Der Jungheinrich Ameise PTE 1.3 - Elektrohubwagen für enge Gänge
Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 11:04 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Jungheinrich Ameise PTE 1.3 rollt leise über den Betonboden, das Summen des Elektroantriebs geht fast im Rauschen des Lagers unter, während der Bediener den Deichselgriff fest in der Hand spürt. In der anderen Hand hält er den Scanner, der noch warm vom letzten Warencode ist. Diese Szene beschreibt den Alltag, für den Jungheinrich Produktmanagerin Anna Schmidt den kompakten Elektrohubwagen auslegt.
Elektrohubwagen für bis zu 1,3 Tonnen
Der Jungheinrich Ameise PTE 1.3 ist ein elektrischer Niederhubwagen mit einer Tragfähigkeit von 1.300 Kilogramm und einer Gabellänge von typischerweise 1.150 Millimetern. Er richtet sich an kleine bis mittlere Lager, Filiallogistik und innerbetriebliche Transporte auf kurzen bis mittleren Strecken.
Die kompakte Bauform und der klappbare Deichselkopf ermöglichen Einsätze in engen Gängen, schmalen Rampenbereichen und auf Lkw-Ladeflächen. Der Elektromotor unterstützt beim Anfahren und Bremsen und reduziert damit die körperliche Belastung im Vergleich zu einem rein manuellen Hubwagen.
Li-Ion-Batterie und Wechselakku-Konzept
Beim Ameise PTE 1.3 setzt Jungheinrich auf eine wartungsarme Lithium-Ionen-Batterie mit Schnellladefunktion. Die Nennkapazität liegt je nach Ausführung im Bereich von rund 24 Volt und 20 bis 30 Amperestunden, womit sich typische Schichtlängen im Filialbetrieb abdecken lassen.
Das Batteriepaket ist so ausgelegt, dass es sich schnell wechseln lässt, um im Zwei-Schicht-Betrieb ohne lange Standzeiten zu arbeiten. Ein integriertes Ladegerät erlaubt das Laden an einer normalen 230-Volt-Steckdose, was vor allem in kleineren Lagern ohne zentrale Ladeinfrastruktur wichtig ist.
Jungheinrich Ameise im Kontext der Konzernstrategie
Wie Elektrohubwagen wie der Ameise PTE 1.3 in das Logistik-Portfolio der Jungheinrich AG passen und welche Rolle sie im Service- und Ersatzteilgeschäft spielen.
Bedienung, Sicherheit und Ergonomie
Die Deichsel des Ameise PTE 1.3 ist mit einem ergonomisch geformten Griff ausgestattet, dessen Oberfläche leicht strukturiert ist. Dadurch bleibt die Hand auch mit Arbeitshandschuhen stabil am Griff, ohne abzurutschen. Wichtige Bedienelemente wie Fahrtrichtung, Hupentaste und Kriechgang sind mit dem Daumen erreichbar.
Ein zentrales Sicherheitsmerkmal ist der sogenannte Bauchschutzschalter, der den Hubwagen bei Kontakt mit dem Körper automatisch in die Gegenrichtung fahren lässt. Zusätzlich begrenzt die Konstruktion die maximale Geschwindigkeit im beladenen Zustand, um Kollisionen in engen Gängen zu vermeiden.
Wartung, Service und Total Cost of Ownership
Für Serviceleiter Michael Braun sind die laufenden Kosten über die gesamte Nutzungsdauer entscheidend. Beim Ameise PTE 1.3 sind zentrale Komponenten wie Antriebseinheit, Steuerung und Batterie so angeordnet, dass Servicetechniker mit wenigen Handgriffen an die relevanten Baugruppen gelangen.
Der bürstenlose Elektromotor reduziert den Verschleiß im Vergleich zu klassischen Antrieben, und die Lithium-Ionen-Batterie benötigt keine Nachfüllung mit Wasser. Viele Modelle sind mit integrierter Diagnose über eine Service-Schnittstelle ausgestattet, wodurch Wartungsintervalle besser planbar werden.
Einsatzszenarien von Lager bis Filiale
Im typischen Lageralltag transportiert der Ameise PTE 1.3 Europaletten mit Getränkekisten, Kartonware oder Bauteilen zwischen Wareneingang, Kommissionierzone und Versand. Durch die niedrige Bauhöhe der Gabeln lassen sich auch Paletten mit geringer Bodenfreiheit anheben.
Im Filialbetrieb unterstützt der Elektrohubwagen etwa in Baumärkten, Lebensmittelmärkten oder Möbelhäusern. Dort bewegt er Ware aus dem Hinterlager in den Verkaufsraum, während Kunden in unmittelbarer Nähe unterwegs sind. Das geringe Betriebsgeräusch hilft, den Geräuschpegel im Markt zu begrenzen.
Digital vernetzt im Flottenverbund
Jungheinrich positioniert den Ameise PTE 1.3 als Teil einer vernetzten Intralogistikflotte. Über optionale Flottenmanagement-Systeme lassen sich Betriebsstunden, Nutzungsprofile und Standortdaten auswerten. Solche Daten helfen, den Einsatz von Miet- und Eigentumsflotten genauer zu planen.
Für Logistikleiterinnen und Logistikleiter bedeutet das: Sie erkennen frühzeitig, wenn ein Elektrohubwagen häufiger Störungen meldet oder überdurchschnittlich stark genutzt wird. Das unterstützt Entscheidungen über Ersatzinvestitionen oder Umverteilung von Geräten zwischen Standorten.
Vertriebskanäle und Zielgruppen
Der Ameise PTE 1.3 wird direkt über Jungheinrich-Vertriebsgesellschaften und ausgewählte Fachhändler angeboten. Auf der Produktseite von Jungheinrich finden sich technische Daten, Broschüren und Kontaktmöglichkeiten für Beratung und Angebote. Zusätzlich vertreiben einige Händler das Modell über Online-Plattformen.
Die Hauptzielgruppen sind gewerbliche Nutzer, von kleinen Handwerksbetrieben über regionale Großhändler bis hin zu Konzernen mit zentralen Logistikzentren. Auch Vermieter von Flurförderzeugen zählen dazu, die ihre Mietflotten mit kompakten Elektrohubwagen ergänzen.
Preispunkte und Varianten
Offizielle Listenpreise nennt Jungheinrich in der Regel im direkten Kundenkontakt, weil Zusatzausstattungen und Servicepakete den Preis deutlich beeinflussen. In Händlerangeboten liegen vergleichbare Ameise-Elektrohubwagen oft im unteren bis mittleren vierstelligen Euro-Bereich, je nach Ausstattung, Batteriepaket und Servicevereinbarung.
Dazu kommen Varianten mit unterschiedlichen Gabellängen, Batteriekapazitäten und optionalen Features wie integrierten Ladegeräten oder verschiedenen Laufrollen für spezielle Bodenbeläge. Für Kunden bedeutet das, dass sie den Ameise PTE 1.3 relativ präzise auf ihre Einsatzumgebung anpassen können.
Konkurrenzumfeld und Marktposition
Im Segment der kompakten Elektro-Niederhubwagen konkurriert Jungheinrich mit Herstellern wie Linde, Toyota Material Handling oder Still. Der Name Ameise ist in Deutschland seit Jahrzehnten als Begriff für Handhubwagen etabliert, was Jungheinrich im Marketing genutzt hat.
Mit dem Ameise PTE 1.3 verbindet das Unternehmen die bekannte Marke mit moderner Elektroantriebstechnik. Für Logistikverantwortliche, die aus rein manuellen Lösungen herauswachsen, kann dieser Schritt ein naheliegender Einstieg in elektrifizierte Flurförderzeuge sein.
Rolle im Geschäftsmodell von Jungheinrich
Für Vorstandschef Lars Brzoska ist das Geschäft mit Flurförderzeugen, inklusive kompakter Elektrohubwagen wie dem Ameise PTE 1.3, ein wichtiger Bestandteil des Konzernumsatzes. Neben dem direkten Verkauf spielen Mietmodelle, Serviceverträge und Ersatzteile eine große Rolle.
Elektrohubwagen dieser Klasse sind oft der erste Kontaktpunkt kleinerer Betriebe mit der Marke Jungheinrich. Gelingt hier die Erfahrung im Alltag, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass bei größeren Projekten auch Regalsysteme, Staplerflotten oder Automatisierungslösungen des Konzerns berücksichtigt werden.
Einordnung und Blick auf die Aktie
Für Logistik- und Lagerverantwortliche ist der Jungheinrich Ameise PTE 1.3 ein praxisnahes Werkzeug, das körperliche Arbeit reduziert und den Schritt von rein manuellen auf elektrische Lösungen erleichtert. Die Konfiguration über Batterieoptionen, Gabellängen und Servicepakete ermöglicht eine relativ zielgenaue Anpassung an die jeweilige Lagerwelt.
Die Jungheinrich AG Aktie (ISIN DE0006202005) wird im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt, unter anderem über den Handelsplatz Xetra in Euro.
Fakten zum Jungheinrich Ameise PTE 1.3
- Produkt: Jungheinrich Ameise PTE 1.3
- Hersteller: Jungheinrich AG
- Kategorie: B2B/Pro-Linie Elektro-Niederhubwagen
- Markteinführung: im Zuge der Erweiterung der Ameise-Elektrobaureihe, genaue Jahresangabe nicht veröffentlicht
- UVP / Preis: kundenspezifisch, typischer Marktpreis im unteren bis mittleren vierstelligen Euro-Bereich je nach Ausstattung
- Verfügbarkeit: über Jungheinrich-Vertriebsgesellschaften und Fachhändler, vor allem in Europa
- Zielgruppe: gewerbliche Nutzer in Lager, Logistik, Handel und Produktion
- Besonderheit / USP: kompakter Elektro-Niederhubwagen mit Ameise-Markenname und Lithium-Ionen-Batterietechnik
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