Siemens Healthineers, DE000SHL1006

Der MAGNETOM Free.Max von Siemens Healthineers - MRT mit offenem 80-Zentimeter-Bohrdurchmesser

Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 12:21 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

MAGNETOM Free.Max bietet einen 80-Zentimeter-Bohrdurchmesser und arbeitet mit einem 0,55-Tesla-Magnetfeld, um MRT-Untersuchungen komfortabler zu machen. Wer Siemens Healthineers Aktien (ISIN DE000SHL1006) hält, sollte dieses Produkt kennen.

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MAGNETOM Free.Max steht in einem Untersuchungsraum, der eher an eine Lounge als an eine klassische Radiologie erinnert: Die breite 80-Zentimeter-Öffnung und das leise Brummen des 0,55-Tesla-Magneten nehmen Patientinnen und Patienten einen Teil der Anspannung. Produktmanagerin Anna Keller streicht mit der Hand über die abgerundete Gehäusekante und erklärt, dass genau dieses Gefühl von Raum und Ruhe ein Kern des Konzepts ist.

MAGNETOM Free.Max als B2B-MRT-System

MAGNETOM Free.Max ist ein MRT-System für Krankenhäuser und Radiologie-Praxen, das Siemens Healthineers im Segment der Magnetresonanztomografie positioniert. Das Gerät arbeitet mit einem 0,55-Tesla-Festfeldmagneten und zielt auf Anwendungen, in denen geringere Magnetfeldstärke und breitere Öffnung Vorteile bringen, etwa bei adipösen oder klaustrophoben Patientinnen und Patienten.

Mit einem Bohrdurchmesser von 80 Zentimetern erweitert MAGNETOM Free.Max die Möglichkeiten der Patientenzentrierung im Vergleich zu vielen 60- oder 70-Zentimeter-Systemen. Laut Hersteller ist das System besonders für Orthopädie, kardiovaskuläre Bildgebung und Lunge geeignet, weil bei 0,55 Tesla bestimmte Artefakte reduziert und neue Kontrastmöglichkeiten erschlossen werden können.

Technische Eckdaten und klinische Szenarien

Siemens Healthineers beschreibt MAGNETOM Free.Max als Teil seiner sogenannten High-V MR-Plattform, die niedrigere Feldstärken mit modernen Gradientensystemen und digitalen Empfangsketten kombiniert. Das System nutzt digitale Spulentechnologie und bietet flexible Spulen für Kopf, Wirbelsäule, Knie und weitere Regionen, die in der Praxis schnell an verschiedenste Patientinnen und Patienten angepasst werden können.

Der 0,55-Tesla-Magnet arbeitet mit einer supraleitenden Technologie, die auf eine geringere Heliumfüllmenge und effizientere Kühlung als ältere MRT-Generationen ausgelegt ist. Das senkt den Ressourcenbedarf und hilft Einrichtungen, die global steigenden Kosten für Helium und Energie besser zu kontrollieren.

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Siemens Healthineers im MRT-Markt

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Komfort und Workflow im Alltag der Radiologie

In der Praxis zählt für Radiologinnen und Radiologen, wie gut ein System in den Arbeitsalltag passt. MAGNETOM Free.Max setzt auf eine offene Gehäusegestaltung mit einem kurzen Magnettunnel, sodass viele Patientinnen und Patienten mit Kopf und Oberkörper außerhalb der engen Zone liegen. Das reduziert das Gefühl von Enge und kann dazu beitragen, dass weniger Sedierungen oder Untersuchungsabbrüche nötig sind.

Für technisches Personal bietet das System eine Benutzeroberfläche mit klar strukturierten Protokollen und Automatisierungen, die die Untersuchungszeit verkürzen sollen. Beispielsweise helfen vorkonfigurierte Sequenzpakete für Knie, Wirbelsäule oder Abdomen, Routineuntersuchungen mit wenigen Klicks aufzusetzen. Eine Radiologie-Leiterin in einem deutschen Krankenhaus berichtete in einem Anwenderbericht, dass ihr Team durch die Automatisierung bei MAGNETOM Free.Max pro Tag mehrere zusätzliche Untersuchungen planen konnte.

Integration in digitale Plattformen und KI-Tools

Siemens Healthineers verknüpft MAGNETOM Free.Max mit seiner digitalen Plattform Syngo Carbon und KI-basierten Bildanalysewerkzeugen. Damit können MRT-Bilder aus verschiedenen Modalitäten zusammengeführt, archiviert und klinisch ausgewertet werden, was vor allem großen Häusern mit vielen Standorten hilft.

Für Radiologinnen und Radiologen bedeutet dies, dass ein MRT-Scan aus MAGNETOM Free.Max nicht isoliert betrachtet wird. Befunde lassen sich mit früheren CT- oder MRT-Untersuchungen aus anderen Geräten vergleichen, ohne dass Bildformate manuell konvertiert werden müssen. KI-gestützte Algorithmen unterstützen bei der Erkennung von Mustern, etwa bei neurologischen oder muskuloskelettalen Erkrankungen.

Verfügbarkeit, Zielgruppe und Investitionsaspekte

MAGNETOM Free.Max wird von Siemens Healthineers weltweit angeboten, mit Schwerpunkt auf Märkten in Europa, Nordamerika und Asien. Der Hersteller adressiert damit vor allem kommunale und private Krankenhäuser sowie große radiologische Verbunde, die ein zusätzliches MRT-System für spezielle Patientengruppen suchen.

Preisangaben für MAGNETOM Free.Max veröffentlicht Siemens Healthineers nicht öffentlich; branchenübliche Schätzungen sehen MRT-Systeme dieser Klasse im Bereich von mehreren Millionen Euro pro Gerät, abhängig von Ausstattung, Servicepaketen und regionalen Bedingungen. Für Investitionsentscheidungen spielen neben dem Anschaffungspreis auch Serviceverträge, Schulungskosten und die erwartete Auslastung eine zentrale Rolle.

Einordnung für die Siemens Healthineers Aktie

Im Portfolio von Siemens Healthineers ist MAGNETOM Free.Max eines von mehreren MRT-Systemen, mit denen der Konzern gegen Wettbewerber wie GE HealthCare und Philips antritt. Die komplettierte MRT-Palette stärkt das Segment Imaging, das laut Unternehmensangaben einen wesentlichen Beitrag zum Umsatz und Ergebnis leistet. Die Siemens Healthineers Aktie wird unter anderem im Xetra-Handel in Euro notiert und spiegelt die geschäftliche Entwicklung des Imaging-Segments wider.

Fakten zu MAGNETOM Free.Max

  • Produkt: MAGNETOM Free.Max
  • Hersteller: Siemens Healthineers AG
  • Kategorie: B2B/Pro-MRT-System
  • Markteinführung: Erste Markteinführung ab 2021 laut Herstellerangaben
  • UVP / Preis: Nicht öffentlich kommuniziert, marktüblich im Bereich mehrerer Millionen Euro je System
  • Verfügbarkeit: International erhältlich, unter anderem in Europa, Nordamerika und Asien
  • Zielgruppe: Krankenhäuser und Radiologie-Praxen mit Fokus auf komfortorientierte MRT-Untersuchungen und speziellen Patientengruppen
  • Besonderheit / USP: 80-Zentimeter-Bohrdurchmesser bei 0,55-Tesla-Magnetfeld mit patientenzentriertem Design

Mehr Eindrücke zu MAGNETOM Free.Max

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