Automatische Positionsgrößen machen das Risiko pro Trade berechenbar
Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 12:50 Uhr | trading-house.net, AD HOC NEWSPositionsgroesse mit klaren Grenzen
- Die Positionsgroesse ergibt sich aus Kontowert, Risiko pro Trade und Stop-Abstand.
- Ein automatisch berechneter Wert muss abgerundet und um Kosten, Slippage und Hebelrisiken geprueft werden.
- Backtests und Vorwaertstests zeigen, ob die Regeln unter verschiedenen Bedingungen nachvollziehbar bleiben.
- Die drei Bluestar-Stufen passen die Umsetzung an die Arbeitsweise an und sind fuer Kunden kostenfrei.
100 geteilt durch 5 ergibt 20: Diese einfache Rechnung steht oft am Ende einer automatischen Positionsgrößenberechnung. Entscheidend ist jedoch, welche Werte in den Rechner gelangen und ob sie zur geplanten Absicherung passen. Ein Handelssystem kann daraus eine reproduzierbare Vorgabe machen, darf aber weder den Stop noch das erlaubte Risiko unkritisch übernehmen. Für technikinteressierte Trader geht es deshalb um die Vorteile der Automatisierung und um die Stellen, an denen Kontrolle unverzichtbar bleibt.
Die Rechnung hinter der Größe
Die Grundformel lautet: Positionsgröße = Risikobetrag geteilt durch Risiko je Einheit. Der Risikobetrag entsteht aus Kontowert mal Risiko pro Trade; das Risiko je Einheit ist der absolute Abstand zwischen Einstieg und Stop-Loss, multipliziert mit dem Wert einer Einheit. Bei Punkten, Ticks, Pips oder Kontrakten muss zusätzlich der jeweilige Geldwert berücksichtigt werden.
Beispiel: Angenommen, ein Modellkonto weist 10.000 Euro auf und pro Trade sollen 1 Prozent, also 100 Euro, riskiert werden. Liegt der geplante Stop 5 Euro je Einheit vom Einstieg entfernt, ergibt 100 geteilt durch 5 eine rechnerische Größe von 20 Einheiten. Ein Rechner sollte ein nicht ganzzahliges Ergebnis abrunden, damit die Vorgabe nicht durch Aufrunden überschritten wird. Ein Gewinnziel verändert diese Risikorechnung nicht, hilft aber dabei, das Chance-Risiko-Verhältnis und den möglichen Ausstiegsplan vor dem Einstieg zu prüfen.
Automatik braucht saubere Eingaben
Der größte Vorteil liegt in der Konsequenz: Ein weiter Stop führt automatisch zu einer kleineren Position, ein enger Stop zu einer größeren. Damit wird verhindert, dass eine feste Stückzahl bei unterschiedlichen Setups unbemerkt stark abweichende Geldrisiken erzeugt. Das Verfahren kann außerdem Emotionen reduzieren, weil die Positionsgröße nicht aus Überzeugung, Angst vor dem Verpassen oder Gier nach einem größeren Ergebnis entsteht.
Die Formel kennt jedoch nur die eingegebenen Annahmen. Spread, Gebühren, Finanzierungskosten, Slippage und ein ungünstiger Ausführungspreis können den tatsächlichen Verlust erhöhen. Bei CFDs, Futures, Forex und Kryptowerten kommen zudem besondere Hebel- und Ausführungsrisiken hinzu, weshalb Risikobegrenzung und ein Demokonto wichtige Lernbestandteile bleiben. Auch ein rechnerisch passender Trade kann ungeeignet sein, wenn die maximal zulässige Gesamtposition, ein Tagesverlustlimit oder das verfügbare Kapital nicht beachtet wird.
Prüfen statt blind ausführen
Ein technisches Regelwerk sollte zunächst rückblickend mit realistischen Kosten geprüft werden; Backtesting ist dabei eine Untersuchung historischer Bedingungen und keine Zusage für die Zukunft. Anschließend hilft ein Vorwärtstest im Demokonto, die Berechnung unter laufenden Marktbedingungen, bei Teilfüllungen und bei abweichenden Spreads zu beobachten. Erst danach lässt sich beurteilen, ob Parameter wie Risiko pro Trade, Stop-Abstand, Rundung und Gewinnziel verständlich zusammenspielen.
Zur Überwachung gehört eine sichtbare Kontrolle der Eingaben vor jeder Order: Kontowert, Währung, Instrument, Einheitenwert, Stop, Ziel und errechnete Größe müssen zusammenpassen. Ein Notaus oder eine manuelle Eingriffsmöglichkeit bleibt sinnvoll, falls die Datenverbindung ausfällt, ein Signal fehlerhaft erscheint oder sich die Ausführung anders entwickelt als erwartet. Fehlende Stopps, Übertrading und das nachträgliche Vergrößern einer Position machen eine automatische Rechnung wirkungslos.
Positionsgrößen mit Bluestar abstufen
Für die Verbindung von Signal und Risikoregel ist Bluestar PRO besonders nah am Thema. Neben dem Bluestar Indikator steht ein Expert Advisor als Handelssystem bereit, dessen Einstiegssignal parametrierbar ist. Risiko pro Trade und Gewinnziel lassen sich individuell eingeben, sodass die gewünschte Größenlogik in den eigenen Arbeitsablauf passt. Das System ist für selbstständiges oder halbautomatisiertes Arbeiten gedacht und wird durch Support ergänzt. Der Listenpreis beträgt 4.950 Euro.
Die Grundlage bildet Bluestar: Die Kombination aus Indikator, Oszillator und Markttechnik liefert ein konkretes, reproduzierbares Setup, das Trends erkennen und bis zu einem sinnvollen Punkt begleiten soll. Es ist mehr als ein einzelner Indikator und kann dabei helfen, Übertrading, fehlende Stopps, Angst und Gier durch klare Regeln zu begrenzen. Support gehört dazu, der Listenpreis liegt bei 2.950 Euro. Einen Überblick über die Bluestar Handelssysteme der trading-house.net AG sowie eine unverbindliche persönliche Präsentation und Beratung bei der Auswahl gibt es über die Bluestar-Seite. Für Kunden der trading-house.net AG sind die Handelssysteme kostenfrei.
Wer die Berechnung zusätzlich automatisch ausführen lassen möchte, findet in Bluestar Automated die Erweiterung von Bluestar PRO. Dort sind Ein- und Ausstiegssignal parametrierbar; Ein- und Ausstiege werden regelkonform automatisch umgesetzt, während das Risiko pro Trade individuell eingegeben wird. Support ist ebenfalls enthalten, der Listenpreis beträgt 4.950 Euro. Fragen beantwortet die trading-house.net AG telefonisch unter +49 30 5900 9110.
Rechnen lassen, Verantwortung behalten
Automatische Positionsgrößen sind für technikinteressierte Trader sinnvoll, wenn Stop, Risiko, Einheit und Kosten sauber definiert sind und die Ausgabe geprüft wird. Bluestar deckt dafür drei Arbeitsweisen ab: ein reproduzierbares Setup für selbstständiges Handeln, ein parametrierbares Einstiegssignal für die halbautomatisierte Variante und die automatische Umsetzung von Ein- und Ausstieg. Voraussetzung bleiben Regelverständnis, Überwachung, ein Test im Demokonto und ein eigenes Risikomanagement.
Unverbindliche Präsentation der Bluestar Handelssysteme vereinbaren
Anzeige | trading-house Börsenakademie
Kostenlose Trading-Webinare für Privatanleger
Live lernen, live fragen. Erfahrene Trader zeigen Dir ihre Strategien beim Handel mit Aktien, Indizes und Rohstoffen in Echtzeit und beantworten Deine Fragen direkt - zum Beispiel, wie Du Handelssysteme und Tools prüfst, bevor Du ihnen Dein Geld anvertraust. 100 % kostenlos, live und interaktiv, jeden Mittwoch um 15:15 Uhr, von der trading-house Börsenakademie, die Privatanleger seit 28 Jahren ausbildet.
