Digital Realty FRA18 Rechenzentrum in Frankfurt - Colocation für HPC und KI mit 6,4 MW Startleistung
Veröffentlicht am: 12.09.2026 um 15:48 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Digital Realty FRA18 Rechenzentrum in Frankfurt richtet sich an Unternehmen, die ihre B2B-Cloud-Infrastruktur und hochdynamische Workloads wie High-Performance-Computing und KI sicher und skalierbar in Deutschland betreiben wollen. Die Anlage liegt im Digital Park Fechenheim entlang der Hanauer Landstrasse und bietet im ersten Ausbauschritt 8.200 m² Colocation-Fläche mit einer IT-Leistung von 6,4 MW, die in weiteren Bauphasen auf bis zu 16 MW anwachsen soll.Die Eröffnung des Standorts FRA18 im Juli 2026 markiert einen zentralen Baustein im europäischen Netzwerk von Digital Realty, das vor allem große Cloud-Anbieter und vernetzte Unternehmensplattformen adressiert.
Standort, Fläche und technische Eckdaten
Das FRA18 Rechenzentrum befindet sich an der Adresse Hanauer Landstrasse 360 (Building 2) in 60386 Frankfurt am Main und ist als eigenständiges Gebäude innerhalb eines Campus konzipiert.Die Gesamtgebäudefläche beträgt 266.000 ft², das entspricht 24.700 m², wovon ein Teil als IT-Fläche für Colocation-Kunden ausgebaut ist. Für die initiale Phase gibt Digital Realty 8.200 m² Colocation-Fläche mit 6,4 MW IT-Leistung an, weitere 9,6 MW sollen in späteren Phasen hinzukommen, sodass der Campus-Ausbau insgesamt bis zu 16 MW IT-Leistung im Gebäude vorsieht.Die Planung des Leistungszuwachses bis 2028 zielt auf hohe Dichte pro Rack und großformatige Corporate-Deployments.
Beim Thema Versorgung setzt FRA18 auf robuste Redundanz: Für die USV-Anlagen gibt Digital Realty eine N+1-Architektur an, die bei Wartung oder Störung einzelner Komponenten weiterhin die Versorgung sicherstellt.Sowohl UPS-Redundanz als auch Kühlkapazität sind als N+1 ausgelegt, ergänzt um ein Monitoring der gesamten Infrastruktur rund um die Uhr. Für die Kühlung setzt Digital Realty auf energieeffiziente Systeme, die auf die Anforderungen von High-Density-Racks mit mehreren Kilowatt Leistungsaufnahme pro Schrank abgestimmt sind.
Strom, Kühlung, Sicherheit und Nachhaltigkeit
Für stromintensive Anwendungen ist die Energieversorgung einer Colocation-Fläche entscheidend. FRA18 ist als Hochleistungs-Rechenzentrum ausgelegt, wobei die IT-Leistung im ersten Abschnitt bei 6,4 MW liegt und mit dem weiteren Ausbau auf insgesamt bis zu 16 MW steigen soll.Die Anlage ist explizit für HPC- und KI-Workloads konzipiert, was hohe Leistungsdichten und stabile Versorgung erforderlich macht. Kunden können vom Single-Cabinet bis zu ganzen Datacenter-Suites skalieren, wobei die technische Infrastruktur auf Parallelbetrieb kritischer Systeme ausgelegt ist.
Auch beim Klimaschutz positioniert sich Digital Realty klar: FRA18 nutzt vollständig erneuerbare Energie, sodass der Strombezug für die IT-Last zu 100 % aus erneuerbaren Quellen gedeckt wird.Digital Realty weist für FRA18 eine 100 % erneuerbare Energieversorgung aus, eingebettet in die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens für seine europäischen Standorte. Dazu kommen Zertifizierungen wie EN 50600 sowie ISO 27001, ISO 14001, ISO 9001, ISO 50001 und ISO 14001, die unter anderem Informationssicherheit, Umweltmanagement und Qualitätsmanagement abdecken.
