Parkinson-Anerkennung, Millionen

Parkinson-Anerkennung: 20 Millionen Euro für betroffene Landwirte

16.06.2026 - 16:20:16 | boerse-global.de

Fachverbände besiegeln engere Zusammenarbeit von Arbeitssicherheit und Arbeitsmedizin. Neue digitale Suchtprävention und Parkinson als Berufskrankheit anerkannt.

Berliner Erklärung: Neue Ära für Arbeitssicherheit und Prävention
Parkinson-Anerkennung - Ärzte und Sicherheitsexperten schütteln sich die Hände an einem Tisch, der Teamwork und Zusammenarbeit symbolisiert. 16.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Am 11. Juni unterzeichneten führende Fachverbände die Berliner Erklärung zur interdisziplinären Prävention. Das Abkommen fiel mit den Feierlichkeiten zum 75-jährigen Bestehen des VDSI zusammen.

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Sicherheit und Medizin wachsen zusammen

Unterzeichnet wurde die Erklärung vom VDSI gemeinsam mit den Trägern der Arbeitsmedizin – darunter die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM), der Verband Deutscher Betriebs- und Bürgerschaftsärzte (VDBW) und der Bundesverband selbstständiger Arbeitsmediziner (BsAfB). Ziel: Die Disziplinen der Arbeitssicherheit und Arbeitsmedizin enger verzahnen. Die Unterzeichner wollen Fachwissen bündeln, um präventive Maßnahmen in Betrieben effektiver zu gestalten.

Digitale Hilfe gegen Sucht am Arbeitsplatz

Parallel zu den strukturellen Weichenstellungen gibt es konkrete Werkzeuge für die Praxis. Die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) veröffentlichte zur Aktionswoche Alkohol 2026 ein kostenfreies Web-Based Training. Das Programm „Suchtprävention in der Arbeitswelt“ richtet sich an Führungskräfte, Unternehmer und Präventionsberater.

Das Training besteht aus drei Modulen zu Grundlagen, Strategien und Handlungskompetenzen. Pro Modul sind 60 bis 90 Minuten Bearbeitungszeit eingeplant. Ziel: Suchtproblematiken im Arbeitskontext frühzeitig erkennen und professionell ansprechen.

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Parkinson als Berufskrankheit anerkannt

Ende Mai beschloss das Bundeskabinett, Parkinson unter bestimmten Voraussetzungen als Berufskrankheit anzuerkennen. Die Regelung betrifft vor allem Landwirte und Gärtner, die langjährig Pestiziden ausgesetzt waren. Für die Jahre 2025 und 2026 stellt der Bund 20 Millionen Euro bereit.

Gleichzeitig fordern Experten eine grundsätzliche Umsteuerung der Gesundheitsausgaben. Forscher der TU Berlin erarbeiteten im Auftrag der Partnership for Health System Sustainability and Resilience Empfehlungen für mehr Prävention und Früherkennung. Späte Interventionen bei nichtübertragbaren Krankheiten führten zu vermeidbaren Komplikationen und höheren Kosten, so die Experten.

Krebsprävention im Fokus

Der Vision Zero Summit am 15. Juni in Berlin unterstrich die Bedeutung präventiver Ansätze. Experten diskutierten, wie sich vermeidbare Krebstodesfälle massiv senken lassen. Rund 40 Prozent der Krebsfälle gelten als vermeidbar. Gefordert wurde ein radikales Umdenken hin zu Früherkennung und Aufklärung.

Bereits am 13. Juni machte der bayernweite Aktionstag „Wir bewegen Bayern“ auf Bewegung als Krebsprävention aufmerksam. Rund 15.000 Menschen nahmen teil.

Ausblick: Umfrage zur Arbeitsbelastung

Weitere Einblicke in die betriebliche Gesundheit werden am 22. Juni erwartet. Die Gewerkschaft GPA hat für diesen Termin eine Pressekonferenz in Wien angekündigt. Vorgestellt werden die Ergebnisse einer Umfrage zur Arbeitsbelastung und betrieblichen Gesundheitsförderung. Neben Gewerkschaftsvertretern nehmen Experten der MedUni Wien und des Instituts IFES teil.

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