Open Research Europe: Deutsche Wissenschaftler ab Herbst kostenfrei online
Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 21:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Universitätsmedizin Mainz hat Anfang August eine mehrjährige Kooperation mit den Congress Partners Mainz geschlossen. Der Verbund aus mainzplus GmbH und wikonect GmbH übernimmt künftig als Professional Congress Organizer die Durchführung medizinischer Fachkongresse.
Strategische Partnerschaft für wissenschaftlichen Austausch
Die Universitätsmedizin versorgt mit rund 9.000 Mitarbeitenden jährlich etwa 395.000 Menschen. Für ihre Veranstaltungen nutzt sie renommierte Standorte wie die Rheingoldhalle, das Kurfürstliche Schloss oder den Frankfurter Hof. Bereits realisiert wurden Formate wie die 25. Jahrestagung der EWALT und der 12. Internationale Kongress der E-AHPBA.
Das Ziel: den organisatorischen Rahmen für wissenschaftlichen Austausch professionalisieren und Ergebnisse einem breiten Fachpublikum zugänglich machen.
Digitale Formate ergänzen Präsenzveranstaltungen
Der Bundesverband grabenlose Technologien (BGT) setzt mit seinen FachTalks auf kostenfreie Online-Veranstaltungen. Themen wie Künstliche Intelligenz in der Kanalinspektion oder neue EU-Trinkwasser-Richtlinien werden so direkt in die Praxis überführt.
Unterstützt wird dieser Trend durch technologische Innovationen: Das Unternehmen Inspire Technologies präsentierte im Frühjahr in Köln mit MR.KNOW eine Lösung, die digitale Assistenten ohne Programmierkenntnisse erstellt. Öffentliche Verwaltungen, Versicherungen und Kanzleien nutzen solche Werkzeuge zunehmend für komplexe Arbeitsschritte.
Betriebliches Gesundheitsmanagement als fester Bestandteil
Ab Herbst 2026 können deutsche Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse über die europäische Plattform Open Research Europe ohne Bezahlschranken veröffentlichen. Unser Leitfaden erklärt Ihnen in 3 Schritten, wie Sie die neue Möglichkeit nutzen und welche Bedingungen gelten. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern
Die Immobilienbranche zeigt, wie Gesundheitsmanagement in der Praxis verankert wird – häufig unter dem Aspekt der sozialen Nachhaltigkeit (ESG).
Die Bremer Gewoba plante für 2025 insgesamt 137 Einzelmaßnahmen mit über 2.000 Teilnehmenden, mit einem Schwerpunkt auf Screenings. Vonovia setzt auf jährliche Vorsorgeuntersuchungen und ergonomische Arbeitsplätze. Die Nassauische Heimstätte verankerte das Gesundheitsmanagement bereits 2011 in einer Gesamtbetriebsvereinbarung.
Andere Branchenvertreter wie Aroundtown oder SAGA ergänzen ihr Angebot durch Wellbeing-Plattformen, betriebliche Krankenzusatzversicherungen oder Jobräder.
Open Access wird europäischer Standard
Ab 2026 erleichtert eine neue europäische Initiative die digitale Bereitstellung von Forschungsergebnissen: Deutschland beteiligt sich an der Plattform „Open Research Europe“ (ORE). Voraussichtlich ab Herbst 2026 soll der Dienst für alle deutschen Wissenschaftler kostenfrei nutzbar sein.
Ein Verbund aus elf europäischen Ländern trägt das Projekt mit einem „Publish-Review-Curate“-Mechanismus. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fungiert als Vertragspartner, die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) leitet die Durchführung. Das bedeutet: wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Medizin und anderen Fachbereichen stehen künftig ohne Bezahlschranken digital zur Verfügung.
Sie zahlen hohe Gebühren für Open-Access-Publikationen? Mit der deutschen Beteiligung an Open Research Europe ändert sich das voraussichtlich ab Herbst 2026. Unser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie künftig kostenfrei publizieren und welche Fristen Sie beachten sollten. Leitfaden zu kostenfreiem Publizieren sichern
Neue Regeln für Künstliche Intelligenz
Seit Anfang August setzt das EU-KI-Amt gemeinsam mit nationalen Behörden das neue KI-Gesetz durch. Chatbots müssen als solche gekennzeichnet werden, KI-generierte Inhalte wie Deepfakes benötigen eine Markierung. Anbieter von KI-Modellen müssen ihre Trainingsdaten umfassend dokumentieren – auch das beeinflusst die Veröffentlichung und KI-gestützte Aufbereitung wissenschaftlicher Ergebnisse.
