Pflanzenschutz, Anforderungen

Pflanzenschutz: Neue Anforderungen NT145–NT170 für Abdriftminderung

Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 08:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Fachleute erläutern NT145, NT146 und NT170 sowie technische Maßnahmen für weniger Abdrift und eine regelkonforme Ausbringung im Feld.

Pflanzenschutz 2026: Neue Vorgaben gegen Abdrift im Überblick
Modernes Pflanzenschutz-Spritzgestänge über einem Feld zur Veranschaulichung moderner Düsentechnik. Illustration mit AI erstellt.

In den ersten Septembertagen des Jahres 2026 haben Experten die technischen und betrieblichen Anforderungen zur Abdriftminimierung im Pflanzenschutz präzisiert.

Im Fokus standen dabei spezifische Anwendungsbestimmungen, die darauf abzielen, den Schutz von Nichtzielflächen zu verbessern und die Effizienz der ausgebrachten Mittel zu erhöhen. Die Einhaltung dieser Vorgaben ist für landwirtschaftliche Betriebe essenziell, um sowohl rechtliche Anforderungen als auch fachliche Standards zu erfüllen.

Spezifische Auflagen für die landwirtschaftliche Praxis

Die Experten erläuterten im Zeitraum zwischen dem 1. September und dem 3. September 2026 detailliert die Rahmenbedingungen der Anwendungsbestimmungen NT145, NT146 und NT170. Diese definieren klare Grenzen für den Einsatz von Pflanzenschutzgeräten. Gemäß der Bestimmung NT145 ist ein Wasseraufwand von mindestens 300 l/ha vorgeschrieben, wobei das eingesetzte Gerät eine Abdriftminderung von mindestens 90 % gewährleisten muss.

Ergänzend dazu regelt die Bestimmung NT146 die operative Umsetzung im Feld. Demnach darf die Fahrgeschwindigkeit während der Ausbringung einen Wert von 7,5 km/h nicht überschreiten.

Auch die meteorologischen Bedingungen finden in den Fachregeln Berücksichtigung: Die Bestimmung NT170 sieht vor, dass Pflanzenschutzmaßnahmen nur bei einer Windgeschwindigkeit von maximal 3 m/s durchgeführt werden dürfen. Diese kumulativen Anforderungen sollen sicherstellen, dass Wirkstoffe präzise am Zielort ankommen.

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Leistungsfähigkeit moderner Düsentechnik

Ein wesentlicher Faktor bei der Erreichung dieser Ziele ist die technische Ausstattung der Spritzgeräte. In den fachlichen Erläuterungen wurde am Beispiel der Düse XDT 130-04 aufgezeigt, wie technische Innovationen die Anforderungen unterstützen können. Diese spezielle Düse erreicht laut den vorliegenden Daten eine Abdriftminderung von 90 % über einen breiten Druckbereich von 1,5 bis 8 bar.

Diese technologische Flexibilität ermöglicht es Anwendern, auch bei variierenden Druckverhältnissen die strengen Anforderungen der Abdriftminderungsklassen einzuhalten, ohne die Benetzungsqualität zu gefährden. Die Experten betonten, dass die Wahl der richtigen Düsentechnik in Kombination mit dem passenden Arbeitsdruck die Basis für eine regelkonforme Ausbringung bilde.

Praktische Handlungsempfehlungen für Anwender

Neben den technischen Spezifikationen wurden verschiedene Handlungsempfehlungen für die tägliche Praxis formuliert, um die Abdrift weiter zu reduzieren. Ein zentraler Punkt ist der Abstand zu angrenzenden Strukturen; hier wird ein Mindestabstand von 5 m empfohlen.

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Neben den technischen Auflagen im Feld spielen auch die gesetzlichen Dokumentationspflichten eine entscheidende Rolle für die Rechtssicherheit im Betrieb. Dieser bewährte 15-Punkte-Check unterstützt Verantwortliche dabei, die Einhaltung aller Vorschriften bei der Unterweisung sicherzustellen. Kostenlosen 15-Punkte-Check für rechtssichere Unterweisungen sichern

Zudem spielt die Umgebungstemperatur eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Maßnahme. Eine Anwendung sollte den Empfehlungen zufolge nicht bei Temperaturen von über 25 °C erfolgen, um Verdunstungsverluste und thermisch bedingte Abdrift zu vermeiden.

Auch die korrekte Einstellung des Geräts im Feld wurde thematisiert. Für eine optimale Verteilung bei gleichzeitiger Abdriftminderung sollte die Gestängehöhe zwischen 40 und 50 cm liegen.

In Verbindung mit einem Wasseraufwand von mindestens 300 l/ha lassen sich so die Risiken für die Umwelt minimieren. Diese insgesamt 13 Hinweise zur Abdriftminderung dienen als praktischer Leitfaden, um die Effektivität des Pflanzenschutzes zu steigern und gleichzeitig die strengen Umweltauflagen der NT-Bestimmungen sicher in den Betriebsablauf zu integrieren.

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