Pflegebonus: 180.000 Kräfte erhalten gesetzliche Zweckbindung ab sofort
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 16:39 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Rund 180.000 Pflegekräfte sollen profitieren.
Aus für den Auszahlungs-Stopp
Die gesetzliche Verankerung soll verhindern, dass Bundesländer den Bonus eigenmächtig aussetzen können. Hintergrund: Im Bundesland Salzburg war die Zahlung zeitweise gestoppt worden – erst nach öffentlichen Protesten ruderte die Landesregierung zurück.
Künftig müssen die vom Bund bereitgestellten Mittel explizit für den Pflegebonus verwendet werden. Bisher fehlte eine solche strikte Zweckbindung im Gesetz. Bei Vollzeitbeschäftigung sind 2.200 Euro pro Jahr vorgesehen – umgerechnet 163 Euro brutto monatlich.
Finanzierung bis 2028 gesichert
Seit der gesetzlichen Zweckbindung sind 180.000 Pflegekräfte abgesichert – doch nicht alle Bundesländer zahlen automatisch. Mit diesem Leitfaden erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie Ihren Anspruch durchsetzen. Jetzt Leitfaden zum Pflegebonus anfordern
Die Budgetmittel stehen im aktuellen Finanzausgleich bis 2028 fest. Was danach kommt, ist offen. Ministerin Schumann stellte weitere Reformschritte in Aussicht: Bis 2030 sollen 300 Primärversorgungszentren entstehen. Am 1. Januar 2027 soll zudem eine Reform der Sozialhilfe in Kraft treten. Auch bei der Krankenhausstruktur seien Anpassungen geplant.
Gewerkschaften: Schritt in die richtige Richtung
Andere Gesundheitsberufe gehen leer aus – Pflegekräfte haben jetzt ein gesetzlich verankertes Recht auf den Bonus. Doch die Finanzierung läuft nur bis 2028. Unser Leitfaden zeigt, wie Sie langfristig planen und Ihren Bonus auch bei politischen Änderungen sichern. Bonus-Sicherungs-Leitfaden jetzt herunterladen
Die Ankündigung kommt bei Arbeitnehmervertretern gut an – aber nicht ohne Nachforderungen. Die Gewerkschaften younion und GÖD lobten die gesetzliche Fixierung als wichtigen Schritt für Planungssicherheit.
Gleichzeitig kritisieren sie, dass andere Gesundheitsberufe vom Bonus ausgeschlossen bleiben. ÖGB-Pflegeexpertin Martina Lackner fordert zudem eine langfristige Finanzierungszusage über 2028 hinaus. Auch SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim begrüßte die Initiative: Die Zweckwidmung sei eine „notwendige Konsequenz“, um die Verlässlichkeit staatlicher Zusagen zu stärken.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
