Phishing-Welle, Millionen

Phishing-Welle: 22 Millionen Elster-Nutzer im Visier

Veröffentlicht am: 31.08.2026 um 14:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine aktuelle Betrugswelle im Namen von Elster zielt auf Karten- und Zugangsdaten. Behörden nennen typische Merkmale und Schutzmaßnahmen.

Elster-Phishing: Verbraucherzentrale warnt vor gefälschten Erstattungen
Ein minimalistischer Schreibtisch mit einem ausgeschalteten Laptop und leeren Steuerunterlagen bei natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Verbraucherzentrale hat am 31. August 2026 eine dringende Warnung vor einer aktuellen Phishing-Welle herausgegeben, die gezielt Nutzer des Steuerportals Elster anspricht. Unter dem Betreff „Ihr Steuerbescheid 2025 – Erstattung bestätigt“ versuchen Unbekannte, an sensible Kartendaten von Bürgern zu gelangen. Da das Portal Elster von über 22 Mio. Bürgern genutzt wird, stufen Experten das Gefahrenpotenzial als hoch ein.

Masche mit gefälschten Erstattungszusagen

Bereits in den vergangenen Tagen häuften sich Berichte über betrügerische E-Mails, die eine angebliche Steuererstattung in Aussicht stellen. Die Empfänger werden dazu aufgefordert, eine Identitätsprüfung über ein verlinktes Elster-Portal vorzunehmen. Dabei werde laut Verbraucherzentrale eine Frist bis zum 31. August gesetzt, um den Druck auf die Betroffenen zu erhöhen.

In den E-Mails findet sich häufig ein auffälliger grüner Button mit der Beschriftung „Jetzt bestätigen“. Dieser führt jedoch nicht auf das offizielle Portal der Finanzverwaltung, sondern auf eine täuschend echt nachgebaute Webseite.

Dort werden die Nutzer dazu verleitet, ihre Kreditkartendaten inklusive der Kartenprüfnummer einzugeben. Die Verbraucherzentrale rät dringend dazu, solche Nachrichten unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben und keinesfalls auf enthaltene Links zu klicken.

Regionale Warnungen und Erkennungsmerkmale

Zusätzlich zu den bundesweiten Warnungen meldeten die Finanzämter München bereits am 30. August 2026 ähnliche Vorfälle. Hierbei traten vermehrt Nachrichten mit dem Elster-Logo und dem Betreff „Neue Nachricht in Ihrem Elster-Postfach“ auf. Ziel dieser Angriffe sei die Erlangung von Anmeldedaten, Kontoinformationen sowie Kreditkartendaten.

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Die Behörden und Verbraucherschützer weisen auf spezifische Merkmale hin, an denen die Phishing-Versuche identifiziert werden können. Dazu gehören eine unpersönliche Anrede sowie eine fehlerhafte Absenderdomain, die nicht mit den offiziellen Adressen der Finanzverwaltung übereinstimmt. Ein wesentliches Warnsignal sei zudem die explizite Aufforderung zur Preisgabe von sensiblen Daten wie der Kartenprüfnummer oder PIN.

Grundsätzliche Sicherheitsregeln der Finanzverwaltung

Die Steuerverwaltung betont in diesem Zusammenhang, dass Elster niemals sensible Daten oder Kontoinformationen per E-Mail anfordert. Offizielle Benachrichtigungen über neue Dokumente im Elster-Postfach dienen lediglich als Hinweis; der eigentliche Abruf erfolgt ausschließlich nach einem geschützten Login direkt auf der offiziellen Plattform.

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Sollten Verbraucher bereits Daten auf einer gefälschten Seite eingegeben haben, empfiehlt die Verbraucherzentrale umgehende Maßnahmen. Betroffene sollten ihre Karte sofort sperren lassen und den Vorfall bei der Polizei zur Anzeige bringen.

Grundsätzlich gilt, dass die Finanzämter keine Zahlungsabwicklungen oder Identitätsprüfungen über einfache E-Mail-Links einleiten. Da die Fristen in den Betrugsmails oft extrem kurz gewählt sind, sollten Nutzer bei vermeintlicher Eile besonders misstrauisch reagieren.

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