Agilent 1260 Infinity II LC System, Flüssigkeitschromatographie HPLC

Agilent 1260 Infinity II LC System - Hochleistungs-Chromatograph für Routineanalytik

Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 15:37 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Agilent 1260 Infinity II LC System bietet als Hochleistungs-Flüssigkeitschromatograph einen Betriebsdruck bis 600 bar und variable Flussraten bis 10 mL/min für HPLC- und UHPLC-Anwendungen. Für Labore mit hohem Probendurchsatz sind vor allem die Multisampler-Kapazität und die präzise Temperaturführung entscheidend.

Architektur-Render im Laborfachhandel mit Chromatograph im Ausstellungsbereich
Architektur-Render im Laborfachhandel mit Chromatograph zum Thema Chromatograph, ISIN US00846U1016, neutrales Tageslicht, Illustration mit AI erstellt.

Das Agilent 1260 Infinity II LC System ist ein modularer Flüssigkeitschromatograph für analytische HPLC- und Einstiegs-UHPLC-Anwendungen und richtet sich an Laborumgebungen, in denen täglich viele Proben zuverlässig und reproduzierbar getrennt werden müssen.Das System wird von Agilent in Waldbronn gefertigt und als robustes Hochleistungsinstrument beschrieben.

Aufbau und zentrale technische Kennwerte

Im Kern besteht das 1260 Infinity II LC System aus einer Pumpe, einem Probengeber, einer Säulenthermostat-Einheit und einem Detektor, die zusammen einen vollwertigen Flüssigkeitschromatographen für analytische Trennaufgaben bilden.Eine typische Konfiguration nutzt eine Binary Pump mit integriertem Degasser, einen Vialsampler, eine Multicolumn Thermostat und einen Diodenarray-Detektor.

Die Pumpe des Systems ist für einen maximalen Systemdruck von bis zu 600 bar ausgelegt und erlaubt damit den Einsatz klassischer HPLC-Säulen ebenso wie von sub-2-µm-Teilchen für UHPLC-Anwendungen.Die quaternäre Pumpe deckt Flussraten bis 10 mL/min ab und ist damit sowohl für analytische als auch semipräparative Anwendungen geeignet.

Für die Probenaufgabe bietet der Vialsampler in einer Binary-Konfiguration eine Kapazität von bis zu 132 Vials, was automatisierte Serien mit vielen Proben ohne manuelles Umladen ermöglicht.In dieser Ausführung kann der Vialsampler bis zu 132 Probengefäße aufnehmen.

Das System unterstützt unterschiedliche Pumpentypen, darunter isokratische, binäre und quaternäre Gradientenpumpen, wodurch sich ein breites Spektrum chromatographischer Methoden abbilden lässt.Ein Datenblatt führt Flussbereiche von 0,05 bis 5 mL/min sowie Optionen bis 10 mL/min in Abhängigkeit vom eingesetzten Pumpenmodul auf.

Temperaturführung und Detektionsoptionen

Die Temperaturkontrolle spielt im 1260 Infinity II LC System eine zentrale Rolle, da sich die Trenneigenschaften vieler Methoden über die Säulentemperatur gezielt steuern lassen.Der Multicolumn Thermostat kann bis zu vier Säulen aufnehmen und erlaubt zwei Temperaturzonen, während integrierte Säulenfächer im Vialsampler eine zusätzliche Temperaturführung anbieten.

Je nach Modulwahl sind Temperaturbereiche von wenigen Grad über dem Gefrierpunkt bis deutlich über Raumtemperatur möglich, sodass sowohl empfindliche Proben gekühlt als auch viskose mobile Phasen erwärmt werden können.Eine Ausführung mit variablem Wellenlängendetektor gibt für den Thermostat einen Temperaturbereich von Ambient minus 10 °C bis 85 °C an.

Bei der Detektion stehen verschiedene Optionen zur Verfügung, darunter Diodenarray-Detektoren für die vollständige Spektrenerfassung im UV/VIS-Bereich sowie variable Wellenlängendetektoren für Anwendungen mit festen Wellenlängen.Eine beschriebene Konfiguration nutzt einen VWD mit Wellenlängenbereich von 190 bis 950 nm und Zeitprogrammierung der Wellenlänge.

Als Erweiterung sind LC/MSD-Konfigurationen erhältlich, bei denen das 1260 Infinity II LC System mit einem Massenselektiven Detektor kombiniert wird, um neben UV-Signalen auch massenspektrometrische Informationen zur Absicherung von Peaks zu erhalten.Ein LC/MSD-Aufbau für analytische Maßstäbe nutzt Flussraten von 100 µL/min bis 10 mL/min und kombiniert UV- sowie MS-Detektion.

