Pflegekräfte, Millionen

Pflegekräfte: 1,3 Millionen verdienen ab Juli deutlich mehr

01.07.2026 - 12:32:09 | boerse-global.de

Ab Juli steigen Renten um 4,24 Prozent und die Pflegemindestlöhne. Neue Regeln für Minijobs, Spritpreise und Apotheken treten in Kraft.

Juli 2026: Höhere Renten und mehr Lohn für Pflegekräfte
Pflegekräfte - Nahaufnahme einer Hand, die Euro-Banknoten hält, mit verschwommenem Hintergrund eines Pflegeheimflurs und digitaler Anzeige. 01.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Besonders profitieren Millionen Rentner und Beschäftigte in der Altenpflege.

Pflegekräfte verdienen deutlich mehr

Rund 1,3 Millionen Beschäftigte in der Altenpflege bekommen ab Juli höhere Mindestlöhne. Pflegehilfskräfte verdienen nun 16,52 Euro pro Stunde, qualifizierte Hilfskräfte 17,80 Euro. Pflegefachkräfte erhalten mindestens 21,03 Euro. Eine weitere Erhöhung ist für Sommer 2027 geplant.

In Ballungsräumen wie Berlin zahlen Arbeitgeber oft schon jetzt deutlich mehr. Allerdings bleiben die Leistungen der Pflegeversicherung auf dem bisherigen Niveau eingefroren. Das könnte die Eigenanteile für Heimplätze weiter steigen lassen.

Renten steigen um 4,24 Prozent

21,5 Millionen Rentner erhalten ab Juli mehr Geld. Die Bezüge steigen um 4,24 Prozent, der Rentenwert liegt nun bei 42,52 Euro. Die gesetzliche Haltelinie von 48 Prozent wurde bis 2031 verlängert.

Parallel dazu ersetzt die Bundesregierung das Bürgergeld durch eine strengere Grundsicherung. Karenzzeiten fallen weg, das Schonvermögen wird stärker berücksichtigt. Wer zumutbare Arbeit verweigert, muss mit Kürzungen von bis zu 30 Prozent für drei Monate rechnen. Auch die Kosten für Unterkunft und Heizung werden strenger gedeckelt.

Apotheken: Höhere Honorare und mehr Telemedizin

Das Fixhonorar pro verschreibungspflichtiger Packung steigt auf 9,00 Euro. Eine weitere Anhebung ist für Januar 2027 geplant. Neu eingeführt wird eine Vergütung für assistierte Telemedizin von 30,00 Euro sowie eine Pauschale für die Betreuung chronisch Kranker. Apotheken dürfen ihr Impfangebot nun auf alle Totimpfstoffe ausweiten.

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Minijobber können Rentenversicherung reaktivieren

Rund sieben Millionen Minijobber haben ab sofort die Möglichkeit, eine zuvor abgewählte Rentenversicherungspflicht wieder aufzunehmen. Die Verdienstgrenze liegt weiterhin bei 603 Euro monatlich. Branchenverbände aus Handel und Gastgewerbe warnen vor möglicher Schwarzarbeit, falls der Sonderstatus der Minijobs weiter eingeschränkt wird.

Sprit wird teurer, Fliegen billiger

Verbraucher müssen sich auf höhere Spritpreise einstellen. Der Tankrabatt läuft aus – Experten erwarten einen Anstieg um rund 17 Cent pro Liter. Gleichzeitig sinkt die Luftverkehrsteuer, was Flugtickets auf allen Strecken günstiger machen soll.

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Im Online-Handel entfällt die Zollfreigrenze von 150 Euro für Sendungen aus Drittstaaten. Stattdessen wird eine Pauschale von 3,00 Euro pro Warengruppe fällig. Der Pfändungsschutz für Alleinstehende steigt auf rund 1.590 Euro netto.

Neue Regeln für Verkehr und Wohnmobile

Der gewerbliche Handel mit Flensburger Punkten ist ab Juli strafbar. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 30.000 Euro. Neu zugelassene Wohnmobile müssen künftig verpflichtend mit Notbrems- und Müdigkeitswarnern ausgestattet sein.

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