PPWR-Konformität: Unternehmen automatisieren Nachhaltigkeitsberichte
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 18:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR) zwingt Unternehmen zum Umdenken. Immer mehr Firmen setzen auf automatisierte Softwarelösungen, um Konformitätserklärungen effizient zu erstellen und Nachhaltigkeitsdaten auszutauschen. Ein Anbieter für Spezifikationsdaten hat nun eine teilautomatisierte Berichterstellung eingeführt, die manuelle Fehler reduzieren und die Transparenz in Lieferketten erhöhen soll.
Echtzeit-Zugriff auf Unternehmensdaten
Parallel dazu treiben ERP-Anbieter die Vernetzung voran. Ein Softwarehaus hat eine Datendrehscheibe veröffentlicht, die Echtzeit-Zugriff auf Finanz-, Projekt- und Personaldaten ermöglicht. Die Lösung macht manuelle Datenintegration überflüssig und erlaubt direkte Exporte in Analysewerkzeuge wie Power BI oder Cloud-Plattformen wie Snowflake. Solche Schnittstellen gelten als Grundvoraussetzung für eine präzise ESG-Berichterstattung.
Schwarz Gruppe legt Nachhaltigkeitsbilanz vor
Wie die praktische Umsetzung aussieht, zeigt der siebte Nachhaltigkeitsbericht der Schwarz Gruppe. Das Unternehmen steigerte die Eigenproduktion von Solarstrom um 28 Prozent auf 473.000 Megawattstunden. Gegenüber 2019 sanken die Emissionen in den Bereichen Scope 1 und 2 um 44,1 Prozent. Auch beim Plastikverbrauch gibt es Fortschritte: Seit 2017 reduzierte die Gruppe den Einsatz um 35,9 Prozent, der Rezyklateinsatz liegt bei 26,1 Prozent. Weltweit entstanden rund 9.000 neue Arbeitsplätze, davon 5.000 in Deutschland.
Freiwilliges ESG-Reporting als Wettbewerbsvorteil?
Experten aus Wirtschaftsprüfung, Bankensektor und internationalen Organisationen diskutieren derzeit auf Fachveranstaltungen, ob freiwillige Transparenz die Kreditwürdigkeit verbessert. Die Frage gewinnt an Bedeutung, je mehr Unternehmen über gesetzliche Pflichten hinaus berichten.
dm sichert sich Grünstrom per Direktabnahme
Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen erfordert nicht nur neue Software, sondern auch die Einhaltung strenger rechtlicher Rahmenbedingungen beim Einsatz moderner Technologien. Dieser kostenlose Report klärt auf, welche neuen Regeln die EU-KI-Verordnung aufstellt und was Unternehmen jetzt konkret tun müssen. Welche KI-Systeme gelten als Hochrisiko? Jetzt aufklären
Das Drogerieunternehmen dm hat einen zehnjährigen Vertrag über jährlich 13 Gigawattstunden Solarstrom unterzeichnet. Der Solarpark in Unterfranken soll in der ersten Jahreshälfte 2027 ohne staatliche Förderung ans Netz gehen. Die Einsparung: rund 9.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Allerdings zeigt der Markt eine gegenläufige Entwicklung: Das Volumen deutscher Power-Purchase-Agreements fiel 2025 auf 1,3 Gigawatt.
KI kontrolliert Artenvielfalt auf Grünland
Auch die öffentliche Verwaltung digitalisiert ihre Kontrollen. In Mecklenburg-Vorpommern weist eine KI-gestützte App den Artenreichtum auf Grünlandflächen für EU-Agrarförderungen nach. Der Bedarf stieg rasant: Waren 2024 zunächst 185 Flächen zu prüfen, weitete sich die Stichprobe auf 900 aus. 2025 mussten bereits 2.100 Parzellen kontrolliert werden.
Während KI-gestützte Systeme bereits bei der Kontrolle von Umweltstandards helfen, müssen Betriebe parallel die umfassenden Anforderungen des EU AI Acts für ihre eigene IT-Infrastruktur umsetzen. Ein kostenloser Download verschafft Ihnen den Überblick über Fristen, Pflichten und Risikoklassen, den Ihre Rechts- und IT-Abteilung jetzt braucht. EU AI Act in 5 Schritten verstehen – zum kostenlosen Download
E-Rechnung wird zum Standard
Im Finanzbereich rüsten sich Unternehmen für die elektronische Rechnung. ERP-Anbieter erweitern ihre Software um Peppol-Schnittstellen, um nationale Pflichten zu erfüllen – etwa die bereits eingeführte E-Rechnungspflicht in Belgien oder die ab 2027 geplanten Regelungen in Deutschland. Module ermöglichen die Verarbeitung verschiedener Standards wie ZUGFeRD oder BIS Billing 3.0.
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