Im Bereich physische Sicherheit setzt FRA18 auf mehrstufige Maßnahmen: Der Zugang erfolgt über biometrische und Foto-Ausweise, dazu kommt eine CCTV-Überwachung mit 90-tägiger Aufzeichnungsdauer.Onsite-Security-Personal, Biometrie und Videoüberwachung sichern die Infrastruktur ab, ergänzt durch Zugangskontrollen innerhalb des Gebäudes und auf dem Campus. Diese Ausstattung zielt auf regulierte Branchen wie Finanzdienstleister, Cloud-Anbieter oder Industriekonzerne mit hohen Compliance-Anforderungen.
Colocation-Produkt und Vergleich mit anderen Frankfurt-Standorten
FRA18 ist Teil von PlatformDIGITAL, dem globalen Colocation- und Interconnection-Portfolio von Digital Realty.Die Colocation-Produkte umfassen High-Density-Colocation und Rechenzentrumssuiten, wobei FRA18 als Standort mit Fokus auf HPC- und KI-Szenarien vermarktet wird. Unternehmen können dort einzelne Racks, private Käfige oder ganze IT-Flächen mieten, die mit definierten Leistungsprofilen und klaren SLA-Strukturen verbunden sind.
Im Vergleich zu anderen Digital-Realty-Rechenzentren in Frankfurt fällt FRA18 sowohl durch seine Fläche als auch durch die Ausrichtung auf hohe Leistungsdichten auf. So weist FRA11 am Standort Weismüllerstrasse 40 eine Gesamtgebäudefläche von 141.000 ft², also 13.100 m², aus und ist für klassische Colocation mit 2N-USV-Redundanz und N+1-Kühlung ausgelegt.Digital Realty gibt für FRA11 13.100 m² Gebäudefläche mit 2N-USV und N+1-Kühlung an, während FRA18 die IT-Fläche mit 24.700 m² Gesamtgebäude deutlich größer anlegt und speziell auf Rechenlasten mit hoher Kapazität ausrichtet.
Ein weiterer Vergleichspunkt ist FRA12 an der Weismüllerstrasse 29-31, das mit 39.500 ft², also rund 3.650 m² Gebäudefläche, kleiner skaliert.FRA12 bietet 3.650 m² Gebäudefläche bei 2N-USV-Redundanz und N+1-Kühlung und adressiert vor allem Kunden mit mittlerem Flächenbedarf. Mit seinen 24.700 m² Gesamtgebäude und der geplanten IT-Leistung von bis zu 16 MW positioniert sich FRA18 deutlich darüber und schafft Raum für großvolumige Deployments, etwa für Hyperscaler oder global agierende Unternehmen, die mehrere Megawatt Leistung bündeln möchten.
Hersteller- und Anbieterprofil: Digital Realty in Europa
Digital Realty mit Hauptsitz in den USA betreibt weltweit mehr als 300 Rechenzentren und bietet Colocation- und Interconnection-Dienstleistungen für Enterprise- und Cloud-Kunden. In der EMEA-Region ist das Unternehmen mit einem Netz aus Standorten in Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und weiteren Märkten vertreten.Die Übersicht der EMEA-Rechenzentren zeigt Frankfurt als einen der wichtigsten Hubs, an dem Digital Realty mehrere FRA-Standorte auf einem Campus bündelt.
Als Anbieter positioniert Digital Realty seine PlatformDIGITAL-Angebote als Grundlage für hybride und Multicloud-Architekturen, inklusive direkter Interconnection zu Cloud-Plattformen und Netzbetreibern.Die Colocation-Produktlinie umfasst Data-Center-Suites, High-Density-Colocation und Powered-Base-Buildings, sodass Unternehmen mit eigenen Architekturkonzepten zwischen standardisierten Flächenlösungen und maßgeschneiderten Build-to-Suit-Optionen wählen können. FRA18 ist als Data-Center-Suite-Standort Teil dieser Struktur und integriert sich in die Interconnection-Services des Campus, etwa zu DE-CIX und weiteren Netzpunkten in Frankfurt.
Details zum Standort FRA18 in Frankfurt
Technische Daten, Zertifizierungen und Nachhaltigkeitsangaben zu FRA18 finden sich auf der offiziellen Standortseite von Digital Realty.
