Agilent 1260 Infinity II LC System, HPLC System

Agilent 1260 Infinity II LC System - HPLC Plattform mit bis zu 600 bar Betriebsdruck

Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 12:39 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Agilent 1260 Infinity II LC System arbeitet mit einem maximalen Systemdruck von bis zu 600 bar und deckt Flussraten bis 10 mL/min ab, je nach Pumpenkonfiguration. Für Routinelabore in Analytik und Qualitätskontrolle sind vor allem die modulare Erweiterbarkeit und die hohe Probendichte entscheidend.

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Das Agilent 1260 Infinity II LC System ist ein modular aufgebautes Hochleistungs-Flüssigchromatographie-System, das für analytische HPLC und den Einstieg in die UHPLC optimiert ist. Es kombiniert einen maximalen Systemdruck von bis zu 600 bar mit flexiblen Flussraten bis 10 mL/min und richtet sich damit an Routinelabore in Forschung, Analytik und Qualitätskontrolle.

Aufbau und zentrale Leistungsdaten

Das System basiert auf einer modularen Architektur mit Pumpen, Probeneinheiten, Thermostaten und UV-basierten Detektoren, die je nach Anwendung kombiniert werden können. Die technische Übersicht zum 1260 Infinity II LC beschreibt quaternäre Pumpen mit einem Betriebsdruck von bis zu 600 bar und Flussraten bis 5 mL/min für Standardanwendungen sowie Optionen bis 10 mL/min für semipräparative Aufgaben. Die technische Übersicht zum System hebt die Kompatibilität mit konventionellen HPLC-Säulen sowie sub-2-µm-Säulen hervor.

Für den präparativen Einsatz steht das 1260 Infinity II Preparative LC/MSD System zur Verfügung, das einen Systemdruckbereich von 20 bis 420 bar bei Flussraten von 1 bis 50 mL/min bietet und für zweikanalige binäre Gradientenmischung ausgelegt ist. Die Produktbeschreibung zum Preparative LC/MSD System nennt eine Injektionsbereich von 0,1 bis 5000 µL sowie bis zu 215 fraktionierte Proben.

Probennahme und Automatisierung

Für die automatische Probenaufgabe kommt beim 1260 Infinity II LC häufig der Vialsampler G7129A zum Einsatz, der in seinem Datenblatt mit einer Kapazität von bis zu 132 Vials à 2 mL beschrieben wird. Das Vialsampler-Datenblatt gibt ein Injektionsvolumen von 0,1 bis 100 µL bei Drücken bis 60 MPa (600 bar) an, mit einer erweiterten Option bis 900 µL bei 40 MPa. Die angegebene Injektionspräzision liegt unter 0,25 % RSD für Spitzenflächen im Bereich von 5 bis 100 µL.

Die zyklische Arbeitsweise ist auf hohe Probenzahlen ausgelegt: Das Datenblatt spezifiziert eine Injektionszykluszeit von 18 Sekunden bei einer Ziehgeschwindigkeit von 200 µL/min und einem Injektionsvolumen von 1 µL, wodurch auch umfangreiche Sequenzen in akzeptabler Zeit abgearbeitet werden können. Die technischen Angaben nennen zudem eine spezifizierte Probenviskosität von 0,2 bis 5 cP, womit typische mobile Phasen- und Probenlösungen abgedeckt werden.

Thermostat und Temperaturführung

Für die Temperierung der Trennsäulen steht der Multicolumn Thermostat (MCT) zur Verfügung, der laut Systembeschreibung bis zu vier Säulen aufnehmen kann und eine Temperaturregelung üblicherweise bis 80 bis 85 °C ermöglicht. Die Übersicht zum Binary LC System erwähnt, dass die Kombination aus MCT und Diode Array Detector speziell für schnelle Trennungen mit hohen Datenraten ausgelegt ist. In der technischen Dokumentation zum 1260 Infinity II LC wird für die Säulenthermostate eine Temperaturführung bis 80 °C beschrieben, ergänzt durch Probenkühler, die Proben in der Multisampler-Einheit bis auf 4 °C temperieren können. Die Performance-Übersicht hebt diese Kombination als Grundlage für reproduzierbare Retentionszeiten hervor.

Detektion und Datenraten

Je nach Konfiguration können unterschiedliche UV-Detektoren eingesetzt werden, darunter Diodenarray-Detektoren mit hoher optischer Empfindlichkeit. In der technischen Übersicht zum 1260 Infinity II LC wird für den Diodenarray-Detektor eine Abtastrate von bis zu 120 Hz genannt, was insbesondere für schnelle Gradientenmethoden mit engen Peaks relevant ist. Die Angaben zu den Detektoren führen eine Rauschgröße von unter ±2,5 µAU und eine Basisliniendrift unter 1 × 10^-4 AU/h an, was präzise Quantifizierungen im Spurenbereich unterstützt.

Auf dem Gebrauchtmarkt werden Konfigurationen des 1260 Infinity II LC Systems mit Diodenarray-Detektor beispielsweise mit einer Wellenlängenabdeckung von 190 bis 950 nm angeboten, ergänzt durch Deuterium- und Wolfram-Lampen. Solche Angebote unterstreichen die Eignung des Systems für UV/VIS-basierte Detektion in einem breiten Spektralbereich.

