OHB, Raumfahrtkonzern

OHB SE: Raumfahrtkonzern holt 481,6 Millionen Euro an der Börse

27.06.2026 - 04:25:27 | boerse-global.de

OHB startet Kapitalerhöhung zur Finanzierung von Trägerraketen und Zukäufen. KKR reduziert Anteil, Gründerfamilie bleibt Mehrheitsaktionär.

OHB SE: Kapitalerhöhung bringt 490 Millionen Euro für Wachstum
OHB - Eine elegante, moderne Rakete startet in den Dämmerungshimmel, überlagert von subtilen Finanzdiagrammen und Datenvisualisierungen. 27.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das Unternehmen hat die Ausgabe neuer Aktien und eine Umplatzierung bestehender Anteile gestartet. Das Ziel: Wachstumsfelder wie Trägerraketen und mögliche Zukäufe finanzieren.

1,6 Millionen neue Aktien

In einer ersten Tranche gibt OHB 1.605.388 neue Aktien aus – das sind rund 8,35 Prozent des Grundkapitals. Der Preis liegt bei 300 Euro pro Stück. Damit nimmt der Konzern zunächst 481,6 Millionen Euro ein. Insgesamt sind bis zu 1.702.480 neue Aktien geplant, der Bruttoerlös könnte auf 510,7 Millionen Euro steigen.

Der Nettoerlös von rund 490,2 Millionen Euro fließt in die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Aktionäre im Streubesitz können bis zum 8. Juli Bezugsrechte ausüben. Das Verhältnis liegt bei 45 zu 4.

KKR steigt teilweise aus

Die Kapitalmaßnahme verändert die Aktionärsstruktur deutlich. Der Finanzinvestor KKR verkauft bis zu 1.228.000 bestehende Aktien. Nach der Transaktion hält KKR aber noch über 20 Prozent an OHB.

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Die Gründerfamilie Fuchs verzichtet auf ihre Bezugsrechte. Sie bleibt mit über 60 Prozent Mehrheitsaktionärin. Der Streubesitz soll von 5,7 auf bis zu 19,2 Prozent steigen – ein Börsen-Comeback für breitere Handelsbasis.

Kursrutsch trotz guter Geschäfte

Die Ankündigung ließ die OHB-Aktie am 26. Juni um 13,46 Prozent fallen. Der Schlusskurs lag bei 270 Euro – unter dem Ausgabepreis von 300 Euro. Marktbeobachter verweisen auf Verwässerungseffekte und die Verkäufe von KKR.

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Operativ läuft es beim Raumfahrtkonzern. OHB hat die Modernisierung mobiler Bodenstationen für die Bundeswehr abgeschlossen. Mit Rheinmetall gibt es eine gemeinsame Tochter für ein Satellitenprojekt.

Vorstandschef Marco Fuchs bezeichnet die Kapitalmaßnahme als zentralen Baustein für die europäische Raumfahrtrolle. Das Gesamtvolumen aller Maßnahmen liegt bei bis zu 900 Millionen Euro.

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