie und Stromversorgung zählen deshalb Lieferweg, Vertragsmenge, Marktpreis und Emissionsmanagement gemeinsam.
Als B2B-Angebot passt Equinor Erdgas zu Energieversorgern und industriellen Großkunden mit planbarem Mengenbedarf. Für private Haushalte ist der 30-TWh-Vertrag kein direkt buchbarer Tarif, sondern ein Beispiel für die vorgelagerte Beschaffung, aus der regionale Gasangebote versorgt werden.
Equinor Erdgas im Überblick
- Produkt: Equinor Erdgas, B2B-Lieferung
- Hersteller: Equinor Deutschland GmbH
- Anbieter / Marke: Equinor ASA
- Kategorie: B2B-Erdgaslieferung
- Liefermenge Uniper: mehr als 30 TWh pro Jahr
- Entsprechende Gasmenge: rund 2,8 Milliarden Kubikmeter pro Jahr
- Vertragslaufzeit: 01.01.2027 bis 31.12.2041
- Pipeline-Netz: rund 8.800 Kilometer
- Transportkapazität: etwa 120 Milliarden Standardkubikmeter pro Jahr
- LNG-Temperatur: etwa minus 162 Grad Celsius
- Gasfelder: über 80 Felder auf dem norwegischen Kontinentalschelf
- Zielgruppe: Energieversorger, Industrieunternehmen und Großkunden
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