Preisniveau und Beschaffung

Neusysteme des Agilent 1260 Infinity II LC werden üblicherweise individuell konfiguriert, sodass Listenpreise stark von Pumpentyp, Autosampler, Thermostat und Detektor abhängen. Orientierung bieten Gebrauchtangebote: Ein recertifiziertes 1260 Infinity II LC System mit Diodenarray-Detektor wird bei einem nordamerikanischen Fachhändler mit einem Preis von 45.610 US-Dollar ausgewiesen (Stand 17.04.2026). Die Preisangabe für ein solches System zeigt, dass voll ausgestattete LC-Anlagen dieser Leistungsklasse im oberen fünfstelligen US-Dollar-Bereich liegen können.

Weitere Händlerangebote nennen Preise ab rund 39.900 US-Dollar für HPLC-Systeme auf Basis des 1260 Infinity II LC, abhängig von Leistungsumfang, Detektortyp und Servicepaket. Ein Beispielangebot eines Fachhändlers listet ein komplettes HPLC-System mit einem Preis von 39.900 US-Dollar (Stand 25.05.2026). Diese Angaben beziehen sich auf den US-Markt; im europäischen Laborhandel werden vergleichbare Konfigurationen meist Angeboten und Projektpreisen angepasst.

Vergleich zu Vorgängersystemen

Das 1260 Infinity II LC System knüpft an die weit verbreiteten Agilent-Serien 1100 und 1200 an, die in vielen Laboren als Standard-HPLC-Plattform etabliert sind. Ein Überblick eines europäischen LC-Fachportals beschreibt das 1260 Infinity II als robustes HPLC-System mit einem maximalen Systemdruck von 600 bar, das speziell auf einen breiten Modulbaukasten für analytische HPLC und den Einstieg in UHPLC ausgelegt ist. Die Produktbeschreibung verweist explizit auf die Historie der 1100- und 1200-Systeme, die durch die Infinity II Generation mit höheren Drücken und erweiterten Automatisierungsfunktionen abgelöst werden.

Im direkten Vergleich profitieren Anwender insbesondere von der höheren maximalen Drückerleistung, der erweiterten Modulvielfalt und der besseren Integration von Kühlung und Temperaturführung. Die Möglichkeit, sowohl klassische 4,6-mm-Säulen als auch schmalere 2,1-mm-Säulen mit sub-2-µm-Partikeln zu nutzen, erweitert den Anwendungsbereich gegenüber vielen älteren Systemen. Die Performance-Dokumentation stellt die Kombination aus Druckbereich, Flussrate und Datenrate als wesentliche Weiterentwicklung dar.

Einsatzfelder und Einordnung

Agilent positioniert das 1260 Infinity II LC System als universelle Plattform für Routineanalytik in Bereichen wie pharmazeutischer Qualitätskontrolle, Lebensmittelanalytik, Umweltmonitoring und chemischer Forschung. Die ACT-Kennzeichnung des Systems betont zusätzlich Umweltaspekte wie Energieverbrauch und Ressourcenbilanz. Für biopharmazeutische Anwendungen steht zudem eine bio-inerte Ausführung zur Verfügung, bei der alle medienberührten Teile frei von Stahl und Eisen sind und Drücke bis 600 bar mit Flussraten bis 10 mL/min kombiniert werden. Ein Quick Guide zum bio-inerten System beschreibt den Einsatz bei empfindlichen Biomolekülen und extremen pH-Bedingungen.

In der Praxis profitieren Labore von der Kombination aus bis zu 132 Vials Probenkapazität im Vialsampler, einer Temperaturführung der Proben bis 4 °C und Säulentemperaturen bis rund 80 °C sowie Datenraten der Diodenarray-Detektoren bis 120 Hz. Diese Eckdaten machen das 1260 Infinity II LC System zu einer leistungsfähigen Standardplattform für Labore, die sowohl klassische HPLC-Methoden als auch schnellere UHPLC-anmutende Methoden auf demselben Instrument betreiben möchten.

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Agilent 1260 Infinity II LC System im Detail

Weitere Informationen zu Konfigurationen, Optionen und Nachhaltigkeitskennzahlen des Systems finden sich in der offiziellen Übersicht zum 1260 Infinity II LC.

Agilent 1260 Infinity II LC System - Kerndaten

  • Produkt: Agilent 1260 Infinity II LC System
  • Hersteller: Agilent Technologies Inc.
  • Kategorie: HPLC-System (analytische LC/UHPLC-Einstieg)
  • Maximaler Systemdruck: bis 600 bar (60 MPa), je nach Pumpentyp
  • Flussratenbereich: typischerweise 0,001 bis 5 mL/min, Optionen bis 10 mL/min
  • Probensampler-Kapazität: bis 132 Vials à 2 mL (Vialsampler G7129A)
  • Injektionsvolumen: 0,1 bis 100 µL, erweiterbar bis 900 µL
  • Säulentemperaturbereich: bis ca. 80-85 °C, Probentemperierung bis 4 °C
  • Detektordatenrate: bis 120 Hz (Diodenarray-Detektoren)
  • Preisniveau (Gebrauchtgeräte): ca. 39.900 bis 45.610 US-Dollar je nach Konfiguration (Stand 2026)
  • Zielgruppe: analytische Labore in Forschung, Pharma, Lebensmittel- und Umweltanalytik

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Das System ist spezialisierte Laborhardware und wird im Regelfall über Fachhändler konfiguriert. Für einen ersten Marktüberblick kann sich dennoch ein Blick auf allgemeine Angebote lohnen.

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