Postbank-Streik, Verdi

Postbank-Streik: Verdi fordert 8 Prozent mehr für 9.000 Beschäftigte

25.06.2026 - 04:42:00 | boerse-global.de

Verdi legt mit Warnstreik bei Postbank-Tochter BHW Arbeit nieder. Kernforderungen sind 8 Prozent mehr Gehalt und KI-Qualifizierung.

Verdi ruft BHW-Beschäftigte zu ganztägigem Warnstreik auf
Postbank-Streik - Eine Nahaufnahme einer entschlossenen Hand, die ein Protestschild hält, mit einer verschwommenen Menschenmenge vor einem Bankgebäude im Hintergrund. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der Postbank-Tochter BHW in Hameln für den heutigen Donnerstag zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Hintergrund ist die bundesweite Tarifrunde für rund 9.000 Postbank-Beschäftigte – nachdem die dritte Verhandlungsrunde Mitte Juni ohne Ergebnis blieb.

Kundgebung vor der BHW-Zentrale

Der Streiktag beginnt am Vormittag mit einer zentralen Kundgebung vor der Hauptverwaltung des Bausparers. Verdi begründet den Aufruf mit der mangelnden Verhandlungsbereitschaft der Arbeitgeberseite. Diese hatte in der vorangegangenen Runde kein Angebot vorgelegt. Daraufhin erklärte die Arbeitnehmervertretung die Verhandlungen für gescheitert.

8 Prozent mehr Gehalt – und ein KI-Knackpunkt

Die Gewerkschaft fordert eine Gehaltserhöhung von 8 Prozent, mindestens aber 300 Euro mehr pro Monat. Für Auszubildende soll es ein Plus von 200 Euro geben. Neben den reinen Gehaltsforderungen geht es um die Sicherung von Standorten und Arbeitsplätzen. Ein neues Element in diesem Jahr: Verdi verlangt einen Anspruch auf Qualifizierungsmaßnahmen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) innerhalb des Instituts.

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Urabstimmung läuft – vierte Verhandlungsrunde steht an

Parallel zu den Warnstreiks läuft seit dem 17. Juni eine Urabstimmung über unbefristete Streiks. Die Mitglieder können noch bis zum 3. Juli abstimmen. Für einen unbefristeten Arbeitskampf ist eine Zustimmung von 75 Prozent der Stimmberechtigten nötig. Ungeachtet dessen ist für den 30. Juni eine vierte Verhandlungsrunde in Berlin angesetzt.

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Auch Kaufland betroffen

Der Warnstreik bei BHW ist nicht der einzige Arbeitskampf an diesem Donnerstag. Auch beim Einzelhändler Kaufland kommt es zu Arbeitsniederlegungen. Betroffen sind bundesweit über 100 Filialen. Verdi fordert dort eine Lohnerhöhung von 7 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Arbeitgeberseite hatte zuletzt 2 Prozent ab November 2026 sowie weitere 1,5 Prozent ab August 2027 bei einer Laufzeit von 24 Monaten in Aussicht gestellt. Die nächsten Gespräche sind für den 26. Juni in mehreren Bundesländern geplant.

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