Panattoni-Park Offenbach: 50 Prozent der Fläche schon an GKN vermietet
Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 08:43 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer Industrie- und Logistikimmobilienentwickler Panattoni hat die Bauarbeiten für den neuen Panattoni-Park Offenbach offiziell eingeleitet. Auf dem Gelände der ehemaligen Clouth-Lackfabrik im Stadtteil Waldhof entsteht ein moderner Gewerbekomplex.
Bereits vor dem ersten Spatenstich konnte das Unternehmen einen bedeutenden Vermietungserfolg verbuchen: Rund 50 Prozent der geplanten Gesamtfläche sind bereits an GKN aus der Dauch-Gruppe vergeben, wie aus einem Bericht von op-online.de hervorgeht.
Das Projekt umfasst die Errichtung von zwei Hallen, die zusammen eine Fläche von rund 10.600 Quadratmetern bieten werden. Die Fertigstellung des gesamten Parks ist spätestens für das zweite Quartal 2027 vorgesehen.
Mit der vorzeitigen Vermietung der ersten Halle an das Zulieferunternehmen GKN zeichnet sich eine robuste Nachfrage nach modernen Gewerbeflächen im Rhein-Main-Gebiet ab. Panattoni-Geschäftsführer Bohn blickt entsprechend zuversichtlich auf die verbleibenden Einheiten und rechnet mit einer vollständigen Vermietung des Areals bis Mitte 2027.
Nachhaltige Revitalisierung von Industriebrachen
Ein zentrales Merkmal des Bauvorhabens in Offenbach-Waldhof ist die Wiederverwertung einer historischen Gewerbefläche. Nach Angaben des Entwicklers entstehen rund 85 Prozent der Panattoni-Projekte auf bereits vorbelasteten und revitalisierten Industriearealen, sogenannten Brownfields.
Dass rund die Hälfte der geplanten Fläche eines Offenbacher Industrie-Parks bereits vor dem ersten Spatenstich vergeben ist, sagt viel über die Nachfrage nach modernen Gewerbeflächen im Rhein-Main-Gebiet. Wer die Flächenknappheit und die Kosten des Neubaus auf der grünen Wiese einordnen will, findet hier die belastbaren Kennzahlen und Alternativen. Kostenlosen Markt-Report Rhein-Main anfordern
Diese Praxis ermöglicht die Schaffung zeitgemäßer Nutzflächen, ohne zusätzliche Freiflächen auf der grünen Wiese versiegeln zu müssen. Auf dem Gelände der traditionsreichen Lackfabrik Clouth wird damit eine Konversionsfläche einer neuen gewerblichen Nutzung zugeführt.
Auch bei der Bauweise setzt das Unternehmen auf spezifische konstruktive Elemente. Insgesamt sollen auf der Baustelle rund 600 Bauteile montiert werden. Dazu gehören unter anderem tragende Holzkonstruktionen mit bis zu 24 Meter langen Holzträgern. Diese Bauteile sollen nicht nur statische Anforderungen erfüllen, sondern auch zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks im Vergleich zu rein konventionellen Stahl- und Betonkonstruktionen beitragen.
Brachliegende Industrieareale bergen Altlastenrisiken — und genau dort entstehen laut Entwicklerangaben rund 85 Prozent der neuen Projekte. Wer Brownfield-Konversion prüft, braucht einen belastbaren Prüfpfad statt Bauchgefühl. Der Leitfaden führt durch Altlastenbewertung, Konversion und CO2-arme Bauweise. Checkliste Brownfield-Revitalisierung sichern
Bedeutung für den Wirtschaftsstandort
Mit dem Neubauprojekt stärkt der Entwickler das Angebot an Gewerbeimmobilien in der Region. Die Aufteilung in zwei getrennte Einheiten ermöglicht eine flexible Nutzung für Logistik, Montage und Verwaltung. Für den Standort Offenbach bedeutet die Wiederbelebung des früheren Fabrikgeländes eine städtebauliche Aufwertung sowie den Erhalt und die Schaffung gewerblicher Arbeitsplätze im Umfeld der Metropolregion Frankfurt Rhein-Main.
