Parkinson durch Pestizide: Bundeskabinett erkennt Berufskrankheit an
28.05.2026 - 23:23:24 | boerse-global.deSchadstoffverdacht legt Polizeigelände lahm. Die Berliner Polizeiführung sperrte am Donnerstag zwei Hallen auf dem Sicherstellungsgelände in der Belziger Straße in Schöneberg.
Grund ist der Verdacht auf Asbestbelastung an den Stahlträgern der Dachkonstruktion. Polizeipräsidentin Slowik Meisel und ihr Stellvertreter Langner forderten das Berliner Immobilienmanagement (BIM) auf, ein externes Gutachten zu erstellen. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) begrüßte die Sperrung – sie schütze die Beamten.
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Milliarden-Sanierungsstau belastet Polizei
Der Vorfall ist kein Einzelfall. Der Sanierungsstau bei den Berliner Polizeiliegenschaften liegt Schätzungen zufolge bei fast drei Milliarden Euro. Die Wache Friedrichstraße etwa, zuständig für Brennpunkte wie das Kottbusser Tor, kämpft mit Ungeziefer und hygienischen Missständen.
Bundesweit sieht es nicht besser aus. GdP-Chef Rosskopf zufolge gelten rund 33 Prozent aller Polizeidienststellen als marode oder haben erhebliche Mängel. Die Folgen sind konkret: In der Kreisverwaltung Birkenfeld müssen ab dem 1. Juni rund 40 Mitarbeiter umziehen – ihr Altbau aus dem Jahr 1912 wird saniert.
Säure-Unfall in Karlsruhe
Auch andere Sektoren bleiben nicht verschont. Am Mittwoch trat bei einem Arzneimittelhersteller in Karlsruhe Säure aus einem Kanister aus. Die Feuerwehr rückte mit 30 Kräften an, das Gebäude wurde geräumt. Eine Person erlitt leichte Verletzungen durch Hautkontakt.
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Parkinson durch Pestizide wird Berufskrankheit
Das Bundeskabinett billigte am Mittwoch eine neue Verordnung: Parkinson-Erkrankungen durch Pestizide werden künftig als Berufskrankheit anerkannt. Die Regelung folgt einer Empfehlung des ärztlichen Sachverständigenbeirats.
Bauernverband und Arbeitgeber (BDA) kritisieren den Schritt scharf. Die Regierung stellte der landwirtschaftlichen Sozialversicherung (SVLFG) für 2025/2026 Bundeszuschüsse von 20 Millionen Euro in Aussicht.
Krebsrisiko am Arbeitsplatz: EU-Studie alarmiert
Eine aktuelle EU-OSHA-Studie zeigt: Knapp 30 Prozent der Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialwesen sind Krebsrisiken ausgesetzt. Hauptgefahren sind ionisierende Strahlung, Dieselabgase und Formaldehyd. EU-weit sterben jährlich rund 100.000 Menschen an arbeitsbedingten Krebserkrankungen.
Verdi protestiert gegen GKV-Reform
Der öffentliche Dienst steht unter Druck – finanziell und personell. Verdi rief für Donnerstag zu bundesweiten Protesten gegen das geplante GKV-Finanzierungsgesetz auf. In Baden-Württemberg fürchten Kliniken Mindereinnahmen von rund 600 Millionen Euro pro Jahr.
Der Fachkräftemangel verschärft die Lage. Im März 2026 waren im öffentlichen Dienst 67.334 Stellen unbesetzt, darunter rund 700 Führungspositionen. Der Wechsel aus der Privatwirtschaft scheitert oft an deutlichen Gehaltseinbußen.
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