PORR Gruppe: Auftragsbestand übersteigt 10-Milliarden-Marke
28.05.2026 - 11:28:36 | boerse-global.deDie aktuellen Quartalszahlen überraschen positiv.
Bau- und Technologiesektor mit Rekordzahlen
Die PORR Gruppe meldet einen historischen Meilenstein: Erstmals übersteigt der Auftragsbestand die Marke von zehn Milliarden Euro – ein Plus von 13,5 Prozent. Der Auftragseingang legte um 14,7 Prozent auf 1,765 Milliarden Euro zu. Große Infrastrukturprojekte wie die S6-Westumfahrung in Stettin und die Fehmarnsund-Querung treiben das Wachstum an. Der operative Gewinn stieg um 13,1 Prozent. Der Konzern bestätigt seine Prognose für das laufende Jahr.
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Auch IVU Traffic Technologies bleibt zuversichtlich. Das Unternehmen peilt einen Konzernumsatz von über 160 Millionen Euro an. Im ersten Quartal schnellte das operative Ergebnis (EBIT) auf 1,5 Millionen Euro hoch – im Vorjahreszeitraum waren es lediglich 187.000 Euro. Treiber sind vor allem wiederkehrende Einnahmen aus Hosting und Serviceleistungen.
Energie und Rohstoffe: Deutliches Wachstum
Die Berliner HMS Bergbau AG hat am 27. Mai ihre Prognose für 2026 veröffentlicht. Der Konzern erwartet einen Umsatz von zwei Milliarden Euro – im Vorjahr waren es noch 1,22 Milliarden. Das EBITDA soll bei 55 Millionen Euro liegen. Allerdings enthält diese Zahl einen Einmaleffekt von rund 20 Millionen Euro aus der Erstkonsolidierung von Hoshoza Resources Vryheid in Südafrika. Bereinigt ergibt sich ein operatives Ergebnis von 35 Millionen Euro.
Plattformgeschäft und Immobilien: Zweigeteilte Bilanz
Die Platform Group aus Düsseldorf verzeichnet ein starkes erstes Quartal. Die Zahl der aktiven Kunden stieg um 42,1 Prozent auf 8,1 Millionen. Das Bruttowarenvolumen (GMV) legte um 23 Prozent auf 438,4 Millionen Euro zu, der Nettoumsatz sogar um 51,2 Prozent. Das Unternehmen bestätigt seine Jahresziele: ein GMV von 1,7 Milliarden und ein Nettoumsatz von einer Milliarde Euro. Langfristig soll die Verschuldungsquote bis 2030 auf das 1,0- bis 1,4-Fache sinken.
Anders sieht es bei Aroundtown SA aus. Zwar stiegen die Nettomieteinnahmen im ersten Quartal leicht um 0,7 Prozent auf 296,7 Millionen Euro. Der Gewinn brach jedoch um 63 Prozent auf 118,9 Millionen Euro ein – Grund sind Bewertungseffekte, die das Vorjahresergebnis noch beflügelt hatten. Die Zinsaufwendungen stiegen um 27,8 Prozent. Aroundtown erhöhte zudem seinen Anteil an Grand City Properties auf 81,5 Prozent und peilt für 2026 einen FFO I zwischen 275 und 305 Millionen Euro an.
Strategische Neuausrichtung und höhere Dividenden
Die KAP AG hat im April 2026 eine Refinanzierung abgeschlossen. Zwar sank der Umsatz im ersten Quartal um 9,1 Prozent auf 66 Millionen Euro, das bereinigte operative Ergebnis legte aber um über 50 Prozent zu. Das Unternehmen verlagert derzeit die Produktion von Hessisch Lichtenau nach Tschechien und Indien. Die Umstellung soll bis zum 30. Juni 2027 abgeschlossen sein.
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Elmos Semiconductor SE hielt am 27. Mai seine Hauptversammlung ab. Die Aktionäre billigten eine Dividende von 1,50 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 – ein Plus von 50 Prozent. Die Auszahlung erfolgt am 1. Juni. Der Vorstand bestätigte die bestehende Prognose für das laufende Jahr.
Die Deutsche Rück Gruppe meldet für 2025 ein profitables Wachstum. Die Bruttobeiträge überstiegen 2,2 Milliarden Euro. Besonders das Leben- und Krankenversicherungsgeschäft legte um fast 25 Prozent zu. Das Management erwartet auch 2026 weitere Beitragssteigerungen.
Makroökonomischer Ausblick: Vorsicht bleibt geboten
Die positiven Unternehmenszahlen stehen im Kontrast zur vorsichtigen gesamtwirtschaftlichen Einschätzung. Die KfW Research hat ihre Wachstumsprognose für Deutschland 2026 am 27. Mai auf 0,7 Prozent gesenkt – im April waren es noch 0,9 Prozent, im Februar sogar 1,5 Prozent. Grund ist vor allem der Iran-Krieg und seine Auswirkungen auf die Energiepreise.
Die Inflation in Deutschland wird für 2026 auf 3,1 Prozent geschätzt. Zwar verzeichnete das erste Quartal ein leichtes BIP-Wachstum von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Eine deutlichere Erholung erwarten Analysten jedoch erst 2027 mit einem Plus von 1,3 Prozent. Die Hoffnung liegt auf einer möglichen Wiedereröffnung der Straße von Hormus bis Ende Juni 2026. Ein staatliches Konjunkturpaket soll zudem positive Impulse liefern – vor allem im kommenden Jahr.
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