Die Ordergültigkeit bestimmt, wie lange ein Auftrag aktiv bleibt
Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 10:37 Uhr | trading-house.net, AD HOC NEWSOrderdauer richtig einordnen
- Eine Tagesorder verfällt nach dem Handelstag, während eine GTC-Order grundsätzlich bis zur Ausführung oder Stornierung aktiv bleibt.
- GTD endet an einem festgelegten Datum, während IOC und FOK eine sofortige Ausführung verlangen.
- Vor dem Absenden gehören Gültigkeit, Ordertyp, Instrument und Stückzahl in eine gemeinsame Kontrolle.
- Die persönliche Einweisung ist kostenlos, erfolgt 1:1 vor Ort in Berlin oder per Videochat und dauert etwa eine Stunde.
Auf dem Bildschirm stehen zwei scheinbar ähnliche Aufträge: Die Tagesorder endet mit der Sitzung, die GTC-Order bleibt darüber hinaus bestehen. Für Einsteiger ist dieser Unterschied wichtiger als die Abkürzungen vermuten lassen, denn eine Handelsplattform führt eine Order nicht nur nach Preis und Menge, sondern auch nach ihrer Gültigkeit. Dieses Lernstück ordnet die wichtigsten Varianten nach Einsatzfall und typischem Missverständnis.
Was die Gültigkeit steuert
Die Ordergültigkeit, auch Time in Force genannt, legt fest, wie lange ein Auftrag aktiv bleibt, sofern er nicht ausgeführt oder vorher gelöscht wird. Sie ist kein eigener Kauf- oder Verkaufsauftrag, sondern eine zusätzliche Zeitvorgabe. Eine Limitorder kann beispielsweise tagesgültig oder länger gültig sein; der Preis legt die Ausführungsbedingung fest, die Gültigkeit den zeitlichen Rahmen.
In der Ordermaske stehen dafür je nach Handelsplatz und Instrument unterschiedliche Auswahlfelder bereit. Nicht jede Kombination ist überall verfügbar. Deshalb sollte vor dem Absenden geprüft werden, ob die ausgewählte Gültigkeit tatsächlich für den gewünschten Auftrag übernommen wurde und ob ein noch offener Teil nach einer Teilausführung weiterbesteht.
Tagesorder oder GTC
Eine Tagesorder, oft als Day bezeichnet, bleibt grundsätzlich bis zum Ende des jeweiligen Handelstages aktiv. Wird der Auftrag bis dahin nicht oder nicht vollständig ausgeführt, verfällt der offene Rest. Das passt zu einer Idee, die nur innerhalb einer bestimmten Sitzung gelten soll. Ein typisches Missverständnis lautet jedoch: Die Order sei am nächsten Handelstag noch vorhanden, weil der Preis weiterhin interessant ist. Bei einer Tagesorder muss ein neuer Auftrag erstellt werden.
GTC steht für Good till Canceled, also gültig bis zur Stornierung. Eine solche Order kann über mehrere Sitzungen aktiv bleiben, bis sie ausgeführt, manuell gelöscht oder durch eine Regel des jeweiligen Handelsplatzes beendet wird. GTC bedeutet daher nicht automatisch unbegrenzt: Es können Fristen, technische Einschränkungen oder Ereignisse rund um das Instrument gelten. Der offene Auftrag gehört deshalb regelmäßig in die Kontrolle der Kontoübersicht.
Der praktische Vergleich ist einfach: Eine Tagesorder eignet sich, wenn eine Ausführung nur während der aktuellen Sitzung gewollt ist; GTC kann sinnvoll sein, wenn ein festgelegtes Preisniveau auch später noch relevant sein soll. Beide Varianten können mit unterschiedlichen Ordertypen verbunden sein. Die Zeitvorgabe ersetzt weder die Prüfung des Limits noch die Kontrolle von Richtung, Stückzahl und Instrument.
Anzeige | trading-house Börsenakademie
Kostenlose Trading-Webinare für Privatanleger
Live lernen, live fragen. Erfahrene Trader zeigen Dir ihre Strategien beim Handel mit Aktien, Indizes und Rohstoffen in Echtzeit und beantworten Deine Fragen direkt - zum Beispiel, wie Du Handelssysteme und Tools prüfst, bevor Du ihnen Dein Geld anvertraust. 100 % kostenlos, live und interaktiv, jeden Mittwoch um 15:15 Uhr, von der trading-house Börsenakademie, die Privatanleger seit 28 Jahren ausbildet.
Weitere Gültigkeitsarten verstehen
GTD bedeutet Good till Date. Die Order bleibt bis zu einem vorher festgelegten Datum aktiv und endet dann, sofern sie nicht ausgeführt wurde. Diese Variante verbindet die längere Laufzeit einer GTC-Order mit einem klaren Endpunkt. Das Missverständnis liegt häufig im Kalender: Das Datum beschreibt nicht zwingend eine Ausführung, sondern nur den spätesten Gültigkeitstag.
Bei Immediate or Cancel, kurz IOC, soll die Order sofort ganz oder teilweise ausgeführt werden. Was nicht unmittelbar ausgeführt wird, verfällt. Fill or Kill, kurz FOK, geht noch weiter: Die vollständige Menge muss sofort ausgeführt werden, sonst wird der gesamte Auftrag gelöscht. Beide Varianten sind daher nicht einfach besonders kurze Tagesorders, sondern verlangen eine unmittelbare Ausführung nach ihren jeweiligen Bedingungen.
Gerade bei CFDs, Futures, Forex und Kryptowerten sind die Produkte mit hohen Risiken verbunden; Risikobegrenzung und das Üben im Demokonto gehören deshalb zur sicheren Bedienung einer Handelsplattform. Die Gültigkeit allein schützt nicht vor einer unpassenden Order. Wer eine Stop-Order über mehrere Sitzungen laufen lässt, sollte zusätzlich prüfen, ob der Schutzauftrag noch aktiv, korrekt zugeordnet und in der vorgesehenen Richtung eingestellt ist.
Die Kontrollroutine vor dem Klick
Eine kurze Reihenfolge verhindert viele Bedienfehler: Zuerst wird das richtige Instrument ausgewählt, danach Richtung und Stückzahl. Anschließend folgen Ordertyp, Preis oder Auslöseschwelle und die Gültigkeit. Erst am Ende sollten Konto, voraussichtliche Ausführung und die sichtbare Zusammenfassung kontrolliert werden. Ein Alarm kann an die Prüfung offener Aufträge erinnern, ersetzt aber nicht deren Kontrolle.
Auch die Nutzung über Desktop-Version, Webversion oder mobile App kann die Darstellung verändern. Ein Auswahlfeld, das am großen Bildschirm sofort auffällt, kann auf einem kleinen Display verborgen sein. Nach dem Absenden gehört der Status in die Orderübersicht: offen, teilweise ausgeführt, ausgeführt, abgelehnt oder abgelaufen sind nicht dasselbe. Das Demokonto eignet sich, um die Anzeige und den Ablauf ohne reale Order zu testen.
Gültigkeit direkt an der Software klären
Genau hier setzt die kostenlose Plattformeinweisung der trading-house.net AG an. Im Inhaltsblock zu Ordertypen und Handelsstrategien in der Software wird gemeinsam geprüft, wo Tagesorder, GTC, GTD, IOC und FOK in der Handelssoftware der eigenen Wahl stehen, welche Auswahl tatsächlich übernommen wird und wie ein Auftrag nach dem Absenden in der Übersicht erscheint. Praxisnahe Beispiele machen sichtbar, wann ein Auftrag verfällt und wann eine offene Order weitergeführt wird. Die kostenlose persönliche Plattformeinweisung der trading-house.net AG wird dabei auf den Wissensstand und die konkreten Fragen des Kunden abgestimmt.
Das persönliche 1:1-Coaching ist für Kunden der trading-house.net AG kostenlos und dauert etwa eine Stunde. Es findet wahlweise vor Ort im Schulungsraum der trading-house.net AG in Berlin, Lietzenburger Straße 107, 10707 Berlin, oder als 1:1-Webinar per Videochat statt. Neben Ordertypen gehören Installation und Einrichtung, Grundfunktionen und Navigation, die praxisnahe Anwendung an konkreten Beispielen sowie Fragen und individuelle Anpassungen zu den fünf Inhaltsblöcken. Die Anfrage erfolgt über das Formular auf der Seite oder telefonisch unter +49 30 5900 9110; der Termin wird kurzfristig individuell vereinbart.
Ein Auftrag braucht einen Zeitplan
Für Einsteiger ist die Ordergültigkeit dann verständlich, wenn sie als eigener Prüfschritt behandelt wird: Soll der Auftrag nur in dieser Sitzung gelten, bis zu einem Datum laufen oder bis zur Stornierung aktiv bleiben? Eine persönliche Einführung ist dafür besonders passend, wenn die Auswahlfelder der eigenen Software unklar sind. Sie ersetzt jedoch weder eigenes Üben im Demokonto noch ein persönliches Risikomanagement oder die eigenständige Handelsentscheidung.
Persönliche Plattformeinweisung zur Ordergültigkeit anfragen
Hinweis: Die Plattformeinweisung ist ein kostenloser Service der trading-house.net AG für ihre Kunden. AD HOC NEWS ist eine Tochtergesellschaft des trading-house.net Konzerns. Dieser Beitrag dient der Information und Bildung, ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Handel mit Finanzinstrumenten. Der Handel mit Hebelprodukten, CFDs und Kryptowerten ist mit hohen Risiken verbunden und kann zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen.