Preisniveau und Zielgruppen im B2B-Kontext
Konkrete Quadratmeterpreise oder Rackpreise für FRA18 veröffentlicht Digital Realty üblicherweise im Rahmen individueller Angebote, die sich an Leistungsbedarf, Flächenumfang und SLA-Ansprüchen orientieren. Für Unternehmen, die mehrere hundert Kilowatt oder einzelne Megawatt IT-Leistung benötigen, ist das Standortprofil mit 6,4 MW initialer Kapazität und einer geplanten Erweiterung auf bis zu 16 MW attraktiv, da sich so große Projekteinheiten im selben Gebäude bündeln lassen. Im europäischen Markt für Colocation-Rechenzentren bewegen sich die Preise für High-Density-Racks und Flächen mit hoher Zertifizierungsdichte im oberen Segment, wobei Unternehmen die Investition gegen eigene Bauvorhaben und andere Colocation-Anbieter abwägen.
Digital Realty adressiert mit FRA18 insbesondere global agierende Unternehmen aus Branchen wie Cloud-Services, Finanzwirtschaft, Industrie und Medien, die auf niedrige Latenzen zum Internetknoten DE-CIX und zu Public-Cloud-Plattformen angewiesen sind. Durch die Kombination aus 100 % erneuerbarer Energie, N+1-basierten Versorgungsarchitekturen und umfangreicher Zertifizierungslandschaft eignet sich der Standort zudem für Kunden, die eigene Nachhaltigkeitsziele und Compliance-Vorgaben erfüllen müssen. Für mittelgroße Deployments ohne extreme Leistungsdichten können alternative FRA-Standorte wie FRA11 oder FRA12 eine passende Option sein, während FRA18 seine Stärken bei größeren HPC- und KI-Setups ausspielt.
Einordnung im Frankfurt-Markt und Fazit
Im Vergleich zum typischen Colocation-Rechenzentrum in Frankfurt, das oft mit einigen tausend Quadratmetern IT-Fläche und Leistungswerten im unteren Megawattbereich startet, setzt FRA18 mit 8.200 m² Colocation und 6,4 MW initialer IT-Leistung einen höheren Einstiegspunkt. Mit 24.700 m² Gesamtgebäude und der Perspektive auf bis zu 16 MW IT-Leistung im gleichen Gebäude liegt der Standort deutlich über vielen klassischen Single-Building-Rechenzentren, die im Bereich von 2-8 MW für Colocation-Kunden operieren. Für Kunden mit Bedarf an Hochleistungs-Workloads und Plattformarchitekturen über mehrere Racks hinweg ist FRA18 daher eine Option, die Skalierung und technische Reserven verbindet.
Als Teil von Digital Realtys PlatformDIGITAL fügt sich FRA18 in ein Netzwerk aus weiteren europäischen und globalen Standorten ein, wodurch Unternehmen hybride Architekturen mit abgegrenzten Zonen für Produktions-, Test- und Backup-Systeme aufbauen können. Während kleinere oder lokal fokussierte Unternehmen mit Standard-Workloads möglicherweise mit kompakten Standorten wie FRA12 gut bedient sind, richtet sich FRA18 klar an Kunden mit wachsendem Leistungsbedarf und hoher Integration von Cloud-, Netzwerk- und Sicherheitsdiensten. Wer seine Infrastruktur im Frankfurt-Markt ausbauen möchte und eine Kombination aus hoher Leistungsreserve, nachhaltiger Stromversorgung und engmaschiger Zertifizierung sucht, findet im FRA18 Rechenzentrum eine moderne Colocation-Plattform.
Fakten zum Digital Realty FRA18 Rechenzentrum
- Produkt: Digital Realty FRA18 Rechenzentrum, Frankfurt Hanauer Landstrasse 360
- Hersteller: Digital Realty Trust Inc.
- Kategorie: Colocation-Rechenzentrum für B2B-Cloud-Infrastruktur
- Gebäudefläche: 24.700 m² Gesamtgebäude (266.000 ft²)
- Colocation-Fläche initial: 8.200 m² IT-Fläche (erste Bauphase)
- IT-Leistung: 6,4 MW initial, bis zu 16 MW geplant
- Stromversorgung: UPS-Redundanz N+1
- Kühlung: Kühlredundanz N+1 für Hochleistungs-Workloads
- Energiequelle: 100 % erneuerbare Energie
- Zertifizierungen: EN 50600, ISO 27001, ISO 14001, ISO 9001, ISO 50001
- Zielgruppe: Unternehmen mit HPC-, KI- und Cloud-Workloads im Megawattbereich
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