Phishing-Welle: Gefälschte SharePoint-Mails erbeuten Uni-Zugangsdaten
Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 01:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Universität Passau schlägt Alarm wegen betrügerischer digitaler Post: Wie die Hochschule in einer Mitteilung vom 14. September 2026 bekannt gab, kursieren derzeit Phishing-Mails, die vorgeben, von Microsofts Cloud-Plattform SharePoint zu stammen. Kriminelle versuchen damit, über manipulierte Einladungen zu Dokumentenfreigaben an sensible Zugangsdaten von Angehörigen der Universität zu gelangen.
Tarnung als legitime Freigabe über Cloud-Dienste
Die Angreifer nutzen für ihren Betrugsversuch ein täuschend echt wirkendes Szenario. Nach Angaben der Universität Passau wird bei den betrügerischen Nachrichten als scheinbarer Absender die Adresse no-reply@sharepointonline.com angezeigt. Inhaltlich handelt es sich um eine auf Englisch verfasste Benachrichtigung, die vorgibt, eine Person namens Varun Nair habe den Empfänger eingeladen, eine Datei anzusehen.
Als Bezeichnung des freigegebenen Dokuments wird die Universität Passau in englischer Sprache aufgeführt. Ziel der Kriminellen ist es, die Empfänger dazu zu bewegen, eine Schaltfläche mit der Aufschrift zum Öffnen anzuklicken.
Über diesen Link sollen die Angeschriebenen vermutlich auf präparierte Anmeldeseiten geleitet werden, um Login-Informationen abzufangen oder Schadsoftware zu platzieren. Die Verwendung vertrauter Dienstnamen wie Microsoft SharePoint dient dazu, Vertrauen zu wecken und die Wachsamkeit im Arbeitsalltag zu senken.
Handlungsempfehlungen und Hilfe für Betroffene
Die Universität empfiehlt allen Empfängern derartiger Mitteilungen ein konsequentes Vorgehen. Verlinkungen und etwaige Dateianhänge sollen unter keinen Umständen geöffnet werden. Stattdessen sei die Nachricht direkt als Phishing-Versuch zu melden und anschließend vollständig aus dem Postfach zu löschen.
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Personen, die bereits auf die Masche hereingefallen sind und Zugangsdaten oder persönliche Informationen auf den verlinkten Seiten eingegeben haben, müssen unverzüglich handeln. Für diese Fälle verweist die Hochschule auf die Unterstützung durch das Zentrum für Informationstechnologie und Medienmanagement.
Betroffene sollen sich schnellstmöglich an die Support-Adresse support@zim.uni-passau.de wenden, um Gegenmaßnahmen zur Sicherung der Benutzerkonten und der Hochschulinfrastruktur einzuleiten.
Zunehmende Bedrohung durch kollaborative Phishing-Angriffe
Derartige Vorfälle spiegeln einen breiteren Trend im Bereich der Cybersicherheit wider. Da viele Bildungseinrichtungen und Unternehmen für den täglichen Arbeitsablauf intensiv auf Plattformen zur digitalen Zusammenarbeit setzen, adaptieren Kriminelle ihre Angriffsmethoden entsprechend.
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Gefälschte Freigabebenachrichtigungen sind oft schwerer von legitimen Benachrichtigungen zu unterscheiden als traditionelle Spam-Nachrichten, da sie dem üblichen Kommunikationsmuster innerhalb von Arbeitsgruppen ähneln.
Sicherheitsexperten betonen regelmäßig, dass technische Schutzfilter zwar viele betrügerische Mails abfangen können, der menschliche Faktor jedoch die entscheidende Verteidigungslinie bleibe.
Beschäftigte und Studierende sollten daher bei unerwarteten Freigaben – insbesondere von unbekannten Namen oder in unüblichen Sprachen – stets die tatsächliche Zieladresse der Links prüfen und im Zweifel beim Absender über einen alternativen Kanal nachfragen.
