Photovoltaik-Förderung: 12 Millionen Euro ab morgen, Frist 30. Juni
15.06.2026 - 02:56:06 | boerse-global.de
Am 16. Juni um 17 Uhr beginnt der zweite Fördercall des Jahres für Photovoltaikanlagen und Stromspeicher. Interessenten haben bis zum 30. Juni Zeit, ihre Anträge zu stellen.
Das Budget beträgt insgesamt 12 Millionen Euro. Die Verteilung erfolgt gestaffelt nach Leistungsklassen: Für die Kategorien A und B stehen je 2 Millionen Euro bereit, für C und D jeweils 4 Millionen Euro. Die Fördersätze sind fix: Anlagen bis 10 kWp erhalten 150 Euro pro kWp, zwischen 10 und 20 kWp gibt es 140 Euro pro kWp. Bei größeren Projekten greift ein Bieterverfahren.
Erste Runde zeigte enorme Nachfrage
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Die Budgetierung ist notwendig – das zeigte der erste Fördercall 2026. Knapp 29.000 Anträge gingen ein, das nachgefragte Volumen lag bei 135 Millionen Euro. Das ursprüngliche Budget von 40 Millionen reichte nicht, eine Aufstockung um 30 Millionen auf 70 Millionen Euro folgte.
Auffällig: Rund 90 Prozent der Anträge kombinierten die PV-Anlage mit einem Stromspeicher. Kein Wunder – im vergangenen Jahr gab es rund 450 Stunden mit negativen Strompreisen. Die Optimierung des Eigenverbrauchs wird damit immer attraktiver.
„Made in Europe“ wird zum Bonus
Ein Schwerpunkt liegt auf europäischen Komponenten. Bereits 46 Prozent der Anträge setzen auf europäische Wechselrichter. Eine anstehende EAG-Novelle soll deren Verwendung sogar verpflichtend machen.
Nach dem Juni-Call ist für den Herbst die nächste Runde geplant: Vom 8. bis 22. Oktober 2026 stehen dann 8 Millionen Euro bereit.
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Streit um Agri-PV-Förderung
Parallel dazu diskutiert Berlin über die EEG-Novelle. Ein Referentenentwurf sieht die Streichung der Sonderförderung für Agri- und Moor-PV vor.
Dagegen regt sich Widerstand – aus der Koalition sowie vom Deutschen Bauernverband und Raiffeisenverband. Kritiker warnen, dass bereits beschlossene Förderungen aus dem Solarpaket 1 wieder entfallen könnten. Eine Sitzung im Ernährungsausschuss dazu fand am 10. Juni statt.