Proben-Handling und Fraktionssammlung

Für Labore mit hohem Probendurchsatz ist die flexible Probenaufgabe ein wichtiges Merkmal des 1260 Infinity II LC Systems.Der Multisampler kann sowohl Standardvials als auch Mikrotiterplatten verarbeiten, wobei der Injektionsbereich je nach Ausrüstung von 0,1 µL bis zu 1800 µL reicht.

In präparativen oder semipräparativen Konfigurationen lassen sich Fraktionssammler integrieren, um gezielt Peaks in einzelne Gefäße abzutrennen und so Reinstoffe zu gewinnen.Eine präparative LC/MSD-Ausführung des Systems erlaubt Flussraten zwischen 1 und 50 mL/min und kann bis zu 215 Fraktionen sammeln.

Durch die Kombination aus automatisierter Probenaufgabe, definierbaren Injektionsvolumina und programmierten Fraktionssammelstrategien eignet sich das System sowohl für klassische analytische Routinemessungen als auch für die Aufreinigung von Zielverbindungen im Milligramm- bis Grammbereich.Eine analytisch-semipräparative Konfiguration arbeitet standardmäßig mit Flussraten von 100 µL/min bis 10 mL/min und kann bis zu 216 Fraktionen in Glasröhrchen sammeln.

Vergleich zu typischen HPLC-Systemen im Labor

Im Vergleich zu einfachen HPLC-Systemen mit maximalen Drücken um 400 bar und begrenzten Flussbereichen erweitert das 1260 Infinity II LC System den Einsatzbereich durch den höheren Betriebsdruck bis 600 bar und Flussraten, die bis in den zweistelligen Milliliterbereich reichen.Datenblätter geben einen Druckbereich bis 600 bar sowie Flussbereiche von 0,05 bis 10 mL/min in Abhängigkeit von der Pumpe an.

Während klassische Systeme häufig auf einfache Autosampler mit wenigen Dutzend Positionen beschränkt sind, bietet der Vialsampler beziehungsweise Multisampler des 1260 Infinity II LC eine deutlich höhere Kapazität mit bis zu 132 Vials oder Mikrotiterplattenformaten, wodurch die Effizienz im Routinebetrieb steigt.Die genannte Kapazität von 132 Vials übertrifft viele Basissysteme mit 60 oder 96 Positionen.

Hinzu kommt die in mehreren Quellen beschriebene Möglichkeit, das System modular mit Diodenarray- oder Massendetektoren aufzubauen, während einfachere HPLC-Systeme oft nur mit einem festen UV-Detektor konfiguriert sind.Die analytische LCMS-Konfiguration verbindet das 1260 Infinity II LC System mit einem massenselektiven Detektor für zusätzliche Sicherheit bei der Peak-Identifizierung.

Einordnung und typische Einsatzgebiete

Das 1260 Infinity II LC System ordnet sich als vielseitiger Hochleistungs-Flüssigkeitschromatograph im Segment der analytischen HPLC- und Einstiegs-UHPLC-Systeme ein und ist für Routineanalytik in pharmazeutischen, chemischen und akademischen Laboren konzipiert.Ein Steckbrief beschreibt das Gerät als robustes System mit breiter Modulauswahl für analytische HPLC und Einstiegs-UHPLC.

Die Kombination aus 600-bar-Pumpe, Flussraten bis 10 mL/min, hoher Probenkapazität und flexibel konfigurierbaren Detektoren macht das System besonders geeignet für Labore, die standardisierte Methoden in hohem Durchsatz fahren und in einzelnen Fällen zusätzlich präparative oder semipräparative Trennaufgaben lösen müssen.Die präparative LC/MSD-Konfiguration zielt explizit auf schnelle Aufreinigung und Charakterisierung von Zielsubstanzen aus komplexen Mischungen.

Direkt beim Hersteller

Weitere Informationen zum Agilent 1260 Infinity II LC System

Technische Details, Konfigurationsoptionen und Softwareanbindung zum 1260 Infinity II LC System sind auf der Produktübersicht von Agilent zusammengefasst.

Steckbrief Agilent 1260 Infinity II LC System

  • Produkt: Agilent 1260 Infinity II LC System (analytischer Flüssigkeitschromatograph)
  • Hersteller: Agilent Technologies Deutschland GmbH, Waldbronn
  • Kategorie: Flüssigkeitschromatographie-System (HPLC/UHPLC)
  • Maximaler Systemdruck: bis 600 bar
  • Flussratenbereich: etwa 0,05-10 mL/min abhängig vom Pumpenmodul
  • Probenkapazität Vialsampler: bis zu 132 Vials
  • Temperaturbereich Säulenthermostat: ca. Ambient minus 10 °C bis 85 °C
  • Detektionsoptionen: UV/VIS mit Diodenarray- oder variablem Wellenlängendetektor, optional LC/MSD
  • Zielgruppe: analytische Labore in Chemie, Pharmazie und Forschung mit hohem Probendurchsatz

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