Ferrari, NL0011585146

Der Ferrari 296 GTB. V6-Hybrid für die Straße und die Rennstrecke

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 09:17 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Ferrari 296 GTB bringt 830 PS Systemleistung aus einem V6-Hybridantrieb auf die Straße. Wer Ferrari N.V. Aktien (ISIN NL0011585146) hält, sollte dieses Produkt kennen.

Aquarell-Illustration: Roter Sportwagen auf kurvenreicher Straße, italienische Hügellandschaft, Ferrari N.V
Ferrari N.V. NL0011585146: Aquarell eines roten Sportwagens auf gewundener Straße durch toskanische Hügel, Illustration mit AI erstellt.

Ferrari 296 GTB steht in der Boxengasse, die Bremsscheiben noch warm, ein süßlich-scharfer Benzingeruch liegt in der Luft. Ein Testfahrer drückt die Handflächen kurz auf die noch heiße Motorhaube, fühlt das Nachglühen des V6-Hybrids. Dieses Modell markiert für Ferrari den Einstieg in eine neue V6-Sportwagen-Ära.

V6-Hybrid mit 830 PS Systemleistung

Unter der Glasabdeckung des Ferrari 296 GTB sitzt ein 2,9-Liter-V6 mit einem Bankwinkel von 120 Grad, kombiniert mit einem Elektromotor, der direkt zwischen Verbrenner und Getriebe integriert ist. Die Systemleistung gibt Ferrari mit 830 PS an, das maximale Drehmoment liegt bei rund 740 Newtonmetern.

Produktchef Gianfranco Corti spricht auf einer Präsentation davon, dass der V6 bewusst kompakt ausgelegt wurde, um das Gewicht niedrig und die Einbaulage tief zu halten. Der Elektromotor bietet zusätzlich 167 PS, gespeist aus einer 7,45-kWh-Batterie, die im reinen E-Modus eine kurze, aber alltagstaugliche elektrische Fahrt ermöglicht.

Vertiefen & einordnen

Ferrari N.V. an der Börse und der 296 GTB

Wie stark der Ferrari 296 GTB das Geschäftsmodell von Ferrari N.V. prägt, zeigen Absatz- und Margenzahlen im aktuellen Geschäftsbericht.

Fahrleistungen, Getriebe und Fahrmodi

Ferrari beziffert den Sprint des 296 GTB von 0 auf 100 km/h auf 2,9 Sekunden, 200 km/h sollen in 7,3 Sekunden erreicht werden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 330 km/h, abhängig von Bereifung und Ausführung.

Die Kraftübertragung übernimmt ein 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, das bereits aus anderen aktuellen Ferrari-Modellen bekannt ist. Über den Manettino-Schalter am Lenkrad kann der Fahrer zwischen mehreren Fahrprogrammen wählen, darunter eDrive nur mit Elektromotor, Hybrid, Performance und Qualify für maximale Leistungsabgabe.

Elektrische Reichweite und Alltagstauglichkeit

Die Lithium-Ionen-Batterie des Ferrari 296 GTB sitzt im Heckbereich und ist auf geringes Gewicht optimiert. Laut Ferrari ermöglicht sie eine rein elektrische Reichweite von bis zu rund 25 Kilometern, wobei dieser Wert je nach Fahrprofil und Temperatur schwankt.

Im Stadtverkehr kann der Sportwagen im eDrive-Modus nahezu lautlos rollen, nur das Surren des Elektromotors ist bei geöffnetem Fenster zu hören. Für den Alltag sind Komfortfunktionen wie eine Zweizonen-Klimaanlage, Parksensoren und vernetzte Navigation integriert, passend zum hohen Preisniveau.

Design: Kurze Proportionen und aktive Aerodynamik

Designer Flavio Manzoni beschreibt den Ferrari 296 GTB als „kompakte Form, inspiriert von den Berlinetta-Modellen der 1960er Jahre“. Die Front ist kurz und breit, die Kabine nach vorne geschoben, das Heck fällt klar und muskulös ab.

Auffällig ist der aktive Heckspoiler, der sich bei hohen Geschwindigkeiten oder starkem Bremsen aus der Heckpartie herausfährt. Damit soll der Anpressdruck auf bis zu 360 Kilogramm bei 250 km/h erhöht werden, abhängig von Konfiguration und optionalen Paketen.

Das Lichtdesign mit schlanken LED-Scheinwerfern orientiert sich an der aktuellen Ferrari-Linie, während die Abgasendrohre mittig hoch angeordnet sind. Die Formensprache bleibt eindeutig sportlich, aber im Vergleich zu den V8-Modellen etwas zurückhaltender.

Innenraum: Fahrerfokus und digitale Anzeigen

Im Cockpit des Ferrari 296 GTB dominiert ein großes, gebogenes Instrumentendisplay hinter dem Lenkrad, das alle fahrrelevanten Informationen bündelt. Klassische Tasten sind weitgehend verschwunden, viele Funktionen werden über Touchflächen am Lenkrad und am Display gesteuert.

Die Sitze sind eng geschnitten und bieten ausgeprägte Seitenführung, was auf der Rennstrecke sofort spürbar ist, wenn der Körper bei schnellen Richtungswechseln kaum verrutscht. Hochwertige Leder- und Alcantara-Oberflächen prägen die Haptik, Kontrastnähte und Carbon-Einsätze setzen sportliche Akzente.

Rechts vor dem Beifahrer sitzt ein separates kleines Display, auf dem Geschwindigkeit und gewählte Fahrmodi angezeigt werden können. Dadurch wird der Beifahrer stärker in das Fahrerlebnis einbezogen, ein Detail, das vor allem bei Ausfahrten zu zweit auffällt.

Assetto Fiorano: Track-Paket für ambitionierte Fahrer

Für den Ferrari 296 GTB bietet Ferrari das sogenannte Assetto-Fiorano-Paket an, das den Wagen klar auf die Rennstrecke zuschneidet. Dazu gehören leichte Komponenten aus Carbon, spezielle Stoßdämpfer und eine eigenständige Aerodynamik-Abstimmung.

Mit Assetto Fiorano sinkt das Fahrzeuggewicht um rund 12 Kilogramm, gleichzeitig steigt der mögliche Abtrieb. Auf der Hausstrecke in Fiorano erzielt der 296 GTB damit Rundenzeiten, die laut Ferrari deutlich unter früheren V8-Modellen liegen.

Optional kann das Auto zudem mit speziellen Michelin-Reifen bestellt werden, die im Trockenbetrieb einen besonders hohen Grip bieten und im Grenzbereich klar kommunizieren, wann der Haftungsbereich endet.

Preisniveau und Marktpositionierung

Der Listenpreis des Ferrari 296 GTB liegt laut Herstellerangaben in Europa im Bereich von rund 270.000 bis 280.000 Euro, je nach Ausstattungsumfang und Steuern. Mit Assetto Fiorano und weiteren Sonderwünschen kann der Endpreis deutlich darüber liegen.

Ferrari positioniert das Modell als Kernbaustein im Segment der zweisitzigen Mittelmotor-Sportwagen, der den bisherigen V8-Bereich teilweise ablösen soll. Damit spielt der 296 GTB im direkten Wettbewerb etwa mit Modellen wie dem McLaren Artura, der ebenfalls auf einen V6-Hybrid setzt.

Im Heimatmarkt Italien und in wichtigen Absatzregionen wie den USA und Deutschland ist das Modell seit 2022 verfügbar. Lieferzeiten können je nach Spezifikation und Region mehrere Monate betragen, da die Produktion bewusst begrenzt bleibt.

Strategische Rolle im Ferrari-Portfolio

CEO Benedetto Vigna verweist in Interviews darauf, dass der Ferrari 296 GTB ein Eckpfeiler der Elektrifizierungsstrategie des Unternehmens ist. Bis 2030 sollen laut Ferrari rund 80 Prozent der ausgelieferten Fahrzeuge Hybrid- oder reine Elektroantriebe nutzen.

Der 296 GTB dient dabei als technologische Blaupause für weitere Modelle im Sportwagensegment. Die Kombination aus V6 und e-Motor erlaubt eine höhere Effizienz, ohne den für Ferrari typischen Klang und die Fahrdynamik aufzugeben.

In den Quartalsberichten hebt Ferrari hervor, dass hochpreisige Modelle wie der 296 GTB überdurchschnittliche Margen liefern. Die begrenzte Stückzahl und die starke Nachfrage stabilisieren die Profitabilität und damit indirekt die Attraktivität der Ferrari N.V. Aktie für viele institutionelle Investoren.

Einordnung für Anleger und die Ferrari N.V. Aktie

Für Privatanleger ist der Ferrari 296 GTB zunächst ein Produkt und nicht ein eigenes Investmentvehikel. Dennoch trägt das Modell über seine Preisstruktur und seine Rolle im Portfolio maßgeblich zum Umsatzmix von Ferrari N.V. bei.

Die Ferrari N.V. Aktie wird an der Borsa Italiana und an der New York Stock Exchange gehandelt, die Notierung erfolgt in Euro beziehungsweise US-Dollar. Das Segment rund um hochwertige Sportwagen wie den 296 GTB gilt im Konzern als bedeutender Ergebnistreiber.

Ferrari 296 GTB auf einen Blick

  • Produkt: Ferrari 296 GTB
  • Hersteller: Ferrari N.V.
  • Kategorie: Flagship-Sportwagen
  • Markteinführung: 2022
  • UVP / Preis: rund 270.000–280.000 Euro je nach Markt
  • Verfügbarkeit: Bestellung über Ferrari-Partner, Lieferzeit mehrere Monate
  • Zielgruppe: Sportwagenkundschaft mit Fokus auf Fahrdynamik und Markenimage
  • Besonderheit / USP: V6-Hybridantrieb mit 830 PS Systemleistung und Assetto-Fiorano-Trackpaket